Winterwäsche muss nicht sein

Fahrzeug-Kosmetik: Winterliche Wagenwäschen helfen kaum gegen Streusalz © Foto: dpa

Viele Autobesitzer fahren ihren Wagen im Winter häufiger durch die Waschstraße, um die Karosserie vor aggressiven Streumitteln zu schützen. Doch das bringt nichts – sagt der ADAC.

Schmutz, Splitt und Streusalz lassen das Auto im Winter schnell unansehnlich werden. Häufiger waschen als im Sommer muss man den Wagen aber trotzdem nicht - zumindest nicht, um Schäden von ihm fern zu halten. Darauf weist der ADAC hin.

Große Wäsche erst im Frühjahr

Wichtig sei nur, dass aus Sicherheitsgründen Scheiben, Scheinwerfer, Blinker und Rücklichter sauber sind, rät Maximilian Maurer vom ADAC. Ansonsten sei die Fahrzeugwäsche vornehmlich eine Frage der Optik.

Als Schutz vor aggressivem Streusalz sieht der ADAC-Mann die Reinigung nicht - zumindest dann nicht, wenn das Fahrzeug häufig benutzt wird: «Sie waschen den Wagen, und nach zehn Minuten im Straßenverkehr ist der ganze Dreck wieder drauf.» Eine große Autowäsche samt Unterbodenreinigung sei - rein technisch gesehen - daher erst im Frühjahr wieder sinnvoll.

Schaden richten häufigere Besuche in der Waschanlage allerdings auch nicht an: «Wer nicht mit einem schmutzigen Auto fahren mag, kann ihn natürlich trotzdem waschen», meint Maurer. Nur bei starken Minusgraden sollte man auf die Wäsche verzichten: Türschlösser oder Dichtungen könnten ansonsten einfrieren.