Mercedes kämpft gegen Toten Winkel

Mercedes kämpft gegen Toten Winkel
Im Toten Winkel © Foto: dpa

Mercedes entwickelt seine aktiven Sicherheits- Systeme weiter. Neben Radarsensoren werden verstärkt Videokameras eingesetzt.

Mercedes arbeitet an einer neuen Generation von Assistenzsystemen, die Unfällen vorbeugen sollen. Am Anfang steht ein «Toter Winkel-Assistent» auf Radarbasis, der in der S-Klasse und im CL zum Einsatz kommen wird, teilte das Unternehmen bei einer Veranstaltung in Friedrichshafen mit. Das System warnt mit einem leuchtenden Dreieck im Außenspiegel und bei gesetztem Blinker auch mit einem Signalton vor Autos, die leicht versetzt hinter dem eigenen Wagen fahren und für den Fahrer nur schwer erkennbar sind.

Tempobegrenzungen einblenden

Weil das System dafür die um zwei Sensoren erweiterte Technik der automatischen Abstandsregelung nutzt, werde es bei der Bestellung an das System «Distronic Plus» geknüpft. Einen weiteren Preisaufschlag soll es laut Mercedes jedoch nicht geben.

Neben Radarsensoren setzen die Forscher künftig verstärkt auf Videokameras, sagt Rolf Breuer, der bei Mercedes die Entwicklung der aktiven Sicherheitssysteme leitet. Sie sollen Verkehrszeichen erkennen und Tempobegrenzungen im Cockpit einblenden oder den Fahrer bei der Spurführung unterstützen. Das Assistenzsystem erkenne die Fahrbahnmarkierungen und mache mit einem Zittern im Lenkrad auf einen möglichen Fahrfehler aufmerksam. In einem zweiten Schritt wird der Wagen laut Breuer durch einen Bremseingriff sogar automatisch wieder in die richtige Spur geführt, wenn der Fahrer nicht selbst reagiert.

Baustellen-Assistent möglich

Später sollen die Autos mit Hilfe zweier Kameras auch räumlich sehen können. Durch das Erkennen stehender Objekte werde etwa ein «Baustellen-Assistent» möglich, der Fahrer auf der Autobahn sicher durch eine Gasse von Barken führt. Mittelfristig sollen auch bewegte Objekte erfasst sowie deren Richtung und Geschwindigkeit analysiert werden. Dadurch könnte der Fahrer gewarnt werden, wenn Fußgänger, Radfahrer oder Autos in seinen Fahrkorridor einzudringen drohen. (dpa)

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