GM-Marke Saturn steht vor dem Aus

Käufer abgesprungen

Der Saturn Astra © Foto: General Motors

Die Automarke Saturn dürfte vom US-Markt verschwinden. Ein an der GM-Tochter interessierter Käufer ließ den Deal im letzten Moment platzen.

Die amerikanische Automarke Saturn steht vor dem Aus, nachdem ein Käufer in letzter Minute abgesprungen ist. Der bisherige Mutterkonzern General Motors (GM) kündigte am Mittwochabend an, die Marke werde eingestellt. Kurz zuvor hatte der designierte Saturn-Käufer, die Autohandelskette Penske Automotive Group, den Deal überraschend platzen lassen. Das Ende von Saturn könnte 13 000 Arbeitsplätze kosten.

Nur Rechte sichern

Als Grund nannte Penske, dass die Verhandlungen mit einem Produktionspartner gescheitert seien. Penske, die nach Umsatz zweitgrößte amerikanische Autohandelskette nach Autonation, wollte sich nur die Rechte an der Marke sichern, aber keine Werke von GM übernehmen. Deshalb war es entscheidend, einen Partner für die spätere Produktion zu finden. An Saturn hängen 350 Händler und 13 000 Jobs, die mit dem Anfang Juni eingefädelten Verkauf an Penske gerettet werden sollten.

GM hatte auf dem Sanierungskurs bereits die traditionsreiche Marke Pontiac eingestampft und Opel, Saab und Hummer zum Verkauf gestellt. Mit dem Saturn-Logo wurde in den USA bisher auch der Opel Astra verkauft. (dpa)