Ehemaligen Saab-Managern droht Gefängnisstrafe

Verdacht auf Bilanzbetrug

Ehemaligen Saab-Managern droht Gefängnisstrafe
Der ehemalige Saab-Chef Jan Ake Jonsson steht unter Betrugsverdacht. © dpa

Der frühere Saab-Konzernchef Jan Ake Jonsson und zwei weitere ehemalige Führungskräfte sind am Montag festgenommen worden. Das Trio steht unter Verdacht, die Bilanz des schwedischen Autobauers gefälscht zu haben.

Drei Ex-Führungskräfte des schwedischen Autobauers Saab sind wegen Verdachts auf Bilanzbetrug festgenommen worden. Dabei handelt es sich um den früheren Konzernchef Jan Åke Jonsson sowie einen ehemaligen Finanzchef und Rechtsberater, teilte das Bezirksgericht Vanersborg am Dienstag mit. Sie seien bereits am Montag festgenommen worden. Sie stünden im Verdacht, zwischen 2010 und 2011 Bilanzbetrug begangen zu haben, sagte Oberstaatsanwalt Olof Sahlgren schwedischen Medien. Den Ex-Führungskräften drohen bis zu vier Jahre Gefängnis. Bereits vor einem Jahr habe die Finanzbehörde Beschwerde eingereicht. Am Dienstag wurde das Trio nach den Verhören wieder entlassen.

Jonsson sechs Jahre an der Spitze von Saab

Saab gehörte bis Anfang 2010 zu General Motors und wurde dann vom kleinen Sportwagenbauer Spyker übernommen. Im Dezember 2011 musste Saab nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen aber Insolvenz beantragen.

Im Juni 2012 ging Saab an ein chinesisch-japanisches Konsortium. Die Gruppe mit dem Namen National Electric Vehicle Sweden (NEVS) will sich auf den Bau von Elektroautos konzentrieren. Jonsson hatte Saab im Mai 2011 nach sechs Jahren an der Spitze verlassen. Sein Nachfolger wurde Victor Muller. (dpa)

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