Autofahrer meiden Tankstellenshops

Deutlicher Absatzrückgang

Ernüchternde Tankquittung © ADAC

Die Autofahrer machen einen Bogen um Tankstellenshops; sie empfinden die Preise im Vergleich zum Einzelhandel als zu hoch. Der Gewinn der Pächter ist deutlich zurückgegangen.

An der Tankstelle gibt es längst nicht mehr nur Kraftstoff für das Fahrzeug. Nahezu alle Stationen der Hersteller wie beispielsweise Aral, BP oder Shell verfügen über Shops, wo sich Zeitungen, aber auch Getränke, Blumen oder kleine Spielzeuge wie Modellautos kaufen lassen. Allerdings greifen immer weniger Autofahrer im Tankstellenshop zu. Nach Angaben des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland stagnieren die Shopumsätze weiterhin oder gehen sogar zurück.

Preise an Tankstellen zu hoch

Verantwortlich hierfür sind verschiedene Gründe: Einerseits ist durch längere Ladenöffnungszeiten auch noch spät ein Besuch im Supermarkt möglich, andererseits werden die Preise an der Tankstelle als zu hoch empfunden. Wenn es sich vermeiden lässt, führt der Weg deshalb eher in den Einzelhandel als an die Tankstelle.

Einbrechende Gewinne sind für Tankstellenpächter die Folge: In den westdeutschen Bundesländern haben die Betreiber im Jahr 2010 einen durchschnittlichen Gewinn von 29 766 Euro gemacht, was einem Rückgang von 10,51 Prozent entspricht. An Tankstellen im Osten der Bundesrepublik ist der Jahresgewinn gar um 17,95 Prozent auf 25 549 Euro geschrumpft. (mid)