Hohe Benzinpreise: Wer clever fährt, spart Sprit

Hohe Benzinpreise: Wer clever fährt, spart Sprit
Mit ein paar Tipps lässt sich der Durst des eigenen Fahrzeugs zügeln © SP-X

Tanken ist aktuell ein besonders teurer Spaß. Wer ein paar Regeln beachtet, kann wenigstens den Verbrauch senken.

Die Spritpreise sind seit Jahresbeginn kontinuierlich gestiegen, so dass teurer Treibstoff an deutschen Tankstellen Alltag ist. Zwar haben Autofahrer wenig Einfluss auf die Preisgestaltung, sie können aber durch ihr Verhalten und ihre Fahrweise sparen.


Auch wenn es nach einer Binsenweisheit klingt: Über das größte Sparpotential verfügt der Autofahrer. Wer mit Köpfchen und Übersicht unterwegs ist, spart Sprit. Vollgasfahrten gilt es zu vermeiden. Wie sparsam Fahren auf der Autobahn mit Richtgeschwindigkeit sein kann, hat jeder erlebt, der eine größere Strecke auf den tempolimitierten Magistralen im Ausland gefahren ist.

Neben Rasen sollte man auch möglichst auf Kurzstreckenfahrten verzichten. Der Wagen verbraucht hier um ein Vielfaches mehr als auf längeren Strecken. Für kurze Wege ist es besser, aufs Rad umsteigen oder zu Fuß gehen.

Frühes Hochschalten senkt Drehzahlen

Dachbox und Gepäckträger nach Gebrauch am besten abbauen. Foto: TÜV Süd

Ebenfalls wichtig ist frühes Hochschalten: Moderne Benziner stellen gute Drehmomentwerte bereit, so dass auch untertouriges Fahren kein Problem darstellt. Selbst viele Kleinwagen geben über eine Anzeige Empfehlungen zum Schalten. Zunächst kann es ungewohnt sein, im hohen Gang durch eine Ortschaft zu rollen, man gewöhnt sich aber schnell daran, die Vorgaben zu befolgen – zumal wenn der Bordcomputer weniger Verbrauch anzeigt.

Der Spritkonsum hält man auch in Grenzen, wenn man vorausschauend fährt. Ist eine rote Ampel in Sichtweite, kann man den Wagen langsam ausrollen lassen und so spät wie möglich auskuppeln, um die Schubabschaltung des Motors zu nutzen. Geht der Fuß vom Gas, sperren die Einspritzaggregate die Kraftstoffzufuhr, gleichzeitig bremst der Motor den Wagen, ohne Sprit zu verbrennen.

Elektrische Verbraucher im Blick behalten

Spritsparen gelingt auch bei Stillstand – entweder von ganz allein oder mit einer kleinen Bewegung. Ist eine Start-Stopp-Automatik an Bord, schaltet sich das Fahrzeug beim Warten an einer roten Ampel oder an einem Bahnübergang aus und beim Losfahren automatisch wieder ein. Bei älteren Autos lässt sich dies per Schlüsseldreh händisch erreichen.

Die gezielte Nutzung von elektrischen Verbrauchern sorgt ebenfalls für weniger Spritkonsum. Standheizung oder Heckscheibenheizung nutzt man besten nur so lange, bis die Scheiben wieder frei sind. Eine Klimaanlage sollte man nicht ständig im „Tiefkühlbereich“ laufen lassen.

Jedes Kilo Ballast erhöht den Verbrauch

Ein korrekter Luftdruck hat ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Spritverbrauch. Auch aerodynamisch unvorteilhafte Anbauten, wie etwa ein Dachgepäckträger, treiben den Spritkonsum nach oben. Zudem sollte man aufs Gewicht achten: Regelmäßiges Entrümpeln des Fahrzeugs – besonders nach Urlaubsfahrten – hilft zu vermeiden, unnötigen Ballast zu transportieren. Denn jedes Kilo mehr erhöht den Verbrauch.

Auch beim Tanken an sich lässt sich Sparen. Wer während einer längeren Fahrt schnell und günstig tanken will, sollte das lieber an einem Autohof statt an einer Raststätte direkt an der Autobahn erledigen. Kann man sich noch die Uhrzeit aussuchen, zu der getankt wird, empfiehlt es sich, eher abends als frühmorgens zu tanken. In der Zeit von 5 bis 8 Uhr morgens ist der Sprit meist teurer als abends zwischen 18 und 22 Uhr. Zudem hilft ein Vergleich der Tankstellenanbieter. Wer nicht selbst nachschauen möchte, kann Tankstellen-Apps nutzen, die über die Preise Auskunft geben. (SP-X)

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