Toyota und Mazda streben langfristige Partnerschaft an

Mehr als eine Kooperation

Toyota-Präsident Akio Toyoda (l.) und Mazda-Präsident Masamichi Kogai.
Toyota-Präsident Akio Toyoda (l.) und Mazda-Präsident Masamichi Kogai. © Toyota

Im Mazda-Werk in Mexiko arbeiten Toyota und Mazda bereits zusammen. Nun streben die beiden japanischen Autohersteller eine Vertiefung der Zusammenarbeit an.

Toyota und Mazda werden in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die beiden japanischen Autohersteller haben in Japan eine Vereinbarung über eine langfristige Partnerschaft getroffen, wie die Hersteller mitteilten. Durch die Zusammenarbeit sollen attraktivere Fahrzeuge hervorgehen, die den unterschiedlichen Anforderungen und dem Geschmack von Kunden auf der ganzen Welt gerecht werden, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

Toyota und Mazda befruchten sich gegenseitig

Eine Arbeitsgruppe soll die Stärken beider Unternehmen auf allen Bereichen zusammenführen. „Mazda hat mit den SKYACTIV-Technologien und dem KODO-Design bewiesen, dass es ein Gespür für die Zukunft hat, ohne dabei seine Wurzeln als Autohersteller aus den Augen zu verlieren. In diesem Sinne praktiziert Mazda das, was auch Toyota am Herzen liegt: immer bessere Fahrzeuge zu bauen. Ich bin hocherfreut darüber, dass unsere beiden Unternehmen die gleiche Vision teilen und wir nun gemeinsam daran arbeiten, unsere Autos immer besser zu machen“, sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda.

Im Gegenzug lobte Mazda-Präsident und CEO Masamichi Kogai den ehemaligen Mitbewerber. „Toyota hat als Unternehmen bewiesen, dass es in globalen Umweltfragen ebenso verantwortungsvoll handelt wie in Fragen des Automobilbaus der Zukunft. Ich habe außerdem enormen Respekt für die Entschlossenheit von Toyota, mit stetigen Innovationen an immer besseren Fahrzeugen zu arbeiten. Darüber hinaus identifiziert sich Mazda mit der Art und Weise, wie Toyota seine eigenen Wurzeln und die der Gesellschaften pflegt, in denen das Unternehmen sich engagiert.“

Kooperation von Toyota und Mazda schon gelegt

Beide Hersteller kooperieren bereits bei der Lizensierung der Toyota-Hybridtechnik für Mazda sowie bei der Produktion von Kompaktfahrzeugen für Toyota im Mazda-Werk in Mexiko. In Zukunft soll die gemeinsame Schnittmenge erweitert werden. Die beiden Präsidenten betonen, dass die vereinbarte Partnerschaft „über den traditionellen Rahmen einer Kooperation hinausgehe“ und darauf abziele, „durch eine großangelegte, mittel- bis langfristige Partnerschaft eine ganze Reihe neuer Werte für Fahrzeuge zu kreieren.“

„Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als gemeinsam der Welt zu zeigen, dass die nächsten 100 Jahre der Automobilität genauso so viel Spaß machen werden wie die ersten“, so Toyoda weiter. Und auch Kogai ergänzt: „Ich hoffe, dass wir durch diese Zusammenarbeit den Wert der Fahrzeuge in den Augen unserer Kunden steigern und unsere Fertigung in unserer Heimat Hiroshima sowie überall dort, wo wir tätig sind, weiter verbessern können.“ (AG)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.