GM lässt Opel-Autos in Russland montieren

Astra und Zafira

Der erste Astra lief jetzt in Kaliningrad vom Band © Foto: Opel

Der erste Opel ist am Montag in Kaliningrad vom Band gerollt. Die Verhandlungen über den Verkauf der GM-Tochter werden derweil fortgesetzt.

Die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) hat in der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad mit der Produktion von zwei Modellen der Rüsselsheimer begonnen. Der erste Opel sei am Montag im Montagewerk Awtotor in der früheren Stadt Königsberg vom Band gerollt, wie die Agentur Itar-Tass meldete. «Geplant ist, 25.000 Wagen des Modells Astra und 6000 des Modells Zafira jährlich zu bauen», sagte Awtotor-Chef Waleri Gorbunow. Künftig wolle Awtotor zur Vollproduktion von Opel-Wagen mit eigenem Karosseriebau und Lackiererei übergehen. GM will bis 2011 rund 50 Millionen Euro in das Projekt stecken.

Auf diverse Marken spezialisiert

Die Entscheidung des GM-Konzerns für diesen Opel-Standort führten Experten auf «bequeme Logistik und erhebliche Steuervergünstigungen in Kaliningrad» zurück. Das 1996 gegründete Awtotor-Werk ist auf die Produktion von Wagen diverser Marken spezialisiert, darunter BMW, Kia, Hummer und Chevrolet.

Indes verhandelt GM weiter über den zum wiederholten Mal verschobenen Verkauf von Opel an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und Russlands größtes Geldhaus Sberbank. Der GM- Verwaltungsrat wird sich erst am 3. November mit dem Verkauf an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und den Bedenken der EU- Kommission befassen. Das hatte GM-Vize John Smith vergangene Woche angekündigt. (dpa)