Senioren sollten Fahrtüchtigkeit kritisch hinterfragen

Senioren sollten Fahrtüchtigkeit kritisch hinterfragen
Die Polizei sichert in Brandenburg eine Unfallstelle. © dpa

Auf einer Bundesstraße in Brandenburg hat  ein 81 Jahre alter Autofahrer vier Radfahrer erfasst und schwer verletzt. Eine Frau ist mittlerweile gestorben. Die Ursache des Unfalls ist noch ungeklärt. Doch wer im hohen Alter Auto fährt, sollte seine Fahrtüchtigkeit kritisch hinterfragen.
Ein Anzeichen dafür, dass man sich Senioren nicht mehr so sicher im Straßenverkehr bewegt, ist zum Beispiel Nervosität im dichten Verkehr oder auf unbekannten Strecken, erläutert die Alzheimer Forschung Initiative.

Auch wer öfter in brenzlige Situationen gerät und kleinere Unfälle verursacht, sollte seine Fahrtüchtigkeit überdenken. Wichtig ist, dass der Fahrer den Kopf für den Schulterblick noch weit genug drehen kann. Und dass er andere Verkehrsteilnehmer gut sieht und Motorengeräusche und Signale hört.


Häufiges Verfahren Anzeichen für eingeschränkte Fahrtüchtigkeit

Als Beifahrer kann man ebenfalls darauf achten, wie gut sich jemand im Verkehr bewegt. Verfährt sich der Fahrer beispielsweise häufig – selbst auf bekannten Strecken – ist das kein gutes Zeichen. Auch wenn er öfter versehentlich bei Grün an der Ampel hält oder Vorfahrtsregeln missachtet, gilt es, das Gespräch mit dem Fahrer zu suchen. Weitere Anzeichen für eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit sind der Initiative zufolge sehr langsames Fahren oder Aggressivität am Steuer.

Sollte es für ältere Autofahrer ab 75 Jahren Feedbackfahrten geben?

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Am besten lassen sich ältere Autofahrer regelmäßig beim Arzt durchchecken, rät die Deutsche Seniorenliga in der Broschüre «Offen gesagt – Tipps für Angehörige von älteren Autofahrern». Besonderes Augenmerk sollte auf folgenden Dingen liegen: Wie gut sieht der Fahrer noch? Muss die Sehhilfe angepasst werden?- Ist das Gehör in Ordnung oder muss ein Hörgerät her? Kann der Fahrer den Kopf noch gut bewegen, um einen Schulterblick zu machen? Liegt eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, ein psychisches Leiden, eine neurologische Erkrankung oder ein Diabetes vor?

ADAC und ACE bieten Feedbackfahrt

Senioren haben beispielsweise beim ADAC, ACE oder anderen Anbietern die Gelegenheit zu sogenannten Feedbackfahrten. Dabei wird getestet, wie fit Senioren am Steuer sind. Beim ADAC und ACE haben im zurückliegenden Jahr 3300 ältere Autofahrer einen solchen Test absolviert. Angst um ihren Führerschein müssen sich Teilnehmer nicht machen, rechtliche Konsequenzen hat der Test nicht. Die Unfallforscher der Versicherer fordern eine verpflichtende Feedbackfahrt für ältere Autofahrer ab 75 Jahren. (AG/dpa)

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