ADAC fordert Erhöhung der Entfernungspauschale

Allzeithoch bei Spritpreisen

Neues Rekordhoch bei den Spritpreisen.
Benzin und Diesel werden laut Shell in ein paar Jahrzehnten abgelöst. © dpa

Der ADAC spricht sich angesichts des Allzeithochs bei den Spritpreisen für eine Erhöhung der Entfernungspauschale aus. Sie müsse wieder auf 36 Cent angehoben werden.

Angesichts der drastisch angestiegenen Spritpreise fordert der ADAC erneut eine Erhöhung der Entfernungspauschale. „Die Politik darf nicht untätig zusehen, wie für Millionen von Menschen der Arbeitsweg immer unbezahlbarer wird“, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. Deshalb sei steuerliche Entfernungspauschale für den Arbeitsweg angemessen zu erhöhen, forderte der Automobilclub am Donnerstag in einer Mitteilung.

Kürzung auf 30 Cent zurücknehmen

Die im Jahr 2004 erfolgte Kürzung auf 30 Cent je Entfernungskilometer müsse zurückgenommen werden und auf 36 Cent für die ersten zehn und auf 40 Cent ab dem elften Kilometer erhöht werden, um so die Pendler spürbar zu entlasten. Nach Auffassung des ADAC würden Berufspendler „ungerecht und unsozial benachteiligt“. Mit 15 Cent je Fahrkilometer lasse sich kein Pkw realistisch betreiben. Der Fahrer eines VW Golf 1.4 beispielsweise müsse derzeit pro Kilometer 43,4 Cent pro Kilometer zahlen, rechnet der ADAC vor.

Die Spritpreise in Deutschland liegen derzeit auf Rekordniveau. Ein Liter Super E10 kostet derzeit bundesweit durchschnittlich 1,694 Euro, der Liter Diesel liegt bei 1,541 Euro. (AG)