Motorräder beim TÜV kaum mit Mängeln

84 Prozent ohne Beanstandungen

Die Zweiradbranche freut sich über gute Absatzzahlen.
Die Zweiradbranche freut sich über gute Absatzzahlen. © Honda

Motorradfahrer achten besonders auf die Verkehrstüchtigkeit ihres Zweirades. Nach einer Erhebung des TÜV Nord seien 84 Prozent aller begutachteten Bikes ohne Beanstandungen durch die Untersuchung gekommen.

Der verkehrssichere Zustand ihrer Bikes liegt Motorradfahrern offenbar besonders am Herzen. Der TÜV findet nämlich bei der Hauptuntersuchung nur selten erhebliche Mängel. Das zeigt zum wiederholten Male die Auswertung der bei TÜV Nord Mobilität im Jahr 2013 durchgeführten Prüfungen an Krafträdern. 84,3 Prozent aller rund 150.000 untersuchten Motorräder fuhren ohne Mängel an den TÜV-Stationen vor und erhielten unmittelbar die zwei Jahre gültige Plakette.

Lediglich 12,5 Prozent wiesen so gravierende Mängel auf, dass ein zweiter Prüfungstermin nach erfolgter Reparatur nötig war. Pkw-Besitzer kommen nicht so gut weg: Im gleichen Zeitraum erhielten nur 61,8 Prozent die Plakette gleich beim ersten Check ohne Mängel, immerhin 25,8 Prozent der Fahrzeuge zeigten erhebliche Mängel.

Hohes Sicherheitsbewusstsein der Biker

Roger Eggers, Motorrad-Experte bei TÜV Nord Mobilität, führt die insgesamt guten Ergebnisse im Motorradsektor auf das hohe Sicherheitsbewusstsein der Biker zurück: „Wer Motorrad fährt, ist in der Regel kein Draufgänger. Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, will sicher sein, dass sein Maschine tipptopp ist und er kein technisches Risiko eingeht.“

Aus diesem Grund warten, pflegen und überprüfen die meisten Biker ihr Fahrzeug regelmäßig. Im Gegensatz zum Fortbewegungsmittel Auto, bei dem bisweilen Inspektionstermine aus Kostengründen nicht wahrgenommen werden, fungiert das Motorrad in Deutschland ganz überwiegend als Freizeit- und Hobbygefährt, um das man sich entsprechend gerne kümmert.

Die beim TÜV Nord festgestellten Mängel beziehen sich meist auf die Beleuchtung, das Fahrgestell und den Rahmen sowie auf Achsen, Räder und Reifen. Eggers erläutert: „Dahinter verbergen sich in vielen Fällen defekte Glühlampen, nicht zugelassene Leuchten, falsche oder abgefahrene Reifen und ausgeschlagene Lager an Gabel, Schwinge oder Rädern.“ Sehr gut steht es dagegen um die Bremsanlagen der Bikes: Nur 2,6 Prozent der überprüften Motorräder fielen wegen Mängeln an der Bremsanlage auf.

Auch wenn die TÜV-Aussagen auf den ersten Blick sehr erfreulich klingen, so enthalten sie doch auch Bedenkliches: Denn der Anteil der Motorräder mit sicherheitsrelevanten Mängeln ist gestiegen. Lag die Quote solcher Zweiräder im Jahr davor noch bei 8,7 Prozent, kletterte er im Berichtsjahr 2013 auf 12,5 Prozent. (SP-X)