Skoda Vision iV: Die Vision ist nah

Bernhard Maier mit der Studie Skoda Vision iV. Foto: Skoda
Skoda-Chef Bernhard Maier präsentiert die Studie Vision iV. © Skoda

Mit der elektrisch angetriebenen Studie Vision iV zeigt Skoda, wie sich die VW-Tochter ihre automobile Zukunft vorstellt. Das Konzeptfahrzeug könnte bald in Serie gehen.

Das im SUV-Coupé-Stil gezeichnete Konzeptfahrzeug basiert auf dem elektrischen Baukasten des Volkswagen-Konzerns. Vision iV wird von zwei E-Motoren mit zusammen 225 kW/306 PS über alle vier Räder angetrieben.


Als Stromspeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 83 kWh, die im Unterboden vor der Hinterachse untergebracht ist. Sie lässt sich in 30 Minuten an einer entsprechend starken Ladesäule zu 80 Prozent füllen und ermöglicht eine Reichweite von 500 Kilometern im WLTP-Zyklus. Die beiden E-Motoren beschleunigen die Studie in 5,9 Sekunden auf Tempo 100 und in weniger als vier Sekunden von 80 auf 120 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.

Kameras ersetzen Außnspiegel

Mit einer Länge von 4,67 Metern ist der Vision iV fast so groß wie der Skoda Kodiaq. Durch die Coupé-Form wirkt die Studie aber deutlich dynamischer. Durch ihr innovatives Innenraumkonzept soll die Studie trotzdem großzügige Platzverhältnisse bieten. Zu den Interieur-Ideen zählen beispielsweise drehbare Sitze, der Verzicht auf eine Mittelkonsole, jede Menge Stauraum, ein scheinbar freischwebender Bildschirm als zentrales Informationselement und ein zierliches Zweispeichenlenkrad.

Wie es sich für eine Vision gehört, packt Skoda alles an derzeit möglichen Assistenten, Sensoren und Konnektivitätsoptionen ins Fahrzeug. Außenspiegel werden hier zum Beispiel durch Kameras ersetzt. Natürlich kann Vison iV alleine einparken, auf der Autobahn autonom fahren. Oder sich mit anderen Fahrzeugen oder der Infrastruktur über Gefahrenstellen austauschen.

Vision iV folgt auf VW ID

Bevor die Studie Wirklichkeit wird, bringt Skoda im Laufe des Jahres mit dem elektrischen Citigo das erste strombetriebene Modell auf den Markt. Vision iV dürfte dann Anfang 2020 Realität werden und nach dem VW ID als erstes Skoda-Modell des neuen Konzernbaukastens zu den Kunden fahren. Dann sicherlich auch in Versionen mit weniger Leistung. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.