GM setzt auf nachhaltige Mobilität

Carl-Peter Forster in Berlin © Foto: dpa

Der Autobauer General Motors hat in Berlin seine Umweltstrategie vorgestellt. Neben der Verbesserung der Verbrennungsmotoren setzt das Unternehmen dabei unter anderem auf Hybrid-Motoren und die wasserstoffbasierte Brennstoffzelle.

Von Frank Mertens

General Motor setzt für die Zukunft auf eine nachhaltige Mobilität. Dazu stellte der weltgrößte Automobilhersteller am Freitag in Berlin seine Umweltstrategie vor. Dabei setzt GM kurzfristig auf eine Reduzierung verbrauchsarmer Fahrzeuge mit einem niedrigen C02-Ausstoß und langfristig auf die Einführung neuer Antriebstechnologien. «Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. Entsprechend müssen wir unseren Kunden erschwingliche Lösungen anbieten», sagte GM-Europachef Carl-Peter Forster.

Premieren auf IAA

Wie Forster hinzufügte, arbeite GM gerade an der Verbesserung des Verbrennungsmotors, der Getriebe, einem Hybrid-Fahrzeug und einem wasserstoffbasierten Brennstoffzellenfahrzeug. Perspektivisch will GM für die jede Baureihe der Marke Opel und Vauxhall ein emissionsarmes EcoFlex-Modell anbieten. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September in Frankfurt/Main wird GM die ersten Modelle vorstellen.

Ein solches Premierenmodell wurde von Opel-Chef Hans Demant in der Hauptstadtrepräsentanz des Unternehmens zusammen mit Markenchef Alain Visser enthüllt. Es handelt sich dabei um einen Opel Corsa 1.3 CDTI, der 2008 auf den Markt kommen soll. «Dieses Auto emittiert gerade einmal 119 Gramm C02 pro Kilometer», sagte Demant. Bereits heute gäbe es im Modellprogramm von Opel eine Vielzahl von Modellen, die weniger als 140 Gramm C02 emittieren würden, fügte Demant hinzu.

Forderung an Politik

Auf der IAA wird auch der Cadillac BLS eine Weltpremiere feiern: sowohl die Limousine als auch der Wagon werden ab Herbst dieses Jahres als Bioethanol-Fahrzeuge angeboten. Der Verkaufsstart des Cadillac findet dann im November statt. Bis zum Jahr 2010 wird es auch bei Opel und Vauxhall Fahrzeuge mit Bioethanol-Antrieb geben.

In diesem Zusammenhang forderte GM-Vizepräsident Bob Lutz die Politik auf, für die entsprechende Infrastruktur an Bioethanol-Tankstellen zu sorgen. Während es in Schweden ein flächdeckendes Netz an entsprechend ausgerüsteten Tankstellen gibt, gibt es in Deutschland gerade einmal rund 80. «Hier muss die Regierung entsprechend tätig werden. Es müssen entsprechende Anreizsysteme für Tankstellenbetreiber als auch Landwirte geschaffen werden», sagte Lutz.

Im Rahmen der Umweltstrategie kommt auch Erdgas eine wichtige Rolle zu. So bietet Opel zwei CNG-Modelle an: den Zafira und den Combo. Sie kommen auf einen Verbrauch von 5,0 beziehungsweise 4,9 Kilogramm auf 100 km. Das entspricht einer C02-Emission von 138 beziehungsweise 133 g/km. Eine besondere Priorität genießt bei allen Überlegungen innerhalb der GM-Strategie der Elektroantrieb. Das E-Flex genannte System erlaubt die Nutzung von verschiedenen Stromquellen. Es reicht von einer Brennstoffzelle bis hin zu Strom aus einem Generator, der durch einen Vebrennunsgmotor mit Bioethanol oder Biodiesel angetrieben wird. Perspektivisch scheint ein solches Konzept aber nicht vor 2012 umsetzbar zu sein, da hierfür leistungsstarke Batterien benötigt werden, dessen Serienreife aber noch auf sich warten lässt.