BMW legt im Mai beim Absatz zu

Audi auf Kurs

Der Mini ist sehr gefragt © Foto: Mini

BMW hat im Mai von der starken Nachfrage nach Mini profitiert. Dagegen konnte Audi nur ein kleines Absatz-Plus erreichen, will aber an den ambitionierten Zielen festhalten.

Der Autobauer BMW hat im Mai erneut vor allem von der starken Nachfrage nach dem Kleinwagen Mini profitiert und seinen Absatz erhöht. Weltweit seien 133.496 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ausgeliefert worden, 3,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Der Mini legte sogar um 14,2 Prozent auf 22.682 Auslieferungen zu. Bei der Marke BMW selbst stiegen die Verkäufe um 2,0 Prozent auf 110.704 Autos.

Neue Fünfmonats-Bestmarke

In den ersten fünf Monaten stieg der Konzernabsatz um 6,7 Prozent auf 618.731 Fahrzeuge. Damit habe der Konzern erstmals in seiner Geschichte bereits im Mai die Zahl von 600.000 verkauften Autos überschritten. Im Mai legte BMW vor allem in Osteuropa und China kräftig zu.

Die Marke BMW profitierte im Mai vor allem von der 1er Baureihe, von der mit 22.000 Fahrzeugen doppelt so viele verkauft wurden wie ein Jahr zuvor. Ende Mai 2007 hatte BMW zusätzlich zum bisherigen Fünftürer auch eine dreitürige Variante des 1er auf den Markt gebracht.

Auch das Ende April in den USA und Ende Mai in Europa eingeführte SUV-Coupe X6 sei gut angelaufen, hieß es. In den ersten fünf Wochen seien bereist 2.652 Fahrzeuge des neuen Modells ausgeliefert worden. «Für 2008 ist der X6 bereits ausverkauft», sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson laut der Mitteilung.

Modellwechsel verzögert Gewinn

Dagegen verzeichnete Audi im Mai wegen des Modellwechsels beim A4 nur ein kleines Absatzplus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Zahl der verkauften Autos um 0,8 Prozent auf 88.200 geklettert, teilte die VW-Tochter am Freitag in Ingolstadt mit. In den ersten fünf Monaten lag der Zuwachs bei 1,5 Prozent auf 426.200 Autos. Audi will im Gesamtjahr mehr als eine Million Fahrzeuge verkaufen.

Mit stärkeren Zuwächsen rechnen die Ingolstädter erst im zweiten Halbjahr. Dies liegt hauptsächlich am Modellwechsel beim A4. Im Mai hatte Audi die Kombi-Version Avant auf den Markt geworfen. Sie macht 60 Prozent des Absatzes in Europa aus.

Mercedes mit leichten Verlusten

Der Autobauer Daimler hat in seiner Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars im Mai einen leichten Absatzrückgang verzeichnet. Insgesamt seien 111 100 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach verkauft worden, teilte der Konzern am Freitag in Stuttgart mit. Das seien vier Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Als Grund für den Rückgang nannte ein Sprecher des Autobauers den Modellwechsel in der A- und B-Klasse. Die Kernmarke Mercedes-Benz lieferte 98.100 Fahrzeugen aus und damit fünf Prozent weniger aus als ein Jahr zuvor. (dpa)