Fahren mit Anhänger: Auf richtige Stützlast achten

Fahren mit Anhänger: Auf richtige Stützlast achten
wer einen Anhänger nutzt, sollte auf die Stützlast achten. © SP-X

Wer für den Transport von sperriger Möbel einen Anhänger nutzt, der sollte einige Dinge unbedingt beachten. Dazu gehört auch die zulässige Stützlast.
Doch welcher Hänger passt an welches Zugfahrzeug? Und wie wird er richtig beladen? Beim Führen eines Gespanns sind besonders die zulässigen Anhänge- und Stützlasten zu beachten, sagt der TÜV Süd.

Dabei gibt die Anhängelast an, wie schwer ein Anhänger voll beladen maximal sein darf, um von dem jeweiligen Fahrzeug mitgeführt werden zu dürfen. Die Stützlast gibt die Masse an, die vertikal auf die Anhängerkupplung drückt. Hier gilt der niedrigere der beiden Werte von Zugfahrzeug und Anhänger – meist 100 Kilogramm. Beide Informationen sind den Fahrzeugpapieren zu entnehmen.


Stützlast für Fahrverhalten wichtig

Für ein stabiles Fahrverhalten sollte die zulässige Stützlast möglichst ausgenutzt werden. Wird der Anhänger im hinteren Bereich schwer beladen, kann die Stützlast zu gering oder im Extremfall sogar negativ sein. Bei einseitiger Beladung im vorderen Bereich hingegen können die zulässigen Werte überschritten werden.

Eine visuelle Prüfung des Gespanns in der Seitenansicht kann Aufschluss geben: Ist ein Knick zu sehen, besteht die Gefahr des Aufschaukelns. Genauer ist die Messung mit einer Personenwaage.

Schwere Transportstücke sollten laut Tüv Süd nach Möglichkeit achsnah platziert werden. Sämtliche Teile sind mit Spanngurten, Bändern oder Transportnetzen zu fixieren, damit sie bei einer Vollbremsung nicht zum Geschoss werden. Neben der ausgewogenen Beladung muss zudem auf die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts geachtet werden. Wohnanhänger beispielsweise haben oft eine geringe Zulademöglichkeit.

Aufmerksamkeit beim Beladen

Auch die Beladung des Zugfahrzeugs erfordert Aufmerksamkeit. Denn inklusive der aufgebrachten Stützlast darf die zulässige Hinterachslast nicht überschritten werden.
Sind alle Punkte beachtet, kann die Fahrt beginnen.

Gespannfahrer sollten dann an die veränderten Fahreigenschaften denken: Bremsweg und Kurvenradius nehmen ebenso zu wie die Angriffsfläche für Seitenwinde. Kurven sollten daher entsprechend vorsichtig angegangen, Abstände zu vorausfahrenden Verkehrsteilnehmern vergrößert werden. (dpa)

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