Kritik an Frankreichs Auto-Politik

Volkswagen

VW-Chef Martin Winterkorn © Foto: dpa

Frankreichs Hilfen für seine Autokonzerne werden hierzulande mit wachsendem Unmut beobachtet. Erstmals nimmt ein deutscher Hersteller Stellung zur Milliarden-Stütze des französischen Präsidenten.

Die finanzielle Unterstützung Frankreichs für die eigene Automobilindustrie stößt beim deutschen Wettbewerb auf Kritik. Nach Ansicht von VW-Chef Martin Winterkorn wäre mit einem Protektionismus der französischen Autoindustrie jedoch niemandem geholfen, weder den Beschäftigten, den Unternehmen, noch den Kunden, hat er gegenüber dem «Spiegel» erklärt.

Sechs Milliarden Euro

Zuvor hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy angekündigt, PSA Peugeot Citroen und Renault mit Krediten in Höhe von sechs Milliarden Euro unter die Arme zu greifen wollen, um Arbeitsplätze in Frankreich zu erhalten. Sarkozy möchte vermeiden, dass Autos für den französischen Markt im Ausland produziert würden. Winterkorn erklärte gegenüber dem Magazin, dass Europa von dem freien Austausch von Waren und Dienstleistungen profitieren würde und ein Protektionismus einschlägige Rückschritte und gravierende Folgen haben könnten. (mid)