Neue Modelle drücken auf BMW-Überschuss

BMW 5er © Foto: BMW

BMW lässt sich vom Gewinneinbruch im ersten Quartal nicht beeindrucken. Der Autokonzern erwartet im weiteren Jahresverlauf eine «spürbare Belebung» des Geschäfts – dank neuer Modelle.

Sondereffekte, aber auch hohe Rohstoffpreise und ein starker Euro haben beim Autokonzern BMW

den Vorsteuergewinn im ersten Quartal kräftig gedrückt. Das Ergebnis vor Steuern brach um mehr als ein Drittel auf 852 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Als Grund für den starken, aber erwarteten Rückgang gab BMW zudem Anlaufkosten für Modellwechsel an.

Fahrzeugabsatz auf Rekordwert

Allerdings hatte ein Sondereffekt - die Abwicklung einer Umtauschanleihe - das Ergebnis im Vorjahresquartal um 375 Millionen Euro nach oben getrieben. Aber auch ohne diesen Effekt ging das Ergebnis zurück. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 948 Millionen Euro auf 587 Millionen Euro und lag damit über den Prognosen, die bei 562,8 Millionen Euro gelegen hatten. Der Konzernumsatz stieg um 2,9 Prozent auf 11,951 Milliarden Euro.

In der wichtigsten Sparte Auto erhöhten sich die Erlöse entgegen den Erwartungen von 11,231 auf 11,418 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn der Sparte sank indes von 761 auf 609 Millionen Euro und damit stärker als erwartet. Trotz der Modellwechsel verkaufte BMW im ersten Quartal mehr Fahrzeuge als je zuvor in den ersten drei Monaten eines Jahres.

Neue Modelle sollen Geschäft beleben

Im Gesamtjahr will BMW von den Investitionen in die neuen Modelle profitieren und seine Ziele trotz des schwächeren ersten Quartals erreichen. Der Konzern liege voll auf Kurs, sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer. «In den kommenden Monaten gehen wir von einer spürbaren Belebung der Geschäftsentwicklung aus.» Im laufenden Jahr bringt BMW einige neue Modelle auf den Markt: Neben dem neuen 3er Cabrio werden seit Ende März auch Modellüberarbeitungen der 1er-Reihe sowie der 5er Limousine und des Touring ausgeliefert.

Im Gesamtjahr will BMW den Angaben zufolge weiterhin den Absatz von zuletzt 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen um einen prozentual höheren einstelligen Prozentwert steigern. Das Vorsteuer-Ergebnis solle bereinigt um den Sondereffekt im Vorjahr über dem Rekordwert 2006 liegen. Damit will BMW vor Steuern weiterhin mehr als 3,75 Milliarden Euro verdienen. Im Vorjahr waren es einschließlich des Anleihe-Effekts erstmals 4,1 Milliarden Euro. (AG)