Uber droht auch in New York Ungemach

Begrenztes Wachstum

Uber droht Ärger in Kanada.
Uber droht Ärger in Kanada. © dpa

Dem aggressiven Wachstum des Taxi-Ersatzdienstes Uber droht in New York zumindest die Stagnation. Ein Gesetzesentwurf sieht vor, das Unternehmen nicht mehr wahllos ihre Fuhrparks aufstocken können.

Der Taxi-Ersatzdienst Uber droht in einem seiner wichtigsten Märkte ausgebremst zu werden: New York erwägt ein neues Gesetz, nach dem Fahrdienst-Vermittler mit mehr als 500 Wagen in der Stadt pro Jahr vorübergehend nur noch ein Prozent mehr Fahrzeuge auf die Straßen bringen dürften. Am Dienstag wurde der von der Taxi- und Limousinenkommission vorangetriebene Gesetzesentwurf im Rathaus vorgeschlagen. Bürgermeister Bill de Blasio gilt als Unterstützer.

New York will Staus verhindern

Die Initiative soll die Stadt vor noch mehr Autos und somit Staus und Verkehrschaos bewahren. Für Uber wäre das Wachstumslimit aber ein erhebliches Problem. Das Unternehmen expandiert aggressiv und hat in New York inzwischen mehr Fahrzeuge im Einsatz als die klassischen Taxi-Betreiber. Uber protestierte vor dem Rathaus und bot Unterstützern Gratisfahrten zur Demonstration an. Der Firma zufolge würden die neuen Regeln tausende Jobs gefährden. Privatleute bieten bei Uber via Smartphone-App an, andere gegen Gebühr in ihrem eigenen Auto herumzufahren.

In Deutschland hatte das Landgericht Frankfurt den privaten Taxidienst deutschlandweit für rechtswidrig erklärt, da Privatpersonen ihre Fahrgäste lediglich zum Selbstkostenpreis mitnehmen dürfen. Uber probiert derzeit mit einem neuen Konzept einen Neustart in Deutschland. Auch in Frankreich muss sich der Dienst vor Gericht verantworten. (AG/dpa)