Dacia zieht die Handbremse

Automobilindustrie

Dacia zieht die Handbremse
Dacia Sandero: geht in die Zwangspause © Foto: Renault

Dass die gegenwärtigen Absatzeinbrüche der Autoindustrie tiefer liegende Gründe haben dürften als eine Verunsicherung der Kunden infolge der Finanzkrise darauf weisen nun auch die Probleme bei Dacia hin. Auch der Billiganbieter muss jetzt kürzer treten.

Die rumänische Renault-Tochter Automobile Dacia hat angesichts sinkender Nachfrage einen Produktionsstopp zwischen dem 20. November und 7. Dezember beschlossen. Zuvor hatte das Werk im südrumänischen Pitesti bereits vier Tage die Herstellung der Billigautos Dacia Logan und Sandero eingestellt. Die Beschäftigten erhalten während der insgesamt drei Wochen Fertigungsstopp 85 Prozent Lohn, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax am Montag.

Produktionsziel verfehlt

In Rumänien sei der Markt im Oktober um 30 Prozent im Vorjahresvergleich geschrumpft, vor allem wegen teurerer Kredite und einem Boom der Gebrauchtwagenimporte, hieß es in einer Mitteilung des Herstellers. Das rumänische Werk sei - mit den Billigautos Dacia Logan und Sandero - allerdings weniger als andere Autohersteller betroffen, die Exporte seien um 20 Prozent gestiegen. Das Absatzziel von 310 000 Autos in diesem Jahr hat Dacia allerdings deutlich auf 270 000 Autos nach unten korrigiert. Zwei Drittel der in Pitesti gebauten Autos werden exportiert. (dpa/AG)

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