Anhaltende Durststrecke

PSA-Konzern

Anhaltende Durststrecke
Mit dem Diesel-Hybrid sollen 2010 wieder bessere Zeiten kommen © Foto: PSA Diesel-Hybrid

Nur widerwillig hat Konzernchef Christian Streiff den Staatsauflagen zugestimmt. Jetzt glaubt er, bis 2010 wieder festen Grund für das Unternehmen zu gewinnen.

Trotz Staatshilfen und Sparprogrammen will PSA erst 2010 wieder rentabel arbeiten. Der Konzern benötige wegen der Krise vier Milliarden Euro, erklärte PSA in Paris. Die staatliche Kredithilfe von drei Milliarden Euro sollen aber neben anderen Quellen ausreichen, um den Bedarf zu decken.

In die Verlustzone abgerutscht

Nach einem Überschuss von 885 Millionen Euro 2007 war PSA 2008 mit 343 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht. Das war doppelt so viel wie vom Markt erwartet. Zusätzlich legte PSA für die Autosparte und den konzerneigenen Lieferanten Faurecia neue Sparprogramme über 512 Millionen Euro auf. Außerdem nahm die Gruppe 405 Millionen Euro Sonderabschreibungen vor.

Weltmarktanteil bleib stabil

Der PSA-Umsatz sank 2008 um 7,4 Prozent auf 54,4 Milliarden Euro. Der Absatz ging um 4,9 Prozent auf 3,26 Millionen Autos zurück. Der Weltmarktanteil von fünf Prozent sei aber ebenso verteidigt worden wie der Marktanteil in Westeuropa von 13,8 Prozent, hieß es. Bei leichten Nutzfahrzeugen sei PSA in Europa mit 19,9 Prozent Marktanteil Marktführer.

Nach Widerstand klein beigegeben

Am Montag hatte PSA-Chef Christian Streiff der Milliardenhilfe durch den französischen Staat zugestimmt. Dabei hatte er zugesagt, keine Fertigung ins Ausland zu verlagern und keine Mitarbeiter zu entlassen. Das Betriebsergebnis des Autobauers brach 2008 von 1,75 Milliarden auf 550 Millionen Euro ein. PSA bleibe aber finanziell solide, denn die Verschuldungsquote habe zum Jahresende nur 22 Prozent betragen.
(dpa/AG)

Keine Beiträge vorhanden