Fragen an den Autopapst im Dezember 2006

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Netzeitung Lösungen für die Probleme. Fragen an den Autopapst im Dezember 2006.

Hier lesen Sie die Fragen und Antworten vom Dezember 2006:

Gottfried Hieke fragt:

Hallo Herr Kessler, meine Frau fährt einen Mazda 323f, 1,5 Liter Hubraum. Seit geraumer Zeit quietscht das Ding beim Anlassen fürchterlich. Wir waren in der Werkstatt - man hat was gemacht, aber ohne hörbaren Erfolg. Angeblich sind die Keilriemen in Ordnung. Auf Verdacht wollte man die Lichtmaschine wechseln- aber auf Verdacht ist das doch recht teuer. Jetzt ist es soweit, dass dieses Gequietsche auch auftritt, wenn das Fahrzeug eine oder zwei Stunden steht. Vorher war es wenigstens nur früh beim Anlassen. Für einen hilfreichen Tipp wäre ich Ihnen sehr verbunden. In einigen Foren des Internets wird empfohlen, die Keilriemen mit Silikon einzusprühen. Ist das eine Lösung? Ich befürchte, dass die Dinger dann noch weniger greifen und das Quietschen lauter wird.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gottfried, wenn Sie den Keilriemen als Quelle des Quietschens verdächtigen, können Sie den Trick mit dem Kolophonium ausprobieren: Besorgen Sie sich ein Stück von dem Zeug beim Geigenbauer oder einer Musikalienhandlung, lösen Sie etwas davon in Alkohol auf und bestreichen Sie den Keilriemen mit der Lösung. Der Riemen wird dann sehr schön klebrig und rutscht nicht mehr durch. Wenn das Quietschen weiterhin auftritt, war es nicht der Keilriemen, sondern zum Beispiel ein Lager der Lichtmaschine. Zum Testen müssen Sie den Keilriemen nur kurz mal abmachen und den Motor starten. Wenn das Quietschen dann weg ist, kann die Werkstatt die Lima wechseln....

Michael fragt:

Hallo, mein Ford Mondeo läuft seit neuestem unrund (vor allem wenn er kalt ist) und bläst eine blaue Wolke beim Starten heraus. Der Fehler hat sich in relativ kurzer Zeit verschlechtert. Die Glühkerzen habe ich gewechselt. Zwei waren hin, doch das war es nicht. Heute habe ich mal den Öleinfülldeckel bei laufendem Motor abgenommen, da hat er mich ganz schön angeblasen. Ist die Kopfdichtung hin? Oder was kann das sein? Der Motor hat 180.000 Kilometer Laufleistung und ist ein zwei Liter TCDI von 2002.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Das kann auch ganz ordinärer Motorverschleiß sein, das Bläuen beim Start spricht dafür.... Lassen Sie doch mal einen Kompressionstest machen! Wenn die Werte stark unterschiedlich sind, könnte vielleicht ein Austausch-Zylinderkopf Besserung bringen. Das «Blasen» aus dem Öleinfüll-Loch deutet aber eher auf verschlissene Kolbenringe / Zylinderbohrungen hin: Motorüberholung / Austauschmotor!

André Streck fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Ford Fiesta 3, GFJ 1,8 Diesel, 44 kW, Baujahr 1991, Handschaltung. Der Wagen ist 190.000 Kilometer gelaufen. Seit kurzem ist ein komisches metallisches Klopfen im Leerlauf zu hören, jedoch nur wenn der Motor die volle Betriebstemperatur erreicht hat. Auch im ersten und zweiten Gang ist es manchmal da. Ansonsten läuft der Motor sehr gut, der Wagen erreicht problemlos 160 Km/h auf der Autobahn. Verbrauch liegt bei 5,5 Liter. Könnten Sie die Ursache nennen? Dieses Problem (wenn es ein solches ist) stört mich total, weil die Werkstatt nichts sagen kann und ich spätere teure Reparaturen befürchten muss. Vielen Dank im Voraus.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Geräusche und Ferndiagnosen schließen sich eigentlich aus. lieber André! Möglicherweise ist das Geräusch nur das eigentlich harmlose «Düsennageln» durch eine hängende Nadel in einer Einspritzdüse. Dadurch wird der Kraftstoff nicht mehr richtig eingespritzt und der Motor macht Geräusche des Unwillens. Zum Prüfen der Düsen können diese in eine Düsenprüfvorrichtung gespannt und der Abspritzdruck und das Abspritzbild beurteilt werden. Die Diagnose gefällt mir übrigens ganz gut, passt auch zur Laufleistung.....

Carmen fragt:

Hallo, ich habe einen Ford Galaxy 2.3 Benziner, Baujahr 06/1999. Bei dem ist demnächst zwar auch der hintere Auspufftopf fällig, aber ich denke das hat nichts mit folgendem Fehler zu tun: Bei niedrigen Drehzahlen läuft er ganz normal. Aber er lässt sich nicht voll beschleunigen. Könnte eine mögliche Ursache der Kraftstoffilter sein? Zündkerzen und Öl- oder auch Ölfilterwechesel wurden bereits gemacht (hat aber mit diesem Problem wohl auch nichts zu tun). Eine weitere Frage: Schon seit langem hat er ein quietschendes Dauergeräusch - woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Natürlich ist ein zugesetzter Kraftstoff-Filter einer zügigen Fortbewegung nicht zuträglich; es kommt einfach nicht genug Sprit für den erhöhten Leistungseinsatz zu den Einspritzdüsen. Allerdings müsste das dann wohl noch das Orginalteil von 1999 sein. Das anhaltende Quietschen kann vielfältige Ursachen haben. Bei meinem Auto quietscht im Augenblick ein defektes Lager der Lichtmaschine. Lassen Sie mal einen Kundendienst-Meister mit Ihrem Auto fahren. Der wird den Bug schon finden.....

Harald Morgalla fragt:

Hallo Herr Kessler, Ihre Rubrik kommt mir wie gerufen, plage ich mich doch seit einigen Wochen mit folgenden Problemen: Ich habe einen Audi A4 Avant 2,5 TDI mit Multitronic, Baujahr 11/2002. Bei etwa 70.000 Kilometern fing leider das Getriebe an rumzuzicken; Schläge beim Anfahren im Antrieb, ein Gefühl wie eine rutschende Kupplung, Drehzahlschwankungen beim konstanten Fahrbetrieb. Ich habe erfahren, dass Audi bis etwa 2003/2004 viele solcher Probleme mit diesen Getrieben hatte und viele Fahrzeuge um-, beziehungsweise nachgerüstet hat, um dieses auzumerzen. Es handelt sich wohl um einen Konstrutionsmangel, da nach 2002 mehrere Änderungen in dieses Getriebe eingeflossen sind, um diese Probleme zu beheben. Audi hat dann auch bei meinem Fahrzeug ein Update vorgenommen: statt 6 Lamellen nun 7 an der Zahl, neues Getriebeöl und Softwareupdate.

Nun meine Fragen. Zum einen: Audi hat 50 Prozent der Kosten übernommen. Kann ich in diesem Fall mehr als diesen Anteil einfordern, da es sich ja offensichtlich um einen Konstruktionsmangel handelt. Das Auto war zu diesem Zeitpunkt knapp vier Jahre alt, aber die Laufleistung war erst zu diesm Zeitpunkt erreicht. Zum anderen: Ich habe jetzt beim Anfahren und Beschleunigen zwischen 1000 und 1800 Umdrehungen pro Minute sehr lästige feine bis mittlere Vibrationen im (überwiegend) Lenkrad und auch Gaspedal. Über 1800 U/min ist alles einwandfrei, auch nach längerer Autobahnfahrt (also wenn der Wagen schön warmgefahren ist) sind diese Vibrationen manchmal verschwunden. Alles spielt sich im Bereich des höchsten Drehmoments ab, kann die Reparatur die Ursache dafür sein (höhere Reibwerte) oder gibt es noch andere eventuelle Ursachen für dieses Symptom? Der Wagen fährt sich ansonsten sehr angenehm und geschmeidig, nur diese Vibrationen stören mich doch sehr, da man sich ja überwiegend in diesem Drehzahlbereich befindet. Vielen Dank für Ihre Hinweise.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Harald, dass Audi nach vier Jahren und 70.000 Kilometern überhaupt noch einen Teil der Kosten übernommen hat, ist einerseits recht verwunderlich und andererseits ein unausgesprochenes Eingeständnis des Konstruktionsmangels. Für das Update ist offenbar das Getriebe aus- und anschließend wieder eingebaut worden. Die Vibrationen können aus einem verspannten Einbau resultieren. Oft hilft schon ein Lösen der Antriebsaufhängungen, ein paar Mal durchfedern und wieder fest ziehen..... Die Audis sind sehr sensibel im Bereich der Motor- / Getriebeaufhängung, das ist so eine Art Erbübel......

Björn Schmitt fragt:

Hallo, ich fahre einen Skoda Octavia 1 mit 90 PS TDI-Motor. Motorkennbuchstabe ist AGR. Er hat zur Zeit 293.000 Kilometer gelaufen. Im kalten Zustand springt das Auto sofort an, aber sobald er warm gefahren ist, dauert es immer sehr lange, bis das Auto anspringt. Ich habe schon den Anlasser, die Batterie und den Dieselfilter neu gemacht und die Pumpe einstellen lassen. Laut einer VW-Werkstatt und einem Skoda-Betrieb ist der Temperaturfühler laut Auslesegerät okay. Ich weiss mir leider kein Rat mehr, was ich noch machen kann.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde dem Skoda mal einen Satz neue Injektoren spendieren! Die originalen sind bestimmt schon etwas «inkontinent» und tropfen nach.....

Stefan Weitz fragt:

Hallo lieber Autopapst Andreas Kessler, ich habe eine Frage zum dauernd getretenem Bremspedal. Ein Freund von mir behauptet, wenn man an Kreuzungen, Ampeln usw. dauernd das Bremspedal durchgetreten hält, d.h. nicht die Handbremse anzieht, sondern so den Wagen absichert, dann wäre das nicht gut für Bremsleitung, Bremskolben usw.. Wie sehen Sie das??? Es wäre nett, wenn ich vom Fachmann einen Rat bekommen könnte. Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ihr Freund denkt wahrscheinlich, der hohe Bremsdruck, der dabei auf der Bremsanlage lastet, «leiert» die Komponenten irgendwann einmal aus. Das ist aber nicht so, weil das bisschen Druck, was zum Halten des Autos an der Ampel aufgebracht wird, in keinem Verhältnis zum Druck einer normalen Betriebsbremsung oder gar einer Notbremsung steht. Und selbst diese Beanspruchung ist für eine intakte Bremsanlage kein Grund, undicht zu werden. Ein viel ärgerer Feind als der Betriebsdruck ist die Korrosion durch Wasser in der Bremsflüssigkeit oder aggressive Umwelteinflüsse. Wenn die Bremsanlage über den bloßen Belagwechsel hinaus repariert werden muss, dann ist fast immer von Korrosionsschäden auszugehen.....

N.N. fragt:

Ich fahre einen Seat Cordoba Vario, 1,9 TDI, Bj. 5/2001. Das Fahrzeug springt bei Kaltstart gar nicht oder nur schwer an! Wenn der Wagen warm gefahren istoder nicht länger als acht Stunden steht, gibt es beim Start keine Probleme! Die Werkstatt hat schon alles geprüft und auch ein Rückschlagventil und neue Dieselleitungen eingebaut. Trotzdem wurde der Fehler nicht gefunden. Vermutlich ist immer noch Luft in der Dieselleitung. Was kann man noch tun? Das Problem trat nach Wechsel des Zahnriemens auf! Hängt das damit zusammen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Muss wohl! Wenn der Zahnriemen gewechselt wird, sind nicht nur die Steuerzeiten der Nockenwelle zu beachten, sondern auch die Einstellung der Diesel-Einspritzpumpe. Diese wird nämlich auch durch den Zahnriemen angetrieben (weshalb letzterer ja auch öfter mal die Grätsche macht....). Wenn die Werkstatt zwar die Markierungen der Nocken welle getroffen hat, die der Einspritzpumpe aber nicht oder nur gerade eben so, dann klappt das nicht so gut mit dem Anspringen. Seriöserweise hätte man also noch den Spritzbeginn der Einspritzpumpe überprüfen und ggf. nachstellen müssen. Lassen Sie das doch noch mal machen.....

Arnulf Gesierich fragt:

Tach erstmal. Ich habe mir einen Fiat Punto zugelegt, weiß aber nicht welche Ölsorte dort hinein kommt. Der Wagen ist Baujahr 94. Ein Bordbuch existiert leider nicht mehr, ein Zettel, der normalerweise im Motorraum hängt, ist auch nicht vorhanden. Wäre schön, wenn Sie mir helfen könnten. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Fiat empfiehlt für den Punto bei einer Benutzung unter «normalen» (mitteleuropäischen) Bedingungen das hauseigene «Selenia»-Motoröl. Daran müssen Sie sich aber nicht halten, weil die Jungs in Turin das Schmiermittel auch nur von anderen Herstellern zukaufen. Grundsätzlich geeignet sind Mehrbereichsöle der Viskositätsklassen 10W40 oder 15W40. Für Ihren Punto kommen Öle in Frage, die neben diesen Viskositätsklassen eine der folgenden Bezeichnungen auf der Flasche haben: API SH; CCMC-G5; ACEA A2. Die Farbe des Kanisters und der Preis spielen übrigens nur eine untergeordnete Rolle.....

Josef Jost fragt:

Beim Porsche 911 SC, Bj 1980, lässt sich der 2. Gang nicht mehr schalten. Das Problem trat anfangs nur beim Beschleunigen auf, jetzt lässt sich auch im Stillstand (Motor aus) der Gang nicht mehr einlegen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Josef, hast Du bei eingelegtem Gang viel Spiel nach links und rechts (wie in der Leerlaufposition)? Wie sieht denn die Schaltklaue hinten im Getriebetunnel aus? Im Mitteltunnel vor den hinteren Sitzen ist eine Abdeckung. Schraub´ die mal ab: Die kleinen Plastiklager kann man erneuern. Das gibt meistens einen «Tag und Nacht» Effekt. Unter dem Schalthebel gibt es auch noch verschiedene Kunstofflager, die sind bei Schaltschwierigkeiten auch heiße Kandidaten. Sie Plastikteilchen sind alles Kleinteile und nicht sehr teuer. Wenn alles erneuert ist, schaltet sich der Elfer wieder wie ein neuer............!

Christof Hoss fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Audi A4 Avant 2,8 mit 193 PS/146 kw. Die Erstzulassung war 08/1997. Mittlerweile hat er etwa 240.000 Kilometer runter. Seit vier Wochen blinken bei mir alle möglichen Warnleuchten im Armaturenbrett (Benzin, Öl, Wasser, etc.) Außerdem funktioniert der Drehzahlmesser nicht mehr. Alle anderen Funktionen sind noch intakt (Tankanzeige, Tacho, etc.) Meine Werkstatt hat nun keine Ahnung, woran es liegen könnte. Sie vermuten, dass die Lichtmaschine eine zu hohe Spannung liefert (gemessen 14,2 Volt) Jetzt wollen sie die austauschen, geben mir aber nur eine 50:50 Chance, dass es daran liegt. Jetzt meine Frage, können sie mir sagen, woran das liegen könnte und was ich dagegen tun kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christof, das liegt eher am Kombiinstrument oder an dessen Anschluss / Verkabelung. Es gab Fälle, da reichte es, den Zentralstecker einmal abzuziehen und dann wieder aufzustecken. In anderen Fällen war die Leiterfolie defekt. Es gibt unter www.hitzpaetz.de Reparaturmöglichkeiten für Kombiinstrumente. Fragen kostet nichts! Und die Idee mit der Lichtmaschine ist eine 6! Jede Lima liefert über 14 Volt (jedenfalls in einer 12V-Elektrik!). Werkstatt wechseln....!

Bernhard fragt:

Ich fahre einen Golf 3, Baujahr 09/97, Zweitürer mit dem 1.4 Liter 60PS-Motor in der Sonderedition Joker. Meine banale Frage ist eigentlich nur, ob ich in meinem Auto bereits Gestänge oder Bowdenzüge für die Verriegelung meiner Türen habe???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernhard, bei Deinem Golf werden die Türschlösser über ein Gestänge verriegelt! Du kannst die Nachrüst-Zentralverriegelung also kaufen....(das wars doch, oder?)

Gilbert Franz fragt:

Hallo Herr Kessler, wir fahren einen Opel Vectra B 2.0 CD, Baujahr 1998. Sporadisch leuchtet die Motorkontrolleuchte auf. Ich habe vier Fehler ausgelesen: 0335/ 0340/ 0351/ 0352 - falsches Signal für die Motordrehzahl/ Spannung des Hallsensors/ Zündspannung Zylinder 1+4/ Zündspannung Zylinder 2+3. Wir haben in all den Jahren noch keine Probleme mit dem Fahrzeug gehabt . Es kann doch wohl nicht so viel auf einmal defekt sein? Wissen Sie Rat?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist der Hall-Geber im Verteiler, der das alles auslöst! Lassen Sie den also wechseln (macht jeder Bosch-Dienst, Opel hat nur komplette Verteiler auf Lager...). Dann ist der ganze Fehlermeldungs-Wahnsinn vorbei....

Norbert Hartwig fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Fahrzeug, ein Ford Mondeo Turnier, Baujahr zwischen 1993 und 1996, Benziner, Schaltwagen, fährt nur auf drei anstatt auf vier Zylindern. Woran kann das liegen? Kabel und Zündkerzen sind in Ordnung, denn ich wollte einen Kaltlauf-Regler einbauen lassen. Inzwischen hatte ich das Fahrzeug in der Ford-Werkstatt, wo ich es heute wieder abholen konnte. Da wurde festgestellt, dass die Zylinder 2 und 4 keine Kompression haben. Können Sie mir vielleicht helfen und mir einen Rat geben, was man denn machen kann? Ein Austauschmotor wird bestimmt zu teuer. Vielen Dank für Ihre Mühe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Norbert, «auf 2 Zylindern keine Kompression » ist eigentlich schon das Todesurteil! Jetzt könnte man noch ergründen, warum das so ist. In Frage kommen dicke Klopfer wie Loch im Kolben oder defekte Zylinderkopfdichtung, aber auch eine schlichte Fehlmessung. Wenn nämlich ein Vierzylinder auf 2 Zylindern keine Kompression hat, müsste er wie ein Sack Nüsse laufen (schlagend und schüttelnd). Ich gehe eher von «zu wenig Kompression» aus, was zum Beispiel an schlecht schließenden Ventilen liegen könnte. Unter Umständen kommen Sie mit einem gebrauchten Zylinderkopf davon. Die Kosten hierfür und den Einbau schätze ich auf 500 Euro. Vielleicht finden Sie aber auch jemanden in Ihrem Freundeskreis, der es für eine Kiste Bier als «Schraubertraining» macht...

Michael Franke fragt:

Hallo Herr Kessler, es gibt ein Problem mit meinem Ford Mondeo. Es ist ein 1996er Ghia Fliessheck, Automatik, Benziner, 1.8 Zetec-Motor. Im Cockpit leuchtet sporadisch immer wieder die Bremsenverschleiss-Anzeige auf. Die Bremsen sind aber erst im August neu gemacht worden, zumindest an der Vorderachse. Und drei Werkstätten haben schon gesagt, Verschleisskontakte gebe es nur vorn, hinten nicht. Dennoch leuchtet die Lampe aber immer wieder. Selbst wenn nur die Zündung an ist, geht die Lampe mal kurz an, alles sporadisch. Die Werkstätten haben auch die Kabelführung schon mal kontrolliert, um einen Wackelkontakt ausschließen zu können - nichts gefunden. Woran könnte das denn noch liegen? Wir sind alle ratlos.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Trennen Sie doch mal die Steckverbindung zwischen den Verschleisssensoren und dem Kabelbaum. Wenn das Lämpchen dann immer noch sporadisch angeht, liegt ein Masseschluss der Signalleitung vor, der mühevoll gesucht werden muss. Legen Sie die Warnlampe doch einfach ganz still und verlassen sich auf regelmäßige Sichtprüfungen, die bei anderen Autos ja völlig normal sind. Eine Reparatur kann nämlich ganz schön ins Geld gehen und bringt nur etwas Bequemlichkeit....

Thorsten Müller fragt:

Hallo Papst! Ich fahre einen Opel Vectra B 2.0 16V Turbodiesel mit 60 kw. Die Vorglühkontrollleuchte ist ohne Funktion. Das Glühbirnchen ist geprüft und in Ordnung, an sehr kalten Tagen springt er kaum an. Wo sitzen die Sicherung und das zuständige Relais.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Glühkerzensteuergerät erhält vom Motorsteuergerät die Information, wann geglüht werden muss. Zur Berechnung der Glühzeit verwendet das Motorsteuergerät die Parameter «Kühlmitteltemperatur» sowie den des «atmosphärischen Drucks». Diese werden durch Kühlmittel- und Ladedruck-Sensor geliefert, wenn die Zündung eingeschaltet wird. Die Kontrolle muss also nicht immer leuchten. Das eigentliche Problem ist doch aber wohl das schlechte Anspringen, oder? Ich würde mal alle Kraftstoffleitungen sowie deren Anschlüsse (vor allem die Anschlüsse!) prüfen. Angefangen am Tank bis hin zur Pumpe. Es kommt schon mal vor, das irgendwo Luft gezogen wird. Am besten prüft man sowas mit einem durchsichtigen Schlauch/Leitung, den man an einer geeigneten Stelle dazwischen setzt.

Johannes Moritz fragt:

Ich fahre einen AUDI 100, 2.5TDI, Bj.90. Er wird, seit ich ihn habe, nicht richtig warm. Im November bekam er bei schnellerer Fahrt nur mehr 65°C, also tauschte ich das Thermostat (Nachbau), keine wirkliche Verbesserung. Meine AUDI-Werkstatt sagte mir, ich solle nur Originalteile verwenden, schön, also tauschte ich das neue Thermostat gegen ein neues Original-Teil und es ist keine Verbesserung bemerkbar. Mein seltener Motor friert. Was soll ich machen? Bitte helfen Sie mir, Herr Kessler. Danke im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Friert der Motor wirklich, Johannes? Man unterscheidet in der Technik immer zwischen Mess- und Ablesegenauigkeit. Der Wert, den Sie auf dem Instrument ablesen, muss nämlich gar nicht der tatsächlichen Temperatur des Kühlmittels entsprechen! Wenn Sie trotz der geringen angezeigten Temperatur warme Luft aus den Lüftungsdüsen bekommen, tippe ich auf einen defekten Geber für das Instrument. Besorgen Sie sich einfach ein Einkochthermometer und halten Sie das ins Kühlwasser. Ich wette, da lesen Sie 85°C ab, was dann völlig o.k. ist.....

Knut Winzek fragt:

Hallo Herr Kessler, mein Auto, ein Audi A6, 2,5TDI, Allrad, Automatik, springt im Kalten schlecht an. Habe die Glühkerzen schon getauscht. Die Werkstatt sagt, es ist die Kraftstoffpumpe, könnte sie es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte die Kraftstoffpumpe sein, aber warum schwächelt die nur im Kalten? Wenn Sie einen Zusammenhang mit der Außentemperatur herstellen können, würde ich eher auf die Motorsteuerung als auf die Pumpe tippen. Lassen Sie den Fehlerspeicher des kalten(!!) Autos auslesen. Wahrscheinlich wissen Sie dann, was der Audi hat....

Levin fragt:

Hallo, wir haben einen Mercedes 190E (Baujahr 90) und seit einer Woche macht er ein komisches Geräusch. Die Elektrik ist geprüft, nachdem das Luftsystem nicht funktionierte! Jetzt arbeit die Heizung wieder normal. Nur gibt es ein lautes Geräusch. Das Geräusch ist niedriger bei Position 1, verglichen zu Position 4. Wir haben auch ein Problem mit dem Warnlicht, der Schalter funktioniert nicht mehr. Wie kostet eine Reparatur bei Mercesdes (Nord Deutschland-Hamburg). Was kann ich mit dem Problem mit dem Luftsystem tun. Danke für Ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Olivier, wenn ich das Problem richtig verstanden habe, macht das Frischluftgebläse Geräusche. Sie werden wohl um den Ausbau des Gebläses nicht herum kommen, was aber keine besonderen Schwierigkeiten bereitet. Allerdings sollten Sie sich dazu einen Nachmittag Zeit nehmen und eins der einschlägigen Reparaturbücher für den 190er aus dem Kaufhaus kaufen. Vielleicht reicht eine Reinigung des Gebläses, manchmal ist aber auch die Lagerung so ausgeschlagen, dass Ersatz eingebaut werden muss. Viel Spaß wünscht DER AUTOPAPST

I. Buchstein fragt:

Hallo Autopapst, ich habe einen VW Golf 3 1.8L Bj.92 MKB:ABS. Auf der Autobahnfahrt ging ein Ölschlauch kaputt und laut ADAC ist auch der Öldruckschalter defekt (der vordere am Ölfilter.) Der Schlauch wurde repariert, der vordere Öldruckschalter am Ölfilterstutzen wurde gewechselt und zuvor ein Ölwechsel mit Filterwechsel durchgeführt. Danach habe ich den Motor angemacht, keine Warnleuchte alles O. K. Nach einer Fahrt von ca.7 Kilometern leuchtete die Ölwarnleuchte auf. Sobald ich die Zündung ausmache und den Motor wieder an ,ist die Warnung wieder weg. Daraufhin bin ich ganz vorsichtig weiter gefahren Anfang in einem Drehzahlbereich unter 3000RPM soweit passierte nichts, beim Gasgeben und Ruckeln leuchtete dann kurzzeitig oder auch mal 10-20sec die Ölwarnleuchte auf. Wenn ich dann einen Gasstoß gegeben habe war’ s wieder weg.
Meine Vermutung ist entweder die Ölpumpe, ein Wackelkontakt von einem Marder oder der andere Öldruckschalter am Zylinderkopf. Ich lasse jetzt erstmal von einem bekannten den Öldruck mit einem Ölmanometer vermessen.Was könnte Ihrer Meinung der ausschlaggebende Defekt sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der zweite Öldruckschalter! Wenn der erste defekt war, warum dann nicht auch der zweite? Oder es ist der falsche Öldruckschalter eingebaut worden (die beiden Schalter sind bei der dynamischen Öldruckkontrolle bei VW unterschiedlich, aber leicht zu verwechseln!). Wenn das Ergebnis der Öldruckmessung vorliegt, können Sie sich ja noch einmal melden.....

Anny fragt:

Hallo Kerr Kessler, ich fahre eine Opel Corsa B Baujahr 94, 1,4.
Merkt man es, wenn ein Achsschenkel kaputt ist? Und wie macht sich das bemerkbar? Kann ein kaputter Achsschenkel lebensgefährlich werden und was würde eine Reparatur kosten?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein Achsschenkel kann verbiegen (nach einem heftigen Bordsteinrempler) oder seine Gelenke können ausschlagen (bei häufiger Fahrt über schlechte Straßen). In beiden Fällen verändert sich das Fahrverhalten: Das Auto zieht in eine Richtung oder liegt im Ganzen unruhig auf der Straße. Leider gewöhnt man sich daran und findet nichts Auffälliges. Der Achsschenkel könnte auch brechen, dann ist aber sofort Schluss mit der Weiterfahrt..... Ganz ohne Risiko ist ein Achsschenkeldefekt nicht, ausgeschlagene Gelenke können völlig versagen und das Auto wird unlenkbar, also lebensgefährlich. Eine Reparatur liegt je nach Umfang zwischen 200 und 1200 Euro (leider nur sehr grob schätzbar...)

Tobias fragt:

Hallo! Ich fahre einen Opel Corsa B 1.0 Dreizylinder, Bj. 1999. Der Wagen springt gelegentlich nicht an. Anlasser läuft aber. Wenn man dann den Tankdeckel einmal kurz öffnet und dann noch mal versucht zu starten, springt der Wagen sofort an. Wie kann man dieses Problem beheben? Was ist der Defekt? Gruß Tobias

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offenbar die Tankentlüftung! Wenn der Corsa mir gehören würde, würde ich mit einem 3mm-Bohrer ein Loch in den Tankdeckel bohren. Dann klappt es wieder besser mit dem Luftholen......

Gerhard Linne fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, habe eine Frage zum Mercedes-Benz 220 Benziner C-Klasse Automatik Baujahr 1993: Die Spule in der Lenksäule wurde erneuert.(Hupenfehler). Naturgemäß brennt nun die Kontrolllampe Rückhaltesystem(airbag) Frage: Muss man wegen dem Reset unbedingt in die DB Werkstatt (wo der Reset rechgt teier ist), oder geht der Reset auch anders zu bewerkstelligen, (Üerbrückung von Kontakten, oder Batterie entfernen und warten). Danke für jede Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Leider muss der Reset mit einem speziellen Gerät gemacht werden, dass nur wenige Werkstätten haben. Bitte lassen Sie die Finger von solchen Basteleien! Ich möchte nicht, dass Ihnen der Airbag um die Ohren fliegt. Warum hat denn die einbauende Werkstatt den Reset nicht gleich mit erledigt? Das gehört meiner Meinung nach dazu und sollte kostenlos erfolgen; fragen Sie noch mal nach! Oder haben Sie selbst gebastelt? Dann haben Sie wahrscheinlich irgendwann bei ausgebautem / abgestecktem Airbag die Zündung eingeschaltet, das war der Fehler....

Elias fragt:

Sehr geehrter Autopapst, ich fahre seit einer Woche einen VW Passat Kombi 1.9 TDI, 96kw, Baujahr 2002. Das Fahrzeug läuft in der Stadt einwandfrei, aber das Bild ist anders auf der Autobahn: Bei höheren Geschwindigkeiten geht, meistens ab 140 km/h, das Gas weg. Danach ist es egal, wie oft und wie kräftig ich auf das Gaspedal gehe - es kommt nichts mehr. Wenn ich das Fahrzeug allerdings ausmache und wieder anlasse, dann läuft alles wieder rund. Das Problem tritt geschätzt alle 100 Kilometer auf. Bitte helfen Sie mir.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Elias, das ist der LMM (Luftmassenmesser), der bei den TDI ein ganz normales Verschleißteil ist. Lassen Sie ihn austauschen (am besten beim Bosch-Dienst), das geht schnell und kostet nicht die Welt (etwa 75 Euro zuzüglich Einbau). Gute Fahrt wünscht der AUTOPAPST

Unbekannt fragt:

Hallo Autopapst, gibt es neben der Laufleistung noch ein anderes Kriterium, wann bei meinem Ford Escort Turnier, 1.4 Liter, Baujahr 1996, der Zahnriemen gewechselt werden muss? Ein bestimmtes Zeitintervall oder ähnliches?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz genau richtig, die Zeit spielt bei den Zahnriemen auch eine gewichtige Rolle. Abhängig ist das von der verwendeten Zahnriemenqualität und den Einbaubedingungen. Die Hersteller legen neben der Laufleistung darum auch immer eine Höchstlebensdauer der Zahnriemen fest, nach deren Ablauf der Riemen gewechselt werden muss. Beim Escort muss das spätestens nach sechs Jahren passieren, also genau jetzt, falls der Vorbesitzer Ihres Autos das nicht nachweislich (!!) schon 2002 erledigt haben sollte.

Ines Krause fragt:

Hallo Autopapst, ich fahre seit letzten November einen Opel Corsa B, Baujahr 1999. Bei hohen Temperaturen habe ich folgendes Problem. Ich fahre normal nach der Arbeit nach Hause (10 km). Das Auto stand etwa acht Stunden in der prallen Sonne und springt an. Nach etwa einer Stunde möchte ich von zu Hause aus nochmal los fahren, da springt das Auto nicht mehr an. Er dreht normal und nicht langsam (Batterie ist also gut). Ich versuche es dann etwa fünf bis sieben mal, ihn zu starten, aber vergebens. Dann mache ich die Motorhaube auf und warte etwa fünf Minuten. Danach springt er wieder an, auch wenn ich ihn dann mehrmals hintereinander starten will. Ich habe die Zündkerzen und die Zündspule wechseln lassen. Trotzdem tritt das Problem noch auf. Bei ATU, am Fehlerauslesegerät kam leider nichts raus. Können Sie mir einen Tipp geben wo die Ursache liegen könnte? Könnten sich auch nach dem Fahren Gase in den Leitungen bilden, die erst verdunsten müssen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ines, wahrscheinlich ist der Motortemperaturfühler nicht in der Verfassung (defekt!), dem Steuergerät mitzuteilen, wie warm der Motor ist. Bei Einspritzern ist die Kaltlaufregelung temperaturgesteuert, das heißt: Sie arbeitet nur dann, wenn der Motor entsprechend kalt ist. Wenn der Sensor jetzt immer «Motor kalt» signalisiert, obwohl unter der Haube Kuscheltemperaturen herrschen, kommt ein viel zu fettes Gemisch in den Brennraum und der Motor beginnt nur mühsam zu laufen. Wenn Sie dann schließlich mit dem Auto in der Werkstatt sind, ist der Temperaturfühler wahrscheinlich endlich aufgewacht und passt somit zur tatsächlichen Motortemperatur: Die Computerdiagnose findet keinen Fehler! Die Lösung des ganzen: Lassen Sie den Fühler auf Verdacht wechseln! So teuer ist das nicht, jedenfalls viel billiger als eine Endlossuche.....

Birgit Peters fragt:

Also, vor drei Monaten ging mir meine Diesel-Einspritzpumpe in die Luft, im Motorraum hat alles gekocht. Nun habe ich eine gebrauchte Pumpe einbauen lassen, die zwar funktioniert, aber mein Ford Mondeo, Baujahr 1997, Kombi Turnier, qualmt nun sehr stark. Was kann da die Ursache sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ein Diesel qualmt, wird der eingespritzte Treibstoff nur unvollständig verbrannt. Das sorgt für schwarze Wolken aus dem Auspuff und für zusätzliche Belastung der Umwelt. Als Ursache kommt neben einer fehlerhaften Einstellung der Einspritzpumpe auch mangelnder Druck vom Turbolader (z. B. wegen eines abgerutschten Schlauches...) oder ein völlig zugesetzter / verölter Luftfilter in Frage. Da die Ursachen sehr vielfältig sein können, kann ich Ihnen aus der Ferne nur sehr schlecht helfen.

Sascha fragt:

Hallo, ich habe einen Opel Corsa B 1,4 mit 90PS - und seit heute ein Problem: Der Motor klackert die ganze Zeit wie ein alter Diesel und im unteren Drehzahlbereich hat er kaum noch Leistung, Ölstand ist top. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich ein Lagerschaden (um mal die ungünstigste Variante zuerst zu nennen....). Wenn es eher hell klappert, sind es die Pleuellager, wenn es dagegen eher tiefer rumpelt, die Kurbelwellen- oder auch Haupt-Lager. In beiden Fällen ist eine Motorüberholung nötig, die den Zeitwert des Corsa bei weitem übersteigt. Es kann aber natürlich auch nur die vergessene Zange des Starschraubers zwischen Auspuffkrümmer und Schottwand sein....(das hatte ich mal, die Zange habe ich heute noch!)

O. Lindinger fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe mir gerade einen neuen Skoda Octavia bestellt. Da in der bestellten Ausführung kein Lederlenkrad enthalten war und ich ein sparsamer Schwabe bin, habe ich ein neues, originales Lederlenkrad zum halben Preis auf Ebay erstanden. Zum Tausch müsste aber der Airbag ausgebaut werden. Darf ich dies selbst tun oder entsteht hierbei ein rechtliches Problem? Die Werkstatt klemmt wohl auch nur die Batterie ab und zieht den Stecker?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Völlig richtig, Oliver, die Werkstatt klemmt auch nur die Batterie ab! Aber: Das Auto ist noch in der Garantie, und da darf einfach kein «Nicht-Vertragshändler» am Auto schrauben, aus grundsätzlichen Erwägungen! Wenn es Dir gelingt, Dein Tun spurenlos zu lassen, dann nur zu. Wie Du aber dem Autohaus das Lederlenkrad erklärst, ist dann Dein Problem. Ein echtes juristisches Problem entsteht jedenfalls nicht, fachgerecht (!!), egal durch wen, darf jederzeit auch an sicherheitsrelevanten Teilen geschraubt werden. Nur beeinflusst das eben unter Umständen den Garantieanspruch.....

Andi fragt:

Hallo, ich hoffe, dass Sie mir helfen können. Ich fahre einen Golf 3, Baujahr 92. Ich habe folgendes Problem: Der Motor lief normal, aber auf einmal gab es einen Knall und er ging aus und springt nicht mehr an. Wenn ich versuche ihn zu starten, knallt er und geht wieder aus. Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich für mich nach verkehrt aufgesteckten Zündkerzensteckern an! Haben Sie beim Aufstecken die Zündfolge beachtet (1 3 4 2)? Wenn der «Knall» während des Motorlaufs plötzlich und unerwartet auftrat, kann eigentlich nur ein Defekt am Hallgeber im Verteiler oder im Steuergerät ursächlich sein. Der Verteiler kann bei einem Boschdienst repariert werden, das Steuergerät ist bei www.hitzpaetz.de prüf- und überholbar.

Christina Luger fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Ford Fiesta, Baujahr 2004, Diesel, startet bei einer Außentemperatur unter etwa zwei Grad erst nach wiederholten Startvorgängen. Der Vorglüh-Faden leuchtet überhaupt nicht auf - ich drehe den Zündschlüssel trotzdem erst dann durch, wenn einige Anzeige-Leuchten nicht mehr sichtbar sind, beziehungsweise, wenn das Radio startet. Auch nach längerem Vorglühen startet der Motor nicht. Alle Messungen und Neuprogrammierungen in der Ford-Werkstatt waren bisher ergebnislos. Was kann ich tun? Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christina, wahrscheinlich ist der Motortemperaturfühler nicht in der Verfassung (defekt!), dem Steuergerät mitzuteilen, wie warm der Motor ist. Bei Direkteinspritzern ist die Vorglühanlage temperaturgesteuert, das heißt.: Sie glüht nur dann vor, wenn der Motor entsprechend kalt ist. Wenn der Sensor jetzt immer «Motor heiß» signalisiert, obwohl unter der Haube Minusgrade herrschen, kommt der Diesel eben nur mühsam zum Laufen. Wenn Sie dann schließlich mit dem Auto in der Werkstatt sind, ist der Motor warm und passt somit zum Temperaturfühlerwert: Die Computerdiagnose findet keinen Fehler! Die Lösung des ganzen: Lassen Sie den Fiesta über Nacht in der Werkstatt, die Jungs sollen am kalten Auto noch mal messen. Dann sieht das Ergebnis sicher eindeutiger aus.....

Ioan Carja fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Ford Escort Turnier, 1,6 Liter 16V, Baujahr 97, neigt dazu, nach etwa 400 Metern auszugehen, wenn ich Gas wegnehme. Aber das ist noch das kleinere Übel: Der erste Zylinder läuft im Leerlauf nicht mit. Zündkerzen, Zündkabel und Zündverteiler habe ich schon ersetzt. Die Batterie habe ich auch schon ab- und nach den Empfehlungen wieder angeklemmt und bin so gefahren, dass sich die Steuerung wieder einstellt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 170 km/h, der Zylinder läuft wahrscheinlich bei höherer Drehzahl mit. Die Abgasuntersuchung hat der Wagen auch nicht bestanden. Er startet einwandfrei, aber er ruckelt und ist bei niedriger Drehzahl kraftlos und träge. Kurz über Leerlauf und darüber hinaus läuft der Motor rund. Das Auto habe ich in diesen Zustand vor fünf Monaten gekauft. Ich hoffe, Sie können mir helfen, und danke Ihnen auch für die sonstigen wertvollen Tipps, die ich sehr gerne durchlese.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ioan, ich vermute, dass der Escort ein undichtes / verbranntes Ventil hat. Das kann man mit einem Kompressionstest bestätigen. Wenn der nicht mitlaufende Zylinder schlechte Kompressionswerte hat (ein deutlich schlechteres Ergebnis als die anderen drei), dürfte das das Todesurteil für den Wagen sein! Eine Motorinstandsetzung kostet mehr als ein gleich altes Auto mit funktionierendem Motor....

Michael Scheib fragt:

Hallo Herr Kessler, mein Ford Mondeo 1,8 16 V, Baujahr 1994 ruckelt hin und wieder beim Beschleunigen. Habe in der Werkstatt schon alle Zündkabel wechseln lassen, jedes Mal, wenn ich den Monteur bitte, den Wagen Probe zu fahren, tritt das Ruckeln natürlich nicht auf. Was könnte es noch sein? Wäre Ihnen für einen Tipp sehr dankbar, mit frdl Grüßen Michael

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Haben Sie denn auch neue Zündkerzen und eine neue Verteilerkappe eingebaut? Das würde ich noch machen, um diese Billigteile als Fehlerursache ausschließen zu können. Sollte das Ruckeln dann nicht weg sein, kommt noch das Drosselklappenpotentiometer in Betracht. Leider ist das dann immer noch nicht die letzte Möglichkeit, aber die wahrscheinlichste....

Stephan Großer fragt:

Lieber Andreas Kessler! Ich fahre einen Passat von 1996 (66 kW, 158.000 km) und schlage mich seit mehr als einem Jahr mit der Drehzahl des Motors rum. Teilweise hängt die Drehzahl (wenn der Motor kalt ist), teilweise tourt sie schlecht ab, bleibt also beim Schalten etwas hängen. Folgendes habe ich nun schon mehrfach versucht: Drosselklappe gereinigt, das Steuergerät zurückgesetzt, Ölabscheider eingebaut. Nach diesen Aktionen scheint es auch immer ein wenig besser zu laufen, doch nach einer gewissen Zeit habe ich dann doch wieder dieses Leerlaufproblem. Haben Sie einen Tipp. Vielen Dank und viele Grüße, Stephan Großer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stephan, kann man das Leerlaufregelventil bei Ihrem Modell einzeln ausbauen? Dann würde ich dem auch noch eine Reinigung gönnen. Sollte es eine Einheit mit dem Drosselklappenteil bilden, bleibt wahrscheinlich nur der (teure) Austausch dieses Bauteils. Leider gibt es immer wieder Bereiche, bei denen die Autokonzerne richtig zuschlagen. Offenbar muss mit Ersatzteilen für ältere Autos jetzt das Geld verdient werden, das die Fahrer dieser «Dauerläufer» beim Neuwagenkauf nicht ausgeben.....

Wollenweber fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 3 und habe folgendes Problem. Ich komme nur mit relativ viel Gas von der Stelle, selbst dann fällt die Drehzahl für einen kurzen Augenblick sehr stark ab, danach erst entwickelt der Wagen genügen Schub, um von der Stelle zu kommen. Die elektrischen Teile Zündspule, Verteilerkappe, und -Finger und Zündkerzen sind inzwischen erneuert worden, ohne Erfolg. Zudem habe ich den Eindruck, dass er zuviel Benzin frisst für eine 1,4 Liter Maschine 60 PS, Bj. `95. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Wollenweber

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Wollenweber, lassen Sie mal das Drosselklappenpotentiometer überprüfen. Leider ist dieses Teil beim Golf nicht einzeln ersetzbar, sondern nur mit dem ganzen Drosselklappenteil. Das ist ärgerlich, weil sehr teuer. Vielleicht finden Sie ein gutes Gebrauchtteil zum Testen dieser Diagnose......

Michel fragt:

Hi, warum startet meine BMW R 100 GS bei feuchtem Wetter nicht, die Batterie wird immer schwächer und nichts geht mehr. Lasse ich das Moppi dann 15 Minuten in Ruhe, startet die Maschine...eine Idee??? Danke!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michel, was bedeutet schlecht anspringen? Meinst Du zu geringe Drehzahlen durch den Anlasser oder schlechtes Anspringen trotz ausreichender Drehzahl? Wenn sie dann anspringt, läuft Sie dann sofort sauber auf beiden Zylindern, oder nur auf einem? An Deiner Stelle würde ich es bei kaltem Motor mal mit Starthilfe versuchen. Springt sie dann besser an, ist es die Batterie. Die reicht vielleicht noch den Anlasser, aber nicht mehr für die Zündung. Wenn auch das Fremdstarten nicht hilft, kannst Du nur bei den Vergasern/Choke und der Zündung suchen. Ich würde bei feuchtem Wetter immer die Zündanlage verdächtigen, aber bei der 2V -Kuh kommt davor Wasser in den Schwimmerkammern. Die sind nur mit einem geklippsten Bügel befestigt und lassen sich gut entfernen und ausleeren (meist sind in den Schwimmerkammern wasserblasen zu sehen!). Zündungsseitig sind die ersten Verdächtigen bei dieser Problematik immer die Kerzenstecker und die Zündkabel . Alles was mit Feuchtigkeit zu tun hat, hilft dem Zündstrom, einen leichteren Weg als den über die Elektroden der Kerze zur Masse zu finden. Eine weitere Ursache könnte ein gerissene Zündspule sein: Die Feuchtigkeit dringt ein und die Spannung schlägt über. Viel Spaß beim Schrauben wünscht DER AUTOPAPST

Thilo Zühlsdorf fragt:

Hallo, ich fahre einen Golf 2, Baujahr 1990, Kraftstoffart Benzin, Schaltgetriebe, Motor PN, 70PS; «ich liebe dieses Auto!» Seit einigen Wochen «kracht» es, wenn ich zu schnell vom 1. in den 2. Gang schalte. Eine schöpferische Pause beim Schalten in der Mitte tut dem Schalten derzeit gut. Bei anderen Gangwechseln ist alles normal. Ich habe schon mal etwas von defekten Synchronringen gehört. Muss das Getriebe getauscht werden? Gibt es alternative Vorgehensweisen? Danke für Ihre Hilfe! Gruß Thilo Zühlsdorf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thilo, leider hast Du nichts über die Laufleistung des Golf geschrieben, ich tippe auf irgendwas in der Nähe von 200.000 km. Das am häufigsten auftretende Problem im Zusammenhang mit Getriebegeräuschen ist beim Golf der schleichende Verlust des Getriebeöls! Versuche bitte zuerst heraus zu finden, wie viel Öl noch in der Box ist! Dazu musst Du die Öleinfüllschraube am Getriebe (ist vom linken Radkasten her zugänglich...) öffnen. Wenn sofort Öl heraus sickert, ist alles o.k. Wenn nicht, muss Getriebeöl nachgefüllt werden, bis es die Unterkante des Einfüll-Lochs erreicht. Meistens sind die Getriebeprobleme dann schon wieder weg. Wenn nicht, kannst Du Dich schon mal nach einem gebrauchten Getriebe umsehen... (4-Gang-Boxen gibt es wie Sand am Meer, 5-Gang-Getriebe sind rar und teuer...)

C. Abeler fragt:

Hallo Herr Kessler, ich besitze einen Opel Astra G, Kombi Edition 2000, Bj. 2000. Wenn ich kräftig am Lenkrad ziehe, dann bewegt es sich ein Stück (minimal) in die Zugrichtung. Das habe ich auch nur durch Zufall bemerkt. Die Opel Werkstatt sagt nun, dass ein Lager in der Lenksäule defekt ist. Die Lenksäule kann lt. Opel-Werkstatt nur komplett ausgetauscht werden, Kosten ca. 800 Euro lt. Werkstatt. Ist der Preis gerechtfertigt? Ach ja, beim Lenken merkt man überhaupt nichts, alles normal.Danke für eine Antwort, C. Abeler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Abeler, lassen Sie die Lenkung einfach, wie sie ist! Ich vermute, dass das Axialspiel aus einer ungünstige Toleranzlage der verbauten Teile resultiert. Sollten sich allerdings Geräusche oder Schwergängigkeiten einstellen, sollten Sie tätig werden. Der Umfang der Reparatur ist leider so, wie von der Opelwerkstatt beschrieben. Allein wegen dieser Ersatzteilpolitik würde ich mir keinen neuen Opel kaufen, auch wenn der Rest der Autos inzwischen wieder ganz o.k. ist!

Klaus Heilmann fragt:

Fahre seit 1 Jahr Mazda 3, Neuw.1.6 l, 105 PS, Benzin , habe allgemeine Motorlaufprobleme im kalten Zustand, schlechte Gasannahme, kein Übergang, keine Leistung. Sobald der Motor Betriebstemperatur erreicht hat, läuft er wieder Spitze. Werkstatt sagt, die Elektronik zeigt kein Fehler an, da könnten sie nichts machen. Was jetzt ?? Danke im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie mit dem Auto in der Werkstatt ankommen, ist der Motor und alle seine Bauteile warm. Damit ist der Fehler nicht diagnostizierbar. Ich vermute einen defekten Thermofühler, der auch im kalten Zustand auf «warm» steht, also die Werte für einen warmen Motor an den Rechner für die Einspritzung liefert. Wenn die Werkstatt den Wagen nach kalter Nacht an den Tester anschließt, wird sie schon etwas finden.... Allerdings müssen Sie den Wagen dann über Nacht in der Werkstatt lassen. Das dürfte in der Garantiezeit aber kein Problem sein, da Sie bestimmt einen kostenlosen Ersatzwagen haben bekommen....

Sylvia Küster fragt:

Hallo liebes Netzeitungs-Team, unser T4 läuft schon eine ganze Weile „unrund“. Die Automatik schaltet ziemlich laut und auch röhrend in den nächsten Gang hoch. Getriebeölkontrollen wurden regelmäßig gemacht. Würde ein Auswechseln des Getriebeöls und des Filters Abhilfe schaffen? Zuerst war dieses Phänomen immer nur zwischen dem 3. 4. Gang, also zwischen 50 und 80 km/h, heute ist es so gewesen, dass ich nur noch in Schrittgeschwindigkeit fahren konnte, um nach hause zu kommen, (nur einen km), beim Gasgeben röhrte der Wagen nur, aber er schaltete nicht hoch. Immer, wenn ich an einer Ampel stehen bleiben musste, wechselte ich kurz in die anderen Gänge, danach hörte er sich etwas besser an, beim losfahren, aber hochschalten wollte er trotzdem nicht. Auch waren die manuellen Gänge 1-2-3 blockiert. Wissen Sie eine alternative zum teuren Getriebeaustausch? Vielen herzlichen Dank , Sylvia Küster

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sinnvoll ist auf jeden Fall zunächst mal ein Check der Automatik bei einem Automatik-Profi. Vielleicht ist nur der Unterdruckbereich der Automatik undicht und bringt alles durcheinander. Lassen Sie sich eine gut beleumundete Automatik-Spezialwerkstatt empfehlen (Adressen weiß jeder Taxifahrer!). Dort wird man auf jeden Fall nicht sofort eine neue Automatik verkaufen wollen (das ist beim Marken-Vertragshändler fast immer der Fall: Hier wird fehlende Automatik-Kompetenz mit erhöhtem Gewinnstreben kompensiert...), sondern erst mal nach dem Rechten sehen. Ich bin gespannt, was die sagen....

Thomas Zimmer fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe einen Fiat Ducato 2,5 TDI Bj 01/97 Motorcode 8140.47. Das Fahrzeug habe ich mit einem 2. Tanksystem für Raps/Sojaöl ausgestattet und vor einem Monat hatte ich einen Motorschaden. Nun habe ich einen Komplettmotor mit ca. 70000 km von einem Schrotthändler bekommen und eingebaut. Dieser Motor ist mein Problem. Er läuft, wenn er kalt ist, schlecht an, qualmt bläulich und das Gas nimmt er erst nach ca. 500 Meter oder einer Minute Laufzeit an. Wenn der Motor warm ist, läuft er gut an, qualmt nicht und das Gas nimmt er besser an, aber erst nach ca. 1-2 sec. Den Turbo hört man Surren und dann hat er auch Leistung. Der Ladedruck wird erst langsam aufgebaut. Den Zahnriemen habe ich auch gewechselt. Momentan fahre ich nur auf Diesel. Haben Sie eine Lösung/Idee was das sein könnte? Mit freundlichem Gruß Th. Zimmer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, wie genau wissen Sie denn, ob die Steuerzeiten o.k. sind? Der Zahnriemen treibt die Nockenwelle und die Einspritzpumpe an. Selbst wenn die Ventilsteuerung perfekt gelungen ist, kann die Einspritzpumpe etwas «daneben» liegen. Haben Sie den Einspritzbeginn nach dem Zahnriemenwechsel neu eingestellt oder nur mit Markierungen gearbeitet? Wenn das so gewesen ist, müssen Sie den Spritzbeginn neu einstellen, da geht es um Millimeter..... Die von Ihnen geschilderten Symtome passen jedenfalls perfekt zu dieser Diagnose!

Helmut Behncke fragt:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Fahrzeug, Audi 100, 2,6E, Erstzulassung 02/1993, 110 kw, treten folgende Fehler auf: Das Fahrzeug hat öfter in unregelmäßigen Abständen eine Leerlaufdrehzahl zwischen 1200 und 1400 Umdrehungen. Beim Lösen des Ansaugschlauches am Geräuschdämpfer wurde festgestellt, dass die Drosselklappe, wenn eine erhöhte Leerlaufdrehzahl vorhanden ist, sehr langsam schließt. Ferner wurde zuletzt der CO-Gehalt vor beiden Lambdasonden gemessen. Linke Zylinder-Reihe: 0,6 Prozent, rechte Zylinder-Reihe 3,5 Prozent. Was könnte die Ursache dafür sein? Wo müssen wir weitersuchen? Für Ihre Antwort bedanke ich mich.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das langsame Schließen der Drosselklappe dürfte an einem verharzten Leerlaufsteller liegen. Ob der noch zu reinigen ist oder ausgetauscht werden muss, müssen Sie selbst diagnostizieren. Die unterschiedlichen CO-Werte zwischen den Zylinderbänken könnten an unterschiedlich zugesetzten AGRs (Abgasrückführungs-Ventilen) liegen, von denen der Audi V6 meiner Erinnerung nach zwei hat. Auch hier kann reinigen helfen, wahrscheinlich bleibt aber nur der Wechsel.....

Markus Preibisch fragt:

Hallo Herr Kessler, der Motor meines Opel Astra, Limousine 1,6 Liter, 100PS, Baujahr 2000, Benziner, 5. Gang, 84.000 Kilometer, wird immer lauter. Seit dem letzten Ölwechsel vor 10.000 km habe ich jetzt etwa einen Liter nachgefüllt. Die Öllampe ist nicht aufgeleuchtet. Hatte der Wagen zu wenig Öl? Meine Bremsen sind auch zu 50 Prozent runtergefahren, der Auspuff ist dicht. Habe ich mir jetzt den Motor ruiniert wegen Ölmangels? Öl verliert er nicht. Vor etwa zwei Jahren wurde die Zylinderkopfdichtung erneuert. ATU sagte, dass das Hosenrohr, das vom Kat kommt, undicht sei…

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie haben einen Ölverbrauch von 0,1 Liter / 1000 km, Markus. Das ist fast der perfekte Ölverbrauch, weil jeder Motor (zumindest etwas!) Öl verbraucht. Das Motoröl erfüllt seine Schmieraufgabe nur unter Selbstaufopferung und verbraucht sich selbst. Das weiß jeder Motorenhersteller und gibt in den technischen Unterlagen auch immer einen «normalen» Ölverbrauch von (fast immer) 1 Liter / 1000 km an. Das ist im Jahre 2006 natürlich viel zu viel und ist ein Wert aus den 50er Jahren. Sie und Ihr Motor sind also keineswegs auf dem Weg zu einem Motorschaden. Die Geräusche, die Sie hören, kommen höchstwahrscheinlich wirklich nur aus dem defekten Auspuff, was ja schnell repariert ist. Die Reparatur muss übrigens nicht, kann aber selbstverständlich bei ATU erfolgen.....

Jo fragt:

Hallo! Seit circa sieben Wochen bin ich mit einem auf LPG umgerüsteten Mercedes CLK Kompressor, 142 kW, 2295 ccm, Baujahr 1999, unterwegs. Der Wagen läuft generell prima, bis auf eine Ausnahme: Bei Kick-Down-Betrieb hat er ein Loch! Der Gasumrüster gibt sich sehr viel Mühe, um herauszufinden, woran es liegt, aber kommt nicht wirklich voran. Beim Auslesen von Daten hat sich herausgestellt, dass bei Kick-Down der Wert der Einspritzdüsen bis auf 0 fällt und zwar sowohl im Benzin- als auch im Gasbetrieb. Und jetzt kommt's: Den Benzinbetrieb scheint es nicht wirklich zu stören, aber im Gasbetrieb setzt der Motor aus. Ein Mechaniker behauptet, dass das Steuergerät abschaltet, sobald es die Meldung bekommt, dass da eine «0»ist. Frage: Warum tut es das nicht beim Benzinbetrieb und was kann man dagegen unternehmen? Noch viele herzliche Grüße.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die «0» bedeutet nichts weiter als «auf», also kein Widerstand. Übersetzt kann man das auch als Volllastanreicherung sehen, die im Benzinbetrieb natürlich funktioniert, im Gasbetrieb aber nicht oder nur unvollkommen auf den Kompressormotor abgestimmt ist. Die Gasanlage hat ja ein eigenes Steuergerät, das mehr oder weniger kunstvoll in die Bordelektronik integriert ist. Wenn das Gas-Steuergerät nicht auf die zum Kompressoreinsatz passende Gemischanreicherung programmiert ist, muss da etwas verändert / umprogrammiert werden. Eventuell ist ein kompetenter Chiptuner die richtige Adresse. Oder der LPG-Umrüster forscht bei seinem Lieferanten mal nach einer Kompressor-Variante der Software.....

Wolfgang Schildt fragt:

Moin Herr Kessler, meine Tochter hat sich vor kurzem einen Ford Ka gekauft, Baujahr 1998, Benziner, 75.000 Kilometer gelaufen, Schaltgetriebe. Da er drei Jahre lang ungenutzt und abgemeldet gestanden hatte, habe ich erst einmal einen Öl- und Kerzenwechsel machen lassen, den Keilriemen sowie den bereits mehrfach geschweißten Auspuff erneuern lassen. So, und nun kommt's. Der Ka fährt sich prima. Aber wenn er warm geworden ist, so nach etwa 20 Kilometern, ertönt ein sonores Brummen, gleichmäßig, ändert sich auch beim Beschleunigen oder Verlangsamen nicht in der Tonhöhe oder Lautstärke. Ein defektes Radlager schließe ich eigentlich aus, das Geräusch würde nicht erst auftreten, wenn der Motor einigermaßen warm ist, oder? Wenn ich kurz auf die Bremse trete, ist, während das Bremspedal getreten wird, das Geräusch ganz verschwunden, nehme ich den Fuß von der Bremse, ist es wieder da. Ein kurzes Lenken nach links lässt ebenfalls das Geräusch verschwinden, dann ist es sofort wieder da. Ich orte das Geräusch im Bereich des Vorderwagens. Vielleicht können Sie mit Ihrem Sachverstand helfen, meine Tochter traut sich kaum noch zu fahren.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolfgang, das war sicher ein Schnäppchen, und technisch sehe ich nach Ihrer Schilderung auch keine ernsthaften Probleme auf Sie zukommen. Das Brummen würde ich schon dem Radlager zuordnen, wahrscheinlich sind die Wälzkörper während der Standzeit mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen und verrostet. Wenn eine gewisse Lagertemperatur erreicht ist, wird das Schmierfett im Lager dünner und lässt dann die niedrigfrequenten Schwingungen zu. Lassen Sie beide Radlager erneuern, das ist beim Ka kein Kunststück und bezahlbar. Was nützt das schöne Auto, wenn die Prinzessin nicht damit fahren will? Da dürfte doch kein Preis zu hoch sein....

Edin fragt:

Hallo Autopapst! Ich habe da so ein Problem mit meinem Polo 6N, Bj.96. Wenn ich Ihn morgens starte, hört es sich an, als ob er nur auf 3 Kolben arbeitet und dann fängt er sich. Wenn ich an der Ampel stehe, ob kalt oder warm, läuft der Motor unruhig bei ca. 850 U./min. Und dann runter und rauf und runter und rauf. Manchmal so runter, dass er fast ausgeht und dann fängt er sich wieder. Manchmal geht er auch einfach aus. Laut VW-Diagnosegerät gibt es keine Fehlermeldungen, alles ist okay. Der Verbrauch liegt so um die 10 l/km. Der Euro2-Kat hört sich nach meinem Ermessen sehr metallisch an, ob da ein Blech lose ist. Ist der Polo 6N ein Einspritzer? Ach, noch was: die bei der AU konnten mir keine Bescheinigung geben, da sie den Motor nicht einstellen konnten. Die meinten, Lambdasonde wäre kaputt, aber VW sagt, ist okay. Ist der Kat defekt? Relais von der Bezinpumpe? Einspritzdüse? oder elektr. Zündspule bzw. Steuergerät? Ich hoffe, dass ich nicht zuviel geschrieben habe. Bitte um Hilfe auf meine e-mail

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Edin, ich vermute zwei sich überlagernde Probleme. Der relativ hohe Verbrauch kann sehr wohl an einer defekten Lambdasonde liegen. Diese Diagnose lässt sich leider nur durch den Austausch der Sonde überprüfen (was aber bezahlbar sein sollte...). Des weiteren würde ich die 3-K-Lösung anwenden, nur mit guten Kerzen, funktionierenden Zündkabeln und einer neuwertigen Verteilerkappe läuft ein Motor zuverlässig und sparsam. Das «Motorsägen» würde ich mit der Reinigung des Leerlaufregelventils bekämpfen. Wenn diese Maßnahme nicht zum Erfog führt, kommt nur noch die Reinigung des verharzten Leerlaufstellers als Kur in Frage. Der Polo ist übrigens ein Einspritzer, die letzten Vergaser hat VW mit dem Polo II / Golf II aus der Produktion genommen.

Erwin Engeln fragt:

Hallo. Ich besitze eine Quad Aeon Cobra, die ich letztes Jahr im September zur Inspektion zur Werkstatt brachte. Nach ca. 60 km blieb ich mit meinem Quad stehen, da der Motor anfing zu klappern. Diagnose: Motorschaden durch Ölmangel!! Ein Gutachter bestätigte dies, und kontrollierte noch die Ölpumpe, welche jedoch noch funktionierte. Des weiteren konnte er nichts feststellen, dass der Motor Öl verloren hat. Nun kam es zur ersten Gerichtsverhandlung, und man sollte es nicht glauben, der Richter beharrt auf die Betriebserlaubnis, wo steht: vor jeder Fahrt den Ölstand kontrollieren. Dieses ist natürlich jetzt nicht einfach für uns, das einzige was ich glaube ist, das schon bei der Probefahrt nach der Inspektion durch die Werkstatt der Motor schon einen leichten Schaden mitbekommen hat, die dann nach ca.60 km zum Stillstand führte. Können Sie mir bei meiner dringlichen Angelegenheit helfen, und ob man trotzdem nach einer Inspektion den Ölstand kontrollieren muss?? Vielen Dank, Erwin Engeln

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Erwin, hier muss des Technikers Rat schweigen! Ich bin kein Jurist, kenne die Vorgeschichte nicht und weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung, dass in diesen Fällen nur Entscheidungen des lieben Gott´ und eben von Richtern Probleme lösen. Die Entscheidungen von letzteren sind dabei oft leider alles andere als göttlich.....

Can Gercekoglu fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Bravo JTD mit einem Zusatzsteuergerät von Novitec. Der Wagen hat 140 TKM gelaufen, fast nur Autobahn, oft auch mit hoher Geschwindigkeit. Seit kurzem ist die Wassertemperatur etwas niedriger als früher. Heute bin ich auf der Autobahn liegen geblieben, die Drehzahl sank von 4000U/min auf null und der Wagen sprang nicht mehr an, ich meinte, etwas leicht Verbranntes zu riechen. Nach einigen Minuten sprang der Wagen bei vermutlich normaler Leistung wieder an, ging aber nach einigen Minuten wieder aus und dann nach einigen Minuten wieder an etc. Würde mich sehr über einen Ratschlag freuen und bedanke mich herzlichst im Voraus! Viele Grüße.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Entweder ist das Novitec-Steuergerät «abgeraucht» oder der Hall-Geber im Verteiler hat eine Macke. Ein Autoelektriker / Bosch-Dienst sollte Ihnen weiter helfen können.....

Christian Holzmann fragt:

Hallo Herr Kessler! Mein Mazda 626, BJ 97, Automatik, 120 PS, ruckelt seit einiger Zeit im Bereich von 1600 bis knapp 2000 Touren, immer dann, wenn ich langsam Gas gebe. Wenn ich etwas mehr Gas gebe, schaltet er ja in den unteren nächsten Gang und fährt mit höherer Tourenzahl, da tritt das Problem nicht auf. Könnte das ein Problem mit den Zündkerzen oder dem Vergaser sein, oder hat das eher etwas mit der Automatikschaltung zu tun? Vielen Dank im Voraus! Christtian Holzmann


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Christian, der 626 von vor 9 Jahren hat natürlich längst keinen Vergaser mehr! Die Zündkerzen sind vielleicht nicht mehr ganz taufrisch, aber immerhin lassen Sie den Wagen ha anspringen. Ich tippe eher auf das Drosselklappenpotentiometer, das einfach verschlissen ist. Hoffentlich gibt es das Teil als Ersatzlieferung ohne den Rest der Einspritzanlage «im Verbund» (machen die Japaner aus «Logistikgründen» gerne mal...). Viel Erfolg bei der Reparatur wünscht der AUTOPAPST

Wolfgang Höhl fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Passat, 136 PS 16V, Baujahr 1991. Nach dem Kaltstart fahre ich in etwa 800m, dann fängt er an zu stottern. Nach kurzer Zeit, wenn er dann richtig warm ist, kann die Fahrt fortgesetzt werden. Zündkabel und Kerzen wurden erneuert, aber keine Abhilfe. Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Höhl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Hallo Wolfgang, lassen Sie sich vom VW-Händler zeigen (oder suchen Sie selbst mit Hilfe eines der einschlägigen Schrauberbücher...), wo der Motortemperaturfühler sitzt. Dann kaufen Sie am Ersatzteiltresen einen neuen und wechseln diesen gegen den alten aus. Das war es......

Frank Bühler fragt:

Hallo Herr Kessler, habe jeweils ein Problem mit meinen beiden Volvos: Nr.1 ist ein Volvo 440Turbo (Benziner), Bj.´91: Die Abgaswerte sind völlig daneben:
Bei Leerlaufdrehzahl: CO = um die 3 %volHC = 170 - 180 ppmLambda-Wert fett bei 0.950 - 0.930; CO2= 12-13 %volO2 = 1-1,5 %vol.Bei erhöhtem LL (ca. 3000 U/min): CO = 6,8 - 7,3 %volHC = 230 - 250 ppmLambda-Wert sehr fett bei 0.810 - 0.840; CO2= 10,4 - 10,8 %volO2 = 0,5 - 0,8 %vol.Mit einem anderen LMM passiert das Gleiche, nur dass der Motor die ersten 20-30 sec. mit normalen Werten läuft und dann langsam wieder zu den schlechten Werten zurückkehrt - beim Rücktausch des LMM dasselbe Phänomen... -> Soll ich nun mal die Lambda-Sonde tauschen? (Kabel und Steckverbindungen habe ich kontrolliert)Nr.2 ist ein Volvo C70, 2,4T Coupe, Automatik mit knapp 40.000 Kilometern, Bj. 2002: Beim leichten Gasgeben bzw. Gaswegnehmen (ohne das die Automatik schaltet) im 4./5. Gang (ca.65 / 80 km/h) habe ich ein leichtes und kurzes, aber spürbares Ruckeln bei ca. 1600 U/min? Was könnte das sein? Vielen Dank für Ihre Antworten. Mit freundlichen Grüßen Frank Bühler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, mit Ihrer Diagnose bezüglich des 440 Turbo liegen Sie vollkommen richtig! Mit einer neuen Lambda-Sonde dürfte wieder alles im grünen Bereich sein (das stimmt dann mal wirklich: Bei der AU werden die «guten» Werte immer mit grünen Bildschirmen, die «schlechten» mit roten symbolisiert...). Das «Rucken» beim C70 Coupé ist nicht so ohne weiteres zu diagnostizieren: Hier reicht das Möglichkeitenspektrum von einem Softwarefehler im Automatik-Steuergerät über Undichtigkeiten im Ansaugtrakt bis zum guten alten Drosselklappenpoti. Mit diesem Problem sollten Sie in eine gute Werkstatt fahren, das muss «erfahren» werden.....

Sebastian Pfeiffer fragt:

Hallo. Ich fahre einen Golf 2, 1.8 GT, 19E, 66 kW, Baujahr 1989, Benziner, 5-Gang Schaltgetriebe. Beim Fahren bemerke ich ein übermäßiges Lenkradruckeln, welches erst bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn etwas nachlässt, aber nicht ganz verschwindet. Könnten die vorderen Radlager schuld sein, oder verstellte Spur/Sturz-Werte? Besten Dank und Gruß, Sebastian
Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sebastian, haben Sie gerade die Winterräder montiert? Bei welcher Geschwindigkeit beginnt das Ruckeln? Wenn es zwischen 110 und 120 km/h anfängt und bei 150 km/h fast wieder weg ist, dürfte es an schlecht ausgewuchteten Vorderrädern liegen. Wenn es keinem Geschwindigkeitsbereich zuzuordnen ist, tippe ich auf defekte Stoßdämpfer, die die Vorderräder «tanzen» lassen. Das ist im Lenkrad u. U. deutlich spürbar.

Norbert Hartwig fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Fahrzeug, ein Ford Mondeo Turnier, Baujahr 1993-1996, Benziner, Schaltwagen, fährt nur auf drei anstatt auf vier Zylinder. Woran kann das liegen? Kabel und Zündkerzen sind in Ordnung, denn ich wollte einen KLR-Regler einbauen lassen. Können Sie mir vielleicht helfen? Vielen Dank für Ihre Mühe. Mit freundlichen Grüßen Norbert Hartwig
Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Hartwig, wie sieht denn die Zündkerze des «toten» Zylinders aus? Völlig nass oder fast rostig braun und trocken? Wenn die Kerze tropfnass ist, wird der Zylinder mit Kraftstoff versorgt, aber nicht gezündet. Dann kann das Problem nur aus Richtung Zündanlage kommen. Tauschen Sie versuchsweise mal Kerze und Kabel gegen die Teile eines anderen Zylinders. Wenn das Problem «wandert», müssen Sie eine neue Kerze und / oder ein neues Zündkabel besorgen. Wenn sich nach dem Probetausch nichts verändert, kommt noch die Verteilerkappe in Frage. Ist die Kerze trocken, würde ich mir die Einspritzdüse vornehmen (auch mit einem anderen Zylinder tauschen). Wenn Sie damit nicht weiter kommen, bleibt eigentlich nur noch ein Kompressionstest. Wenn der defekte Zylinder keine oder nur sehr schwache Werte hat, liegt es am Ventiltrieb. Mehr Möglichkeiten gibt es nicht.

Günter Schröder fragt:

Lieber Herr Kessler, bei meinem Ford Mondeo, 1,6 16V, Bj. 93, ist der Zahnriemen gerissen Wo finde ich die Markierungen für die Steuerzeiten und wie müssen die Nockenwellen stehen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich hasse eigentlich Verweise auf andere Quellen, in diesem Fall sagt aber wieder ein Bild mehr als 1000 Worte: Besorgen Sie sich eins der einschlägigen Auto-Bastel-Bücher! Besser als auf den Zeichnungen kann ich die Antwort auf Ihre Frage einfach nicht formulieren. Vor dem Start der Bastelei würde ich aber jedenfalls den Zustand der Ventile überprüfen. Wenn die nämlich aufgesetzt haben, ist eine Überholung des Zylinderkopfes fällig.....

Steffen fragt:

Ich besitze einen Renault 21, Bj.´89. Leider kann ich, wenn der Motor läuft keinen Gang mehr einlegen. Ist der Motor aus, kann man prima alle Gänge einlegen. Rein optisch tut die Kupplung ihren Dienst. Nun ist mir aufgefallen, dass das Schaltgestänge sehr locker ist. Spielt das auch eine Rolle? Bei der Ferndiagnose in der Werkstatt, sagte man mir, dass die Kupplungsscheibe höchstwahrscheinlich der Auslöser ist. Da mir an dem Wagen sehr viel liegt, ich aber nicht sicher bin ob ich jetzt ca. 650 Euro investieren soll, ist meine Frage, ob es auch noch andere Gründe geben könnte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde der Werkstattdiagnose zustimmen! Die Kupplung trennt nicht mehr und lässt das Getriebe auch mit getretenem Kupplungspedal ständig mitdrehen. Wenn das Auto wirklich noch gut ist, würde ich Kupplung erneuern lassen. Es muss ja nicht bei 650 Euro bleiben, holen Sie sich noch mindestens zwei Vergleichsangebote ein. Das müsste eigentlich auch billiger gehen.....

Rainer fragt:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Saab 900i, Bj. 89. Seit dem letzten Urlaub ist mir aufgefallen, dass der Motor im Leerlauf unrund läuft. In unregelmäßigen Abständen scheint keine Zündung stattzufinden. Die Zündung habe ich schon untersucht. Eventuell undichte Schläuche am Einspritzsystem und dem Zündverteiler habe ich auch schon ersetzt. Das hat nichts genützt. Neulich ist mir aufgefallen, dass aus dem Tank ein schlürfendes Geräusch kommt. Zwischen der Benzinpumpe (extern) und dem Tank kann man es hören. könnte das damit zusammenhängen? Bei getretenem Gas läuft der Motor rund wie eh und je. auch im Schiebebetrieb ruckelt es. Vielleicht können Sie mir helfen. Vielen Dank und viele Grüße Rainer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Gerade bei den alten Schweden ist die 3-K-Lösung immer wieder für wunderbare Erfolge in Sachen Motorrundlauf gut.... Besorgen Sie sich Zündkerzen, Zündkabel und eine neue Verteilerkappe mit -finger und bauen Sie das ganze Geraffel ein. Bei der anschließenden Probefahrt müsste eigentlich alles wieder ganz «smooth» laufen. Eine weitere Problemquelle kann das Benzinpumpenrelais sein (Aufschrift im Sicherungskasten: «Bränslepump»)

Martin Kommeter fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Opel Frontera 2.2, 16 V, Baujahr 1996 mit vier Türen. Nachdem meine Lichtmaschine defekt war und ich sie ausgetauscht habe und die Batterie neu geladen habe, funktioniert meine Wegfahrsperre nicht mehr. Diese funktioniert noch mit Schlüsselanhänger und wurde damals nachträglich eingebaut. Da das Unternehmen, welches diesen Einbau vorgenommen hatte, nicht mehr existiert, habe ich Probleme, meinen Wagen wieder zum laufen zu bringen. Da dieses Auto ja schon älter ist, würde ich auf die Wegfahrsperre auch verzichten. Können sie mir da einen Tip geben? Die Firma Opel kann es nämlich nicht. Mit freundlichen Grüßen Kommeter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, die seinerzeit nachträglich eingebaute Wegfahrsperre unterbricht bei Aktivierung meistens drei Stromkreise: Anlasserstromkreis, Zündung und Benzinpumpe. Die entsprechenden Kabel laufen in einem Steuergerät zusammen und werden nicht «freigeschaltet», wenn der Transponder nicht an der richtigen Stelle sein Signal erhält. Ein inzwischen sehr probates Mittel ist der komplette Ausbau der mittlerweile recht betagten Anlagen. Hier muss eigentlich nur der im Schaltplan des Frontera aufgezeigte Zustand wieder hergestellt werden. Wohl dem, der einen Schaltplan hat....

Michaela Heininger fragt:

Lieber Herr Kessler, ich versuche mal, mein langjähriges Problem zu schildern. Ich besitze ein Golf I Cabrio, BJ 87, mit einem JH Motor, 70 KW, G-Kat, 1,8 LiterTyp 155, Schlüsselnummer zu 2 0600 und zu 3 6660106. Ich habe dieses Problem nunmehr seit über drei Jahren und so lange steht es fast ausschließlich in der Garage. Alles fing damit an, dass ich auf der Autobahn im Stau zum Stehen kam und mit viel Mühe den Seitenstreifen erreichte. Mein Auto sprang nicht mehr an, weil es heiß wurde. Die Temperaturanzeige ging genau bis 3/4 aber nie in den roten Bereich. Nach einer halben Stunde Abkühlung, sprang er wieder an und fuhr langsam auf dem Seitenstreifen weiter, bis ich mich wieder auf die Autobahn traute. Ich kam bis Berlin und zurück ohne weitere Zwischenfälle. Dann fing es an, dass mein Auto im Stadtverkehr zu kochen anfing, jedes Mal, wenn ich öfters halten musste. Bei freier Fahrt blieb die Temperatur konstant in der Mitte. Es kam meistens soweit, dass der Motor ausging, als ich diese 3/4 Marke erreichte. Und ich musste schon des Öfteren von der Straße geschoben werden und oft blockierte ich den kompletten Verkehr.

Dann fing ich an. Zuerst tauschte ich den kompletten Motor, weil ich dann auch noch einen Getriebeschaden hatte. Mit Ansaugbrücke und allen Anbauteilen, bis auf die Einspritzanlage und den Luftfilter. Das Problem blieb bestehen. Ich wechselte den Kühler (entlüftet selbstverständlich), neue Schläuche, andere Einspritzpumpe, anderer Luftfilter. Ich habe bei mir dieses Powerrohr verbaut. Zündkabel, Verteilerdeckel, Zündspule, Zündkerzen. Alles wurde getauscht. Auf einen Tipp hin, hab ich auch die Vorförderpumpe getauscht, auch ohne Erfolg. Ich musste noch einmal das Getriebe wechseln und somit wurde auch die Kupplung erneuert. Er erhitze sich weiter. Was er bis heute noch tut. Mein Verdacht war der Kat, dass der zu geht, wenn er heiß wird. Aber dann wäre keine Abgasuntersuchung möglich, was aber ging. Im Stand, läuft er fünf Stunden ohne aus zu gehen. Hat man mir gesagt, ob das stimmt, weiß ich nicht. Fahre ich, ist die Temperatur mittig. Muss ich öfters anhalten oder steh etwas länger, wird er heiß und geht aus. Nach einer halben Stunde springt er dann wieder an.

Ich habe viele Freaks und VW- Meister befragt, alles ohne Erfolg. Mein Verdacht wäre jetzt noch die Elektrik, aber wo? Ich habe mir mal sagen lassen, das dieses Modell gerne Probleme am Sicherungskasten hat. Um es ausdrücklich zu wiederholen, ich habe alles getauscht im Motorraum, was es zum Tauschen gab. Wie oben beschrieben. Nun hoffe ich auf die Hilfe vom Autopapst :o) Ich wiederhole mich, seit drei Jahren, kämpfe ich mit mir und dem Geist meines Autos. Liebe Grüße und in hoffungsvoller Erwartung zum Lösen dieses Problems Michaela Heininger


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michaela, da haben Sie ja schon ein ordentliches Stück Arbeit hinter sich.... Ich bin beim Lesen über eine Stelle gestolpert: Der Motor geht aus, wenn das Kühlwasserthermometer auf 3/4 steht! Das ist wahrscheinlich der Moment, in dem der Thermoschalter den Ventilator einschalten will. Läuft der Ventilator denn an? Funktioniert er überhaupt? Ich kann mir nur eine elektrische Macke (Massefehler, hängendes Relais, Riss in der Relaisplatte...) vorstellen, die mit dem Thermoschalter im Kühler zusammen hängt. Wenn der Wagen abgekühlt ist, fällt der Thermoschalter wieder ab und alles funktioniert wieder. Prüfen Sie doch mal den Stromkreis rund um den Thermoschalter bzw. simulieren Sie durch Kurzschließen einen eingeschalteten Zustand. Es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn Sie dem Kupferwurm nicht auf die Schliche kommen.....

Volker Pfau fragt:

Hallo, der Motor von meinem Golf IV geht einfach aus. Der ADAC hat mit seinem Testgerät herausgefunden, dass der Luftansaugsensor defekt sein soll. Kann man diesen selber auswechseln? Wenn ja, wo befindet sich der Sensor? Vielen Dank für die Antwort Volker

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Volker, ich nehme an, mit «Luftansaugsensor» ist der «Luftmassenmesser» gemeint. Den gibt es als Ersatzteil für 75 Euro im Zubehörhandel. Dort wird man Ihnen auch gerne zeigen, wo der im Auto sitzt und wie er eingeclipst wird....

Martin Rowek fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, seit zwei Jahren beobachte ich, dass mein VW Golf II (Baujahr '92) bei kühleren Jahreszeiten (Herbst/Winter) stottert und ruckelt, meist bei Beschleunigung oder bei Freigabe des Gaspedals. Bereits drei Mal trat das Stottern erst nach 200 km Autobahnfahrt ein. Manchmal auch schon nach den ersten Kilometern. Bislang wurden folgende Ursachen erkannt und behoben: Zündkabel, Lambda-Sonde und Wartung am Luftmengenmesser- oder Luftmassenmenger. Hier klemmte wohl die Stauklappe etwas.

Neulich war ich wieder wegen dem Stottern in der Autowerkstatt. Es wurde nichts gefunden und auf den letzten Fahrten trat auch kein Stottern mehr auf. Die Zündanlage sei angeblich o.k. und auf Verdacht wollte er keinen neuen Luftmengenmesser einsetzen. Der Mechaniker vermutete auch Wasser im Tank. Welche Ursachen könnten dieses offenbar sporadisch auftretende Stottern sein? Was hilft gegen Wasser im Tank? Das Stottern macht sich durch ruckartigen und impulsartigen Geschwindigkeitsabfall bemerkbar. Mit freundlichem Gruß Martin Rowek


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, Sie haben leider nicht geschrieben, was für ein Motor unter der Golf-II-Haube wohnt.... Ich gehe einfach vom meistverkauften 40kW-Modell aus! Da ist ein gerissener Ansaugflansch eine sehr häufige Problemursache. Zum Testen reicht ein versuchsweises Wackeln am Luftfilter: Wenn der Motor dann sofort zu stottern beginnt, muss ein neues Gummi-Metall-Element zwischen Einspritzung und Ansaugkrümmer montiert werden.....

Thorsten K. fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe folgendes Problem: Ich fahre einen Nissan Micra K10 Bauj. ´90. Wenn das Fahrzeug Betriebstemperatur erreicht hat, geht der Motor einfach aus und lässt sich dann nur noch mit Vollgas starten. Sobald der Motor abgekühlt ist, läuft er wieder einwandfrei.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte an der Starterklappe des Vergasers liegen! Nehmen Sie mal den Luftfilter ab und prüfen Sie, ob die Starterklappe bei voll eingeschobenem Choke-Zug auch wirklich auf ist (senkrecht steht!). Wenn nicht, überfettet das Gemisch total und der Motor stirbt ab. Eigentlich eine Kleinigkeit.....

Carsten Didi fragt:

Genau wie mein Vorredner Giovanni di Fiore fahre ich einen Fiat Panda, bei dem die Drehzahl an der Ampel immer hoch ging. Die einfache Lösung des Problems war ein neuer Unterdruckschlauch am Vergaser, da der alte porös war. Die Rote Lampe, auf der die Düse abgebildet ist, leuchtet aber immer noch auf, wenn ich mit ca. 130 km/h unterwegs bin und es fühlt sich an, als ob die Zündung aussetzt, bis ich vom Gas gehe. Nach wenigen Sekunden geht die Lampe aus und alles funktioniert einwandfrei. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Denkbar ist zum Beispiel, dass der Panda auch nach erfolgter Reparatur immer noch im Notlauf-Modus läuft, weil der Fehlerspeicher nicht gelöscht worden ist. In jedem Fall muss also der Fehlerspeicher ausgelesen werden (wo, bleibt Ihnen überlassen....) und ggf. weitere Bugs behoben werden. Meiner Meinung nach reicht aber ein Rücksetzen des Fehlerspeichers, um alles wieder in Ordnung zu bringen.

Hans Heyer fragt:

Hallo, ich fahre einen Renault Clio II, Typ B, Baujahr 2000, 75 PS und 88.000km gelaufen, tanke Super. Seit ein paar Wochen macht er mir im Leerlauf Probleme. Er schwankt in den Drehzahlen dann zwischen 1000 und 500. Läuft unruhig. Wenn ich zum Beispiel an einer Kreuzung halten muss und dementsprechend die Kupplung trete, geht er teilweise auch aus. Es ist auch schon vorgekommen das er beim Starten ohne Gas zu geben sofort wieder aus geht. Das seltsame ist, das es Tage gib, an denen er keinerlei Probleme macht, so auch, als ich vor ein paar Tagen in der Vertragswerkstatt war. Dort wurde er an die Systemdiagnose oder so angeschlossen und es gab wohl ein paar Abweichungen, diese wurden behoben, aber keine Besserung. Haben Sie einen Tipp, was das sein kann? Hab schon die schlimmsten und vor allem teuersten Theorien gehört. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Fehler nur ab und zu auf tritt, würde ich das Leerlaufregelventil und den Leerlaufsteller verdächtigen. Lassen Sie das Leerlaufregelventil mal richtig sauber machen und den Leerlaufsteller prüfen und schmieren. Wenn das Problem dann weg ist, aber nach einiger Zeit wieder kommt, mus das Leerlaufregelventil gewechselt werden.