Seat bietet Internetcheck für manipulierte Diesel

VW-Abgasskandal

Der Seat Mii.
Der Seat Mii. © Seat

Nach VW, Audi und Skoda bietet nun auch Seat seinen Kunden eine Suchmaschine an, mit der gecheckt werden kann, ob ihr Auto mit einem manipulierten Dieselmotors des Typs EA 189 unterwegs ist.

Die Kunden der VW-Tochter Seat können sich nun auch im Internet darüber informieren, ob sie mit einem manipulierten Dieselmotor des Typs EA 189 unterwegs sind. Unter Seat.de finden sie eine Eingabemaske, in die die Fahrgestellnummer eingegeben werden muss.

EU6-Motoren nicht betroffen

Wie Seat mitteilte, würden alle neuen Seat-Modelle mit EU6-Motoren die gesetzlichen Anforderungen und Umweltnormen erfüllen. Zudem seien alle Fahrzeuge technisch sicher und fahrbereit. Sollten Kunden feststellen, dass ihr Fahrzeug betroffen ist, erhalten sie auf der Internetseite Informationen zum weiteren Vorgehen. Für die Nachbesserung des Fahrzeugs beim Händler entstehen den Kunden keine Kosten, so Seat. Bei der spanischen VW-Tochter sind weltweit 700.000 Fahrzeuge vom Abgasskandal bei der Konzernmutter VW betroffen.

Wie VW-Chef Matthias Müller am Dienstag auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg sagte, werde der Wolfsburger Autobauer in Kürze dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Lösungen zur Beseitigung der manipulierten Dieselmotoren vorstellen und um deren Genehmigung zur Behebung bitten. „Teilweise wird dabei die Überarbeitung der Software ausreichen. Bei einem Teil der Fahrzeuge werden dagegen auch zusätzliche Eingriffe an der Hardware notwendig sein. Wir werden unsere Kunden fortlaufend über die Maßnahmen informieren und entsprechende Werkstatt-Termine vereinbaren." (AG/FM)