SUV in den USA auf dem Weg zur Nummer eins

Marktforschungsanalyse

Der Cadillac Escalade kostet unter 95.000 Euro.
Der Cadillac Escalade kostet unter 95.000 Euro. © Cadillac

Das Segment der SUV befindet sich auch dank der kleineren Vertreter konsequent auf dem Vormarsch. Der anhaltende Erfolg kann den Autobauern in Zukunft massive Probleme einbrocken.

Die SUV werden in den USA 2014 wohl erstmals die absatzstärkste Fahrzeugart. Laut einer Prognose des Marktforschungsinstituts IHS dürfte ihr Marktanteil bis Jahresende auf 36,5 Prozent steigen. Die viertürige Limousine – bislang die beliebteste Gattung – kommt demnach nur noch auf einen Marktanteil von 35,4 Prozent. Vor fünf Jahren war das Verhältnis noch genau anders herum: SUV lagen bei 31,4 Prozent, Limousinen (Sedans) bei 36,3 Prozent.

SUV auch in Deutschland auf dem Vormarsch

In Deutschland ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. Aktuell liegt der SUV-Anteil hierzulande bei rund 18 Prozent, doch schon für 2020 rechnet eine Studie des Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen mit 33 Prozent. Der Grund für den Trend liegt hier wie auch in den USA an der wachsenden Zahl kompakter und kleiner Modelle, die zunehmend auch als Alternative zu konventionellen Kompakt- und Kleinwagen attraktiv werden.

Für die Industrie könnte der Trend aber zum hausgemachten Problem werden. Denn SUV verbrauchen rund 25 Prozent mehr Kraftstoff als konventionelle Fließ- und Stufenheckfahrzeuge, was es für die Hersteller schwer machen dürfte, die kommenden Verbrauchs- und CO2-Vorgaben mit ihren Flotten einzuhalten. Bei einem SUV-Marktanteil von 15 Prozent könnten diese laut der CAR-Studie in Deutschland gerade noch erreichbar sein, aber bei 30 Prozent und mehr SUV unter den Neuwagenverkäufen wären die Ziele nicht einzuhalten. (SP-X)