Stuttgart: Feinstaubbelastung deutlich über EU-Grenzwert

Fahrverbote in Städten drohen. foto: dpa
Feinstaubalarm in Stuttgart. © dpa

Die Luft in Stuttgart bleibt nach wie vor dreckig. So lag die Feinstaubbelastung erneut deutlich über dem zulässigen EU-Grenzwert.

Am Mittwoch wurde am besonders belasteten Neckartor eine Konzentration von 78 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel gemessen, wie aus vorläufigen Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg am Donnerstag hervorging. Nach EU-Recht sind höchstens 50 Mikrogramm zulässig.


Auch am Dienstag war der Grenzwert mit 65 Mikrogramm im Tagesmittel überschritten worden. Das Ende des Alarms sei noch nicht abzusehen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Donnerstagmorgen in Stuttgart.

Sechster Feinstaubalarm seit Oktober

Feinstaubalarm wird immer dann ausgerufen, wenn Meteorologen über mehrere Tage hinweg einen geringen Luftaustausch in der Atmosphäre erwarten. Der sechste Feinstaubalarm seit Mitte Oktober hatte in der Nacht zum Montag begonnen. Autofahrer in Stuttgart sind während des Alarms aufgerufen, auf Busse und Bahnen umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Zuletzt hatte eine Gruppe von deutschen Lungenfachärzten die Grenzwerte angezweifelt. Ihnen wurde indes von einer internationalen Gruppe von Pneumologen widersprochen. Das Forum der Internationalen Lungengesellschaften (FIRS) stimme den nationalen deutschen Standards, den europäischen Standards und denen der Weltgesundheitsorgansisation (WHO) nachdrücklich zu, hieß es in einer Stellungnahme.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte zuletzt die EU aufgefordert, die Grenzwerte zu überprüfen. Zugleich hatte er von Fahrverboten betroffenen Städten und Kommunen geraten, dagegen zu klagen. (AG/dpa)

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