Aston Martin DBX: Spätstarter in die SUV-Welt

So sieht der DBX aus, das erste SUV von Aston Martin. © Aston Martin

Nun steigt auch Aston Martin in das boomende Segment der SUVs ein. Auf der Los Angeles Motorshow wurde der DBX präsentiert.

Zwar wurden im Vorfeld bereits etliche Details bekannt, doch letztlich war man doch neugierig darauf, ob es Aston Martin gelingen, mit dem DBX auch einen Sportwagen auf die Räder zu stellen.


Immerhin ist das Aston Martin deutlich besser gelungen als einst Porsche mit seinem ersten Cayenne. Ein temporeiches Sickenspiel, ein coupéhafter Dachverlauf, die ausgeprägte Taillierung oder das Riesenmaul der Front lassen keinen Zweifel am dynamischen Ansinnen des DBX. Scheinwerferoptik und Kühlergrilldesign verleihen dem knapp über fünf Meter langen 2,3-Tonner die Aura, ein echter Abkömmling der britischen Traditionsmarke zu sein.

Viel Platz für vier Personen

Der Innenraum des Aston Martin DBX ist mit Leder gepflastert. Foto: Aston Martin

Für einen Aston Martin ist der DBX allerdings ungewöhnlich praktisch. Vier Personen finden im geräumigen Inneren Platz. Zudem gibt es einen 632 Liter fassenden Kofferraum, der sich dank einer im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückbanklehne zudem erweitern lässt. Ansonsten zeichnet sich die Fahrgastkabine durch einen stilvollen und wohnlichen Mix aus Leder, Alcantara, Metall und schwarzen Hochglanzflächen aus. Die bei englischen Autobauern einst in großem Stil im Armaturenbrett verwendeten Holzapplikationen wurden im Fall des DBX auf Mittelkonsole und Türinnenverkleidung beschränkt.

Modern ist der DBX auch bei der Gestaltung der sportlich akzentuierten Kommandozentrale mit einem 12,3 Zoll großen Display als Kombiinstrument und einem 10,25 Zoll großen Touchscreen für das Infotainmentsystem. Oberhalb des mittig im Armaturenbrett eingelassenen Touchscreens befinden sich der Startknopf für den Motor sowie Bedienknöpfe für das Getriebe. Einen Schalthebel für die Automatik gibt es im aufgeräumten Cockpit nicht.

Neunstufige Automatik

Der DBX von Aston Martin koimmt 2020 auf den Markt. Foto: Aston Martin

Das Getriebe, eine neunstufige Automatik, ist gekoppelt an einem Vierliter-V8, der dank doppelter Turboaufladung 550 PS und 700 Newtonmeter leistet. Wie schon bei Vantage und DB11 stammt das Aggregat von Kooperationspartner Mercedes-AMG. Die Schwaben-Power schiebt den allradgetriebenen DBX in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 291 km/h möglich. Sparsam kann ein solches Mobil nicht bewegt werden; der Normverbrauchswert von 14,3 Liter überrascht wenig.

Beim DBX steht dynamischer Fahrspaß im Vordergrund, weshalb der Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Differenzialsperre und einem Mittendifferenzial zur variablen Drehmomentverteilung zwischen den Achsen gerüstet ist. Zudem sorgen Fahrwerksschmankerl wie Mehrlenkerachse hinten und Doppelquerlenker an der Vorderachse, eine Mischbereifung auf 22-Zoll-Rädern mit 285er-Reifen vorn und 325er hinten für Stabilität.

Darüber hinaus wurde das Fahrwerk mit Luftfederung, Wankausgleich und Adaptivdämpfern gerüstet, was einen breiten Spagat aus sportlicher Härte und hohen Komfort ermöglicht. Zugleich erlaubt die Luftfederung auch eine variable Bodenfreiheit, hilfreich bei Fahrten jenseits asphaltierter Wege. Hoch einsteigen muss man beim DBX auch in finanzieller Hinsicht: 193.500 Euro kostet der ab dem zweiten Quartal 2020 verfügbare Brite mit AMG-Herzen. (SP-X)