«3:37 Stunden für 122 km – das war bitter»

Gerhard Plattner bei seiner Abfahrt in Winterthur © Foto: Werk

Gerhard Plattner hat fast ein Drittel seiner Spritspar-Tour durch 36 Länder Europas hinter sich. Sein Durchschnittsverbrauch liegt nach 4654 km bei 4,57 Litern, wie er in seinem Tagebuch berichtet.

Von Gerhard Plattner

So, die erste Woche meiner Spritspar-Tour durch 36 Länder Europas liegt hinter mir. Von den insgesamt 15.460 Kilometern habe ich mit der Ankunft in Barcelona bereits 4654 Kilometer hinter mich gebracht. Dafür habe ich insgesamt 58:38 Stunden benötigt. Im Durchschnitt konnte ich dabei 79,74 km/h fahren.

«Motor läuft immer besser»

Und es läuft genauso, wie ich mir das wünsche. Vor allem kommt der Skoda Roomster immer besser in Schwung. Als ich das Fahrzeug vor einer Woche am Startort in Mlada Boleslav übernahm, hatte der Motor gerade einmal eine Laufleistung von knapp unter 3000 km. Jetzt, da das Auto fast 8000 km auf dem Buckel hat, merkt man so richtig, dass der Motor immer runder läuft. Das macht sich natürlich auch beim Spritverbrauch bemerkbar. Seit meinem Start am 25. Juni liegt der Durchschnittsverbrauch bei 4,57 Litern. Insgesamt habe ich auf der bisher zurückgelegten Wegstrecke 212,47 Liter getankt, was mit 244,05 Euro zu Buche schlägt. Von den 1000 Euro Tankgeld sind damit noch 755,96 Euro übrig. Das lässt mich beruhigt auf den Rest der vor mir liegenden Strecke blicken.

Gerhard Plattner bekommt ein Kilo Schweizer Schokolade überreicht Foto: Werk

Seit meiner Ankunft am Samstag in der Schweiz habe ich übrigens an Gewicht zugelegt. Denn beim Zwischenstopp erhielt ich als Willkommensgruß ein Familienstück Schweizer Schokolade. Das Gewicht beläuft sich auf ein Kilo. Keine Angst, die Tafel ist noch unversehrt, liegt kühl im Auto. Auf dem Weg nach Winterthur habe ich übrigens die bislang geringste Spritmenge verbraucht. Sie lag auf dem Teilstück von Strasbourg bis nach Winterthur bei 3,5 Litern.

Erste Schramme

Bei dem Stopp in der Schweiz habe ich übrigens bemerkt, dass der Skoda seine erste Schramme hat. Auf dem rechten Kotflügel prangt ein fast 60 Zentimeter langer Kratzer. Wie er genau zustande kam, weiß ich nicht. Doch ich glaube, dass ich ihn mir in London auf der Tower-Bridge zugezogen habe. Ein Lkw muss ihn mir unbemerkt rein gefahren haben. Das ärgert mich. Denn wenn ich schon einen Kratzer am Auto habe, dann mache ich ihn mir schon lieber selbst.

Auf dem Weg von Andorra nach Barcelona ging mein Durchschnittstempo übrigens in den Keller. Für eine Strecke von 122 km habe ich 3:37 Stunden gebraucht. Das war bitter. Dafür war in Andorra der Diesel besonders günstig: Pro Liter habe ich dort gerade mal 95,4 Cent bezahlt.