Tesla bannt Feuergefahr bei Elektroauto Model S

Titanplatte eingesetzt

Tesla bannt Feuergefahr bei Elektroauto Model S
Tesla weitet den Verkauf aus. © Tesla

Tesla hat beim Model S Vorsorge gegen mögliche Brandgefahren getroffen. Um die Batterie vor Kurzschlüssen zu schützen, wurde der Unterboden verstärkt.

Als Ende vergangenen Jahres mehrere Tesla Model S in den Vereinigten Staaten Feuer fingen, war die Besorgnis groß: Sind Elektroautos unsicher? Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat die Vorfälle untersucht, nun haben die Experten das Verfahren eingestellt. Unter anderem, weil Tesla zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen hat.

Tesla greift auf Titan zurück

Dabei wurde vor allem der Unterboden verstärkt. Bei einem der drei Unfälle, bei denen eine Elektro-Limousine in Flammen aufging, hatte der Fahrer zuvor ein großes Metallteil überfahren, das den Unterboden des Model S aufschlitzte und für einen Kurzschluss im Batteriemodul sorgte.

Nun soll eine Titanplatte, wie sie nach Aussage von Tesla-Chef Elon Musk sonst üblicherweise in Flugzeugen oder beim Militär genutzt wird, vor derartigen Einschlägen schützen. Eine hohle Aluminiumstange sowie ein Schutzschild aus Aluminium sollen außerdem bei einem Unfall Aufprall-Energie aufnehmen. Die NHTSA ist mit den zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zufrieden. Die Experten hätten keine generellen technischen Probleme feststellen können, heißt es.

Dreifach-Schutzschild von Tesla

Alle Modelle ab Produktionsdatum 6. März laufen mit dem Dreifach-Schutzschild vom Band. Zuvor produzierte Autos kann man laut Musk kostenlos nachrüsten lassen. Für das junge Start-up Tesla war die Brandserie ein Image-Gau, galten die Model S doch zuvor aufgrund eines mit Bestnoten bestandenen NHTSA-Crashtests als besonders sicher.

Auf dem Tesla-Blog hat Musk nun Videos gepostest, auf denen die Amerikaner ein Fahrzeug mit dem verstärkten Unterboden über verschiedene Hindernisse fahren lassen. Eine Kamera unter dem Auto zeigt, dass die Gegenstände dem Unterboden nichts anhaben können.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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