10 Jahre Smart Brabus

Klein und spritzig

10 Jahre Smart Brabus
Smart-Chefin Winkler und Brabus-Gründer Buschmann beim Jubiläumsmodell. © AG/Flehmer

Die Anfänge liegen schon etwas weiter zurück, in denen Brabus die kleinen Smart zum Cityboliden umfunktionierte. Die Kooperation beider Unternehmen begeht jetzt Jubiläum.

Von Thomas Flehmer

Der Glaube versetzt Berge. Seit Beginn der Präsentation des ersten Smart im Jahr 1998 war Bodo Buschmann von dem Straßenkonzept des Kleinstwagens überzeugt. "Ich habe immer an das Citykonzept geglaubt", sagt der Gründer des Tuning-Unternehmens Brabus. Bereits ein Jahr später hatte die Schmiede in Bottrop, die sich auch auf Mercedes-Modelle spezialisiert hat, den ersten aufgemotzten Flitzer im Angebot.

Brabus Smart mit Rekordjahr 2011

Weitere drei Jahre später kam es dann zum Joint Venture mit der Daimler-Tochter und dem Start der 1st Edition. Zugleich wurde in Bottrop ein Neubau extra für die Modelle von Smart Brabus aufgezogen – 50.000 Einheiten verließen in den letzten zehn Jahren diese Halle, davon allein 10.700 im vergangenen Jahr. Zehn Jahre zuvor waren es gerade mal 500 Fahrzeuge.

Als Maxime galten Qualität und Perfektion. Im Vergleich zum Serien-Smart unterscheiden sich die getunten Kleinstwagen in der Leistung, die 75 kW / 102 PS beträgt und in der der Sprint zur 100 km/h-Marke unter neun Sekunden gelingt, das Doppelendrohr in der Mitte sowie eine spezielle Kupplung und ein spezielles Getriebe.

Doppeltes Jubiläum für Brabus-Gründer Buschmann

Beim Brabus Smart-Jubiläumsmodell darf die Unterschrift vom Brabus-Gründer nicht fehlen
Beim Brabus Smart-Jubiläumsmodell darf die Unterschrift vom Brabus-Gründer nicht fehlen AG/Flehmer

Dabei kommt den Tuning-Spezialisten die gute Zusammenarbeit mit Smart zugute. Bereits bei der Entwicklung "können wir Bauräume mitgestalten", sagt Buschmann, der selbst ein doppeltes Jubiläum feiert. Der 56-Jährige hat vor 35 Jahren seine Firma gegründet.

Doch allein mit den äußeren Merkmalen ist es nicht mehr getan, auch das Cockpit muss Anreize schaffen. "Der Innenraum muss den Träumen des Fahrers entsprechen", so Buschmann. So wurde vor ein paar Jahren das Label "Tailor made" eröffnet, in dem der Smart je nach Gusto individuell zusammengestellt werden kann. "Wir haben so die größtmöglichen Individualisierungs-Möglichkeiten", sowohl für außen als auch für innen. Das Label wird auch kräftig genutzt. Kreischende Farben außen, ebenso schrilles Leder innen. "Manchmal denke ich, wenn ich manche Wünsche bei der Herstellung sehe, ob das wohl gut geht. Aber wenn der Smart dann fertig ist, dann habe ich mich meistens neu verliebt", schwärmt Buschmann.

China steigt zum drittgrößten Smart-Markt auf

"Tailor made" ist auch ein Garant dafür, die steigende Verkaufstendenz weiter fortzuführen. Seit diesem Jahr ist Smart auch in China vertreten und ist innerhalb von sechs Monaten bereits zum drittgrößten Markt von Smart aufgestiegen. "Und gerade in China sind die Autofahrer Individualisierungen sehr aufgeschlossen", sagt Smart-Chefin Annette Winkler.

Über Zahlen wird dabei nicht geredet, aber aufgrund des guten Starts in Fernost hoffen Winkler und Buschmann den bisherigen Wert von 10.700 verkauften Einheiten in 2011 in diesem Jahr übertrumpfen zu können. Nur einen kleinen Teil macht dabei das Jubiläumsmodell "10th anniversary" aus. Das 32.990 Euro teure Sondermodell ist auf 100 Einheiten limitiert. Ob da die Chinesen in den Genuss des einen oder anderen Jubiläumsmodells kommen, ist ungewiss. Aber der Glaube versetzt ja Berge.

Keine Beiträge vorhanden