VW-Tochter Scania mit schlechtem Halbjahr

Nachfrageflaute

VW-Tochter Scania mit schlechtem Halbjahr
Scania hat seinen Rückzug von der Börse angekündigt. © Scania

Scania musste in der ersten Jahreshälfte einen hohen Absatzverlust hinnehmen. Die VW-Tochter hatte sich auf den Rückgang bereits eingestellt.

Die schwedische VW-Tochter Scania hat als Folge einer Nachfragflaute in der ersten Jahreshälfte ein Drittel weniger verdient als noch im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sank bei dem Nutzfahrzeugbauer um 34 Prozent auf 3,2 Milliarden Kronen (371 Mio Euro). Wie Scania in Södertälje weiter mitteilte, ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten 2012 um zehn Prozent auf 39,3 Milliarden Kronen zurück.

Absatzrückgang bei Scania über 21 Prozent

Scania-Chef Leif Östling lieferte am Freitag seine letzte Quartalsbilanz nach 18 Jahren ab, ehe er zum 1. September in den VW-Vorstand als Chef der Lkw-Sparte mit Sitz in Hannover wechselt. Er wird am 1. September von seinem schwedischen Landsmann Martin Lundstedt an der Spitze von Scania abgelöst. Volkswagen will als Mehrheitsaktionär bei den Skandinaviern wie auch beim Münchner Konkurrenten MAN eine stärkere Integration der eigenen Nutzfahrzeugsparte durchsetzen.

Trotz des Rückgangs bei Gewinn, Umsatz und auch beim Auftragseingang zog die Scania-Aktie in Stockholm um gut fünf Prozent auf 122 Kronen an, weil das Gesamtbild positiver ausfiel als von Analysten erwartet. Östling meinte, es sei trotz zuletzt wieder anziehender Auftragseingänge für Lkw schwierig, die weitere Marktentwicklung vorherzusagen.

In den ersten sechs Monaten setzte Scania 32.000 Lastwagen und Busse ab. Das entsprach einem Rückgang von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Scania hat sich seit Ende vergangenen Jahres in mehreren Schritten durch Drosselung der Produktion, weniger Personal und den Aufschub von Investitionen auf den Rückgang der Nachfrage eingestellt. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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