Restomod: Neuer Trend bei Oldtimern

Bereits vier edle Oldtimer hat Lunaz zu Stromern umgebaut. © Lunaz Design

Restomod? Noch nie gehört? Kein Problem, damit ist der Trend bei Oldtimern gemeint, die Restaurierung des alten Fahrzeuges auch zur technisches Aufwertung mit einem E-Antrieb zu nutzen.

Zu den Newcomern dieser Umrüstszene gehört die im englischen Silverstone ansässige Firma Lunaz Design, die Konversionen markenübergreifend anbietet. Einige spektakuläre Umbauten wurden bereits realisiert.


Für den Umbau werden die Oldtimer von Lunaz zunächst komplett entkernt, 3D-vermessen und anschließend mit Unterstützung eines CAD-Modells akribisch wieder zusammengebaut. Dabei wird der alte Verbrenner durch einen elektrischen Antrieb ersetzt. Lunaz hat dafür ein eigenes, modulares System entwickelt, welches E-Motoren mit einem Leistungsspektrum von 135 bis gut 600 PS sowie auf den Bauraum anpassbare Batteriegrößen umfasst. Diese lassen sich laut Lunaz auf bis zu 480 Kilometer Reichweite dimensionieren. Der Reichweite zuträglich sind außerdem neue Bremsanlagen, die ein Rekuperieren erlauben.

Umfangreiche Aufwertungen

Auch in anderer Hinsicht bietet Lunaz umfangreiche Aufwertungen an. Dank neuer Bordelektronik sind unter anderem die Integration von ABS oder Traktionskontrolle möglich. Klimaanlage, LED-Scheinwerfer, Servolenkung, Infotainmentsystem und eine entsprechende Modernisierung des Interieurs gehören ebenfalls zum Angebot der Briten.
Erstlingswerk von Lunaz war der Umbau eines XK120 Baujahr 1953. Dieser hat einen zweimotorigen Antrieb mit 380 PS und 700 Newtonmeter Drehmoment in Kombination mit einer 80 kWh großen Batterie erhalten. Im Vergleich zum Original hat sich die Sprintzeit des Ur-XK von 0 auf 100 km/h mit nur noch fünf Sekunden in etwa halbiert.

Ebenfalls zu Stromern umgebaut hat Lunaz bereits einen Bentley S2 Flying Spur sowie zwei Rolls-Royce-Klassiker: einen 56er Silver Cloud sowie einen 61er Phantom V. Letzterer hat eine 120 kWh große Batterie erhalten, was im Pkw-Bereich einem neuen Rekord entspricht. Billig ist die Lunaz-Kur übrigens nicht: Die Preise starten bei umgerechnet rund 390.000 Euro, auf die Kunden zudem noch ihre landespezifische Mehrwertsteuer draufrechnen dürfen. (SP-X)

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