Audi setzt auf Methangas und «grünen» Strom

Projekt Balanced Mobility

Audi setzt auf Methangas und «grünen» Strom
Fahrzeuge wie der Audi A1 e-tron könnten emissionsfrei hergestellt und betrieben werden © Audi

Audi investiert einen «hohen zweistelligen Millionenbetrag» in einen Windpark vor der Nordseeküste. So soll die Produktion und der Betrieb von Elektrofahrzeugen schadstofffrei gesichert werden.

Autos mit wenig Emissionen sind nicht genug: Weil auch der Treibstoff für «Öko-Modelle» nachhaltig hergestellt werden soll, startet Audi das Projekt Balanced Mobility. Dafür investiert der Hersteller nach eigenen Angaben einen «hohen zweistelligen Millionenbetrag» in einen Windpark vor der Nordseeküste. Er soll die Energie für die Produktion und den schadstofffreien Betrieb von Elektrofahrzeugen wie den A1 e-tron liefern und eine Anlage mit Energie versorgen, in der Wasserstoff für künftige Brennstoffzellen-Fahrzeuge hergestellt wird. Alternativ lasse sich daraus auch der Treibstoff Methan gewinnen.

Erste Gas-Autos ab 2013

Methan ist chemisch identisch mit Erdgas und soll künftig ebenfalls als Kraftstoff genutzt werden: Audi will im Jahr 2013 die ersten Autos mit der Bezeichnung TCNG in den Handel bringen. Deren Motoren sind von den aktuellen Benzindirekteinspritzern abgeleitet und sollen mit dem neuen Kraftstoff laufen. Welche Fahrzeuge das konkret sein werden, ließ das Unternehmen noch offen. Allerdings hatte Entwicklungschef Michael Dick kürzlich eine Gasversion des nächsten A3 in Aussicht gestellt. Zum Projektstart hatte Audi außerdem einen aktuellen A3 als TCNG-Version präsentiert.

Der Strom aus Windkraft und das bei Audi e-Gas genannte Methan sollen bereits in der ersten Phase des Projekts für 2500 Autos ausreichen. Mit einem Teil des Windstroms ließen sich dem Hersteller zufolge 1000 A1 e-tron herstellen und rund 10.000 Kilometer pro Jahr betreiben. Mit dem e-Gas könnten 1500 A3 TCNG jeweils 15.000 Kilometer im Jahr fahren. (dpa/tmn)

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