Skoda startet mit 3000 Bestellungen in E-Mobilität

Neuer Absatzbestwert in 2019

Skoda-Deutschlandchef Frank Jürgens. © Skoda

Der Autobauer Skoda hat 2019 mit einem neuen Bestwert beendet. Die VW-Tochter setzte mehr als 200.000 Einheiten im zurückliegenden Jahr ab.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Deutschland-Chef Frank Jürgens beim Jahresabschlussgespräch des Importeurs in Frankfurt/Main. So viele Autos konnte der Importeur bislang noch nie auf dem deutschen Markt in einem Jahr absetzen. „Damit sind wir weiterhin die stärkste Importmarke in Deutschland, nun bereits im elften Jahr“, sagte Jürgens. Mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent wuchs man zugleich auch deutlich stärker als der Gesamtmarkt.


Im Markenranking rangiert der tschechische Autobauer nunmehr nach elf Monaten des Jahres mit 193.915 Neuzulassungen auf Rang sieben. Vor Skoda rangiert derzeit Opel mit 204.654 Neuzulassungen auf Platz sechs. Nach wie vor stärkste Marke ist VW mit 618.000 neu zugelassenen Pkw.

SUVs kommen auf Anteil von 30 Prozent

Der Skoda Kamiq wird von einem Vierzylinder angetrieben. Foto: Skoda

Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten dabei unter den mittlerweile acht Baureihen der Marke vor allem neben der Bestseller Octavia mit rund 52.000 Einheiten und der Fabia (40.000). Auf die SUVs Karoq (29.000), Kodiaq (23.000) und den erst vor kurzem eingeführten Kamiq (2700) entfallen mittlerweile 30 Prozent aller Verkäufe. Gerade in diesem Segment erhofft sich Jürgens für das kommende Jahr neben der Einführung des neuen Octavia weiteres Wachstum.

Vom Kamiq erwartet Jürgens ein Volumen auf dem Niveau des Superb (21.000). Rechnet man diese Zahl hoch und bezieht damit noch ein, dass der Octavia in 2020 auch als Plug-in-Hybrid und mit CNG-Antrieb kommt, könnte Ende 2021 ein Absatz von 220.000 Einheiten stehen. Doch von solchen Zahlenspielen hält Jürgens wenig. Er verweist darauf, dass das kommende Jahr wohl wegen dem Start in die E-Mobilität von vielen Unwägbarkeiten geprägt sein wird. „Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, wie sich der Markt entwickelt und die Kunden auf das Angebot an elektrifizierten Modellen reagiert“, so der Manager.

Erste E-Modelle kommen Anfang 2020

Der Skoda Superb iV ist mit einem Plug-in-Hybrid unterwegs. Foto: Skoda

Anfang kommenden Jahres bringen die Tschechen mit dem Citigo iV und dem Superb iV ihre ersten elektrifizierten Modelle auf den Markt. Die Kunden reagieren darauf ausgesprochen positiv, wie Jürgens sagt. „Bislang liegen uns für beiden Fahrzeuge bereits 3000 Bestellungen vor, mehr als wir erwartet haben“, stellt der Deutschlandchef fest. „Diese Nachfrage ist umso überraschender, da die Kunden die beiden Autos bislang noch nicht fahren konnten.“

Für den Citigo iV hat der Autobauer extra eine besonders attraktive Leasingprämie von monatlich 145 Euro (inklusive Batterie) bei einer Laufzeit von drei Jahren und einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometer ohne Anzahlung kalkuliert. „So etwas nennen wir Elektromobilität für jedermann.“ Es ist eine Rechnung, die mit Blick auf die Bestellungen aufzugehen scheint. Zugleich erhofft sich Jürgens weiteren Absatzschwung bei den E-Modellen durch die Erhöhung der Kaufprämie um 50 Prozent auf 6000 Euro für Fahrzeuge mit einem Preis von unter 40.000 Euro.

CO2-Grenzwerte werden erreicht

Der Skoda Citigo lädt in einer Stunden an einer Schnellladestation wieder auf. Foto: Skoda

Vor dem Hintergrund, dass das Diesel-Niveau bei den Verkäufen mittlerweile wieder bei 50 Prozent liegt und die Nachfrage nach dem Citigo iV und dem Superb iV so stark ist, zeigt sich Jürgens auch zuversichtlich, dass man in 2020 die strengen CO2-Grenzwerte der EU von 95 g/km erreichen wird.

Zugleich wird man den Kamiq, Scala und auch den Octavia als CNG-Variante anbieten. „Wer jetzt etwas für die Umwelt tun will, für den gibt es neben der E-Mobilität nichts Besseres als CNG“, so Jürgens. Er erwartet mit Blick auf die Erhöhung der CO2-Bepreisung und dem damit teurer werdenden Sprit auch eine stärkere Zuwendung zu effizienten Antrieben wie CNG und E-Modellen.

So wird es im kommenden Jahr zudem zu einem verstärkten Einsatz von Mild-Hybriden kommen und zudem wird Skoda mit dem Vision iV sein nächstes E-Modell präsentieren. Es wird das erste Elektroauto sein, das auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) des VW-Konzerns basiert.

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