Temposünder: Fahrer eines Tesla lieben es schnell

Das Tesla Model X © Tesla

Bei Tempoverstößen sind in den Niederlanden vor allem Fahrer eines Tesla auffällig.  Drei Viertel der dort gemeldeten E-Autos der Marke wurden 2017 mindestens einmal bei einem Tempoverstoß erwischt.

Das teilte das staatliche Statistikamt CBS mit. Damit liegen die Modelle von Tesla in der Statistik deutlich vor den üblichen Verdächtigen der europäischen Premiummarken. Bei Audi auf Rang zwei betrug die Raser-Quote 47,9 Prozent, bei BMW 45,7 Prozent. Auf Rang vier landete Volvo mit 45,1 Prozent.


Die wenigsten Tempolimit-Verstöße sammelten die Fahrer von Modellen der Marke Suzuki, Daihatsu und Daewoo. In allen drei Fällen liegt der Strafzettel-Anteil bei rund 20 Prozent.

E-Autofahrer schnell unterwegs

Allgemein scheinen es Fahrer von elektrifizierten Autos in Holland mit dem E-Tempolimit nicht so eng zu sehen. So qualifizierten sich 2017 rund 63 Prozent aller Pkw mit Plug-in-Hybridantrieb für ein Knöllchen mit Geldstrafe, bei den vollelektrischen Modellen waren es 45 Prozent. Zum Vergleich: Bei Diesel-Pkw lag die Quote bei 46 Prozent, bei Benzinern bei 28 Prozent. Eine Erklärung für dieses Phänomen hat die CBS nicht.

Die Geschwindigkeitsüberwachung in Holland ist relativ streng. Schon bei geringen Übertretungen des Limits gibt es teils saftige Strafen. Schon wer 5 km/h zu schnell ist, zahlt mindestens 30 Euro, ab 50 km/h sind es 660 Euro. Entsprechend zurückhaltend sind die meisten Fahrer unterwegs. In der CBS-Statistik liegt die mittlere Geschwindigkeitsüberschreitung bei keiner der 30 Top-Marken höher als bei 9,3 km/h. (SP-X)