Erntezeit birgt Gefahren für Autofahrer

Erntezeit birgt Gefahren für Autofahrer
Zurzeit nutzen die Landwirte jede Gelegenheit, um die Ernte einzubringen. © Fendt

Die Landwirte stecken in der Ernte. Entsprechend sind sie auch vermehrt mit Mähdreschern und anderen Erntemaschinen im Einsatz. Darauf sollten sich Autofahrer einstellen.

Vor allem in ländlichen Gebieten gilt daher besondere Vorsicht, insbesondere bei Dunkelheit. Oftmals unterschätzen Autofahrer das Tempo, mit dem Traktor oder Mähdrescher unterwegs sind. Ältere Modelle fahren zwar sehr langsam, moderne sind jedoch flott unterwegs.


Außerdem sind die Nutzfahrzeuge oft sehr breit und nehmen dann mehr als die Hälfte der Fahrbahn ein. Die Rücklichter der Erntefahrzeuge sind zudem von der Feldarbeit verschmutzt oder verdeckt, so dass der Hinterherfahrende ein Bremsmanöver oder einen gesetzten Blinker erst sehr spät erkennt. Überholen sollten Autofahrer daher nur bei gut einsehbaren und breiten Streckenabschnitten und mit großer Vorsicht.

Auf Breite der Erntemaschinen achten

Die Breite der Erntefahrzeuge bereitet auch beim Abbiegen Problemen. Die Landwirte müssen weit auf die Gegenfahrbahn ausholen, Anbauten wie ein Pflug schwenken dann aus. Hierauf sollten sich Autofahrer einstellen. Der Gegenverkehr muss dann gegebenenfalls anhalten, um den Abbiegevorgang zu ermöglichen.

Ein weiteres Problem entsteht durch die Verschmutzung der Fahrbahn. Erde vom Feld, aber auch verlorene Ladung wie Saatgut gelangen auf die Straßen. Erdklumpen auf der Fahrbahn können in Verbindung mit Regen zu einem schmierigen Untergrund werden, dem sogenannten Bauernglatteis. Es drohen Rutschpartien.

Sichtbehinderung durch Staub

Autofahrer sollten in der Nähe von Feldern, die abgeerntet werden, mit Sichtbehinderung durch Staub rechnen. In der Dämmerung und nachts sind die Erntefahrzeuge außerdem schlecht zu erkennen. Das liegt am vergleichsweisen schlechten Licht der Fahrzeuge und an vielen unbeleuchteten Anbauteilen. Daher sollte das Tempo an die Sichtverhältnisse angepasst sein.

Eine Kollision, beispielsweise mit einem Mähdrescher, kann nicht nur für Motorradfahrer, sondern auch für Pkw-Insassen schlimme Folgen haben. Da Pkw bei einem Zusammenstoß meist die feste Struktur des Mähdreschers unterfahren, besteht die Gefahr, dass steife Bauteile ins Auto eindringen; Sicherheitseinrichtungen wie Airbags und Sicherheitsgurte im Auto nutzen in dieser Situation wenig. (SP-X)

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