Verkehrswacht für Tempomessung über längere Strecken

Umstellung der Geschwindigkeitsüberwachung

Die Verkehrswacht fordert Tempomessungen über lange Strecken.
Die Verkehrswacht fordert Tempomessungen über lange Strecken. © dpa

Tempomessungen sollten über lange Strecken statt mit stationären Blitzern erfolgen. Eine entsprechende Forderung kommt von der Deutschen Verkehrswacht. Einen entsprechenden Modellversuch gibt es bereits in Niedersachsen.

Die Deutsche Verkehrswacht hat sich für eine Umstellung der Geschwindigkeitsüberwachung auf Straßen mit erhöhter Unfallgefahr ausgesprochen. Anstelle von stationären Blitzern sollte an Unfallschwerpunkten auf Autobahnen oder Landstraßen die Geschwindigkeit über eine längere Strecke gemessen werden, forderte der Präsident der Deutschen Verkehrswacht, Kurt Bodewig, am Samstag nach der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Erfurt. Die Messung über eine lange Strecke sage mehr über das Fahrverhalten aus.

Rechtliche Grundlagen ändern

Dazu gibt es bereits einen Modellversuch in Niedersachsen, der nach dem Willen der Deutschen Verkehrswacht nun bundesweit umgesetzt werden soll. Zunächst müssten dafür jedoch die rechtlichen Grundlagen in den jeweiligen Polizeigesetzen der Länder oder in einem Bundesgesetz geschaffen werden, sagte Bodewig. Der frühere Bundesverkehrsminister wurde in Erfurt erneut zum Präsidenten der Organisation gewählt. Damit steht er für weitere drei Jahre an der Spitze der Verkehrswacht, für die sich nach eigenen Angaben mehr als 60 000 Ehrenamtliche engagieren.

Die Verkehrswacht forderte zudem eine Begrenzung von ablenkenden Informationen auf Smartphones, die im Autoetwa als Navi genutzt werden. Hierzu seien Regelungen für die Anbieter von Telekommunikationsleistungen sowie für die Gerätehersteller nötig. (dpa)