Hyundai entwickelt Airbag für Panoramaglasdächer

Crashtest mit Dummy. Foto: Hyundai
Das neue Airbagsystem wurde bei unterschiedlichen Crashtest-Szenarien getestet. © Hyundai

Panoramaglasdächer sorgen für einen hellen Innenraum. Doch im Falle eines Unfalls sind solche Schiebedächer nicht ungefährlich. Nun hat Hyundai dafür einen speziellen Airbag entwickelt.

Er soll verhindern, dass Passagiere bei einem Überschlag aus dem Auto herausgeschleudert werden – vor allem bei geöffnetem Glasdach. Der vom Hyundai-Tochterunternehmen Mobis entwickelte Airbag bedeckt in 0,08 Sekunden das komplette Glasdach und schützt damit die Köpfe der Insassen.


Wie die Koreaner mitteilten, würde das Schutzsystem sich in dem Moment entfalten, in dem die Fahrzeugsensoren einen drohenden Überschlag erkennen. Wird ein Überschlag erkannt, entfaltet sich der Airbag unterhalb des Daches von hinten nach vorne. Die Entfaltung vollzieht sich dabei wie beim Vorhang-Airbag, der bei einem Seitenaufprall die Insassen schützt. Hyundai verspricht, dass durch den neuen Airbag Kopfverletzungen minimiert werden.

Airbag in unterschiedlichen Szenarien getestet

Airbag für Panoramaglasdächer von Hyundai. Foto: Hyundai
Hyundai hat einen Airbag für Panoramaglasdächer entwickelt. Foto: Hyundai

Das nun vorgestellte Schutzsystem soll besonders komplex sein, wie Hyundai mitteilte. So sei der großvolumige Airbag zwischen der Glasscheibe und dem Sonnenschutzrollo platziert. Damit steht ihm genügend Bauraum zur Verfügung, um sich im Ernstfall problemlos entfalten zu können. Wie die Hyundai-Tochter sagte, sei der neue Airbag bei unterschiedlichen Crashtest-Szenarios mit Dummys und unterschiedlichen Temperaturen getestet. Die Hyundai-Tochter Mobis wurde 1977 in Seoul gegründet und fertigt seit 2002 auch Airbagsysteme für Serienfahrzeuge.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Crashszenarien entwickeln Hersteller und Zulieferer wie ZF derzeit neue Sicherheitssysteme. Dazu gehört bei dem Friedrichshafener Zulieferer ZF beispielsweise ein Center Airbag, der direkt zwischen Fahrer und Beifahrer positioniert ist und damit die Folgen eines Seitencrashs deutlich verringern soll.

Zugleich sei das in die Sitze integrierte System auch auf zukünftige Innenraumkonzepte für Mobilitätslösungen der Zukunft anwendbar. Nachdem ZF im vergangenen Jahr eine Kooperation mit Faurecia für die zukunftsweisende Innenraum- und Sicherheitstechnologien bekannt gegeben hatte, kommt diesem Aspekt perspektivisch eine noch wichtige Rolle als bislang zu.

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