Skoda bekräftigt Wachstumsstrategie mit Rekordumsatz

Erstmals über zehn Milliarden Euro

Skoda bekräftigt Wachstumsstrategie mit Rekordumsatz
Den Skoda Octavia Kombi gibt es auch in einer sportlichen RS-Version. © Skoda

Der tschechische Autobauer Skoda befindet sich unverändert auf Rekordkurs. Nach dem Rekordabsatz des Vorjahres erzielte die VW-Tochter auch einen Rekordumsatz.

Von Frank Mertens

Die VW-Tochter Skoda hat neue Rekordwerte bei Auslieferungen, Umsatz und Ertrag erzielt. Nach dem neuen Rekordabsatz von 879.200 Fahrzeugen (Plus 15,3 Prozent) des Vorjahres konnte der tschechische Autobauer 2011 auch beim Umsatz um 18,1 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro (2010: 8,7 Milliarden Euro) zulegen, wie das Unternehmen am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz in Prag bekannt gab. Erstmals in der Unternehmensgeschichte übertraf Skoda damit die Zehn-Milliarden-Marke. Beim operativen Ergebnis verbesserte sich der Autobauer sogar um 66,1 Prozent auf 743 Millionen Euro.

Hervorragende Ausgangsbasis für Wachstumskurs

"Wir konnten sowohl den Absatz als auch die Finanzzahlen überdurchschnittlich steigern und haben damit eine hervorragende Ausgangsbasis für den Wachstumskurs der kommenden Jahre geschaffen", sagte Vorstandschef Winfried Vahland im 25. Stock des City-Towers von Prag. Vahland plant den Absatz im Rahmen der Wachstumsstrategie 2018 auf mindestens 1,5 Millionen Einheiten zu erhöhen.

Wie Vahland weiter sagte, konnte Skoda im zurückliegenden Jahr seine Marktanteile in fast allen Einzelmärkten steigern. So wuchsen die Verkäufe beispielsweise in Ost-Europa um 47 Prozent, in Russland um 62,5 Prozent, in West-Europa um 8,6 Prozent und in China um 21,9 Prozent. Insgesamt setzte Skoda dort 220.100 Einheiten ab.

Skoda Octavia als erfolgreichstes Modell

Der Skoda Yeti weist das größte Wachstum auf Skoda

Erfolgreichstes Modell im Portfolio war dabei mit 390.000 Einheiten der Octavia (Plus 10,7 Prozent) gefolgt vom Fabia mit 266.763 Einheiten (16.5 Prozent), dem Roomster mit 36.000 Einheiten (Plus 11,4 Prozent) und dem Skoda Yeti mit 70.000 Einheiten, der mit 33,7 Prozent auf das höchste Wachstum kam.

Wie Vahland sagte, habe der Yeti ein Potential von weiteren 100.000 Einheiten pro Jahr allein in Europa. Vor kurzem hatte Vahland im Interview mit der Autogazette gesagt, dass man sich auch Gedanken über einen größeren SUV mache. Hier bestehe eine Nachfrage. Eine endgültige Entscheidung stehe hier aber noch aus.

Skoda Citigo soll Wachstumsziele untermauern

Das neue Kompaktmodell von Skoda dpa

Für weiteres Wachstum soll in diesem Jahr neben dem für den indischen Markt produzierten Rapid vor allem der Kleinstwagen Citigo sorgen, der in Kürze als Drei-und Fünftürer zu den Händlern rollt. Der Citigo solle dann neue Kunden zur Marke Skoda bringen und die Wachstumsziele weiter untermauern.

Auf dem Autosalon Paris wird Skoda die europäische Version seines neuen Kompaktmodells präsentieren, der Name des neuen Modells soll schon auf der Autoshow in Peking in April bekannt gegeben werden. Einen Ausblick auf dieses Modell hatte Skoda mit dem Mission L bereits auf dem Internationalen Automobilsalon (IAA) im Vorjahr in Frankfurt gegeben.

Skodas Ziele: Zehn Prozent Wachstum pro Jahr

Der Skoda Citigo soll für ein hohes Wachstum sorgen Skoda

Dem laufenden Jahr blickt Vorstandschef Vahland optimistisch entgegen und will auch trotz der Absatzkrise auf dem europäischen Markt auch in diesem Jahr weltweit stärker wachsen als der Gesamtmarkt. Mit Blick auf das Absatzziel von 1,5 Millionen Fahrzeugen bis 2018 muss Skoda pro Jahr um durchschnittlich zehn Prozent zulegen, um dieses selbstgesteckte Ziel zu erreichen.

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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