Erdgastankstellen europaweit finden

Neuer Routenplaner für CNG

Die Zahl der Erdgas-Tankstellen wächst.
Die Zahl der Erdgas-Tankstellen wächst. © AG/Mertens

Fahrer eines Erdgasfahrzeugs machen sich gelegentlich Gedanken, bei einer Fahrt ins Ausland keine Tankstelle zu finden. Diese Sorgen nimmt ihn nun ein neues Angebot, mit dem europaweit CNG-Tankstellen gefunden werden können.

Fahrer eines Erdgasfahrzeuges können sich nun noch unbeschwerter auf die Fahrt in den Urlaub machen. Denn mit „Natural and bio Gas Vehicle Association“ (NGVA) bietet ab sofort einen europäischen Erdgastankstellen-Finder an. Mit ihm kann der Fahrer eines CNG-Fahrzeuges seine Route ins europäische Ausland genau planen und dabei abrufen, wo es entlang der geplanten Strecke eine Tankstelle gibt.

„Die Online-Anwendung erleichtert auf Langstrecken die Routenplanung innerhalb Europas, indem aktive, geplante und in Wartungsarbeiten befindliche Erdgastankstellen angezeigt werden“, sagte Timm Kehler, der Geschäftsführer von „erdgas mobil“. Urlauber können auf dem neuen Angebot nicht nur die genauen Adressen abrufen, sondern auch Angaben zu den an der Tankstelle erhältlichen Kraftstoffsorten abrufen. Wer sich Sorgen macht, nicht ausreichend Tankstellen zu finden, kann beruhigt sein. Wer beispielsweise die 1040 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Mailand in die Suchmaske eingibt, erhält bei der Eingabe eines Radius entlang dieser Strecke rund 30 Tankstellen angezeigt, entsprechend findet man alle 35 Kilometer eine CNG-Tankstelle. Erweitert man diesen Radius auf fünf Kilometer, werden von 90 Erdgastankstellen angezeigt.

Für unter 40 Euro nach Mailand

Wie günstig die Fahrt in einem Erdgasfahrzeug ist, zeigt beispielsweise die Fahrt in einem Skoda Octavia Combi mit Erdgasantrieb, der auf 100 Kilometer auf einen Verbrauch von 3,5 Kilogramm kommt. Legt man hier einen Durchschnittspreis von 1,11 Euro pro Kilogramm Erdgas zu Grunde, kann man die Strecke nach Mailand für unter 40 Euro zurücklegen. „Damit sind die Tankkosten niedriger als die Ausgaben für Vignetten und Mautgebühren“, betont Kehler.

Je nach Fahrweise kann der Verbrauch jedoch noch weiter reduziert werden, wie eine Sparfahrt in einem Skoda Octavia von Berlin nach Prag unlängst zeigte. Der Sieger kam dabei mit einem Verbrauch von 2,36 kg pro 100 Kilometer in der tschechischen Hauptstadt an. (AG)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.