Do-it-Yourself: Wer selbst schraubt, spart Geld

Do-it-Yourself: Wer selbst schraubt, spart Geld
Ein Mechaniker in einer Autowerkstatt. © dpa

Die Fahrt in die Werkstatt kann teuer werden. Es sei denn, man kann kleine Reparaturen in einer Selbsthilfewerkstatt selbst erledigen.

Doch bei neuen Autos ist das gar nicht so einfach. Denn häufig liegt das Problem in der Elektronik. Ohne Diagnosegerät kommt man hier nicht weiter. Deshalb sollte man sich wohl eher auf grundlegende kleinere Reparaturen konzentrieren und den Rest den Profis überlassen. Wenn man dennoch Geld beim Werkstattbesuch sparen möchte, sollte man statt einer Markenwerkstatt eine freie Werkstatt aufsuchen. Das ist zumeist günstiger.


Wer selbst schraubt und sich an zu große Aufgaben heranwagt muss unter Umständen hinterher drauflegen. Vor allem Arbeiten am Motor und am Getriebe sollten daher im Sinne der Verkehrs- und der eigenen Sicherheit von ausgebildeten Kfz-Mechanikern durchgeführt werden.

Richtiges Werkzeug ist wichtig

Allerdings spricht nichts gegen kleinere Arbeiten und Reparaturen am Auto, am Motorrad oder am Anhänger mit entsprechenden Anhängerersatzteilen. Zu den gängigsten Arbeiten gehört beim Anhänger beispielsweise das Austauschen der Kupplung. Beim Auto kommt der Reifenwechsel wohl am häufigsten vor. Für all die Reparaturen braucht man jedoch einen Grundstock an Werkzeugen: Dazu zählen ein Schraubendreher, eine Kombizange, ein Wagenheber, ein Radmutternschlüssel, Draht und eine Taschlampe. In Selbsthilfewerkstätten findet man häufig neben einer Hebebühne auch das entsprechende Werkzeug vor.

Wer sich unsicher ist, welche Reparaturen man am eigenen Fahrzeug auf die Schnelle selbst ausführen kann, solle noch einmal einen kurzen Blick in das jeweilige Handbuch des Autos werfen. Hier gibt es in der Regel noch umfangreiche Informationen und Tipps. Im Buchhandel finden sich zugleich die unterschiedlichsten Do-it-Yourself-Ratgeber.

Reifenwechsel

Es ist wohl die gängigste Arbeit, die man selbst verrichten kann. Der Reifenwechsel steht normalerweise zweimal im Jahr an. Etwa im April werden die Sommerreifen aufgezogen. Die Winterreifen sind im Oktober dran. Hierzu gibt es jedoch eine gute Eselsbrücke, die lautet „von O bis O“. Also von Ostern bis Oktober oder umgekehrt von Oktober bis Ostern können die jeweiligen Reifen immer gefahren werden.

Reifenpanne. Foto: GTÜ
Reifenpannen gehören zu den Dingen, die man auch selbst beheben kann. Foto: GTÜ

Nach einer gewissen Zeit schleicht sich hier eine Routine ein und mit der Zeit wechselt man die Reifen schneller und schneller. Der Vorteil: dadurch ist man direkt für eine Reifenpanne gerüstet, bei dem man ein Notrad oder einen Ersatzreifen aufziehen muss.
Für den Wechsel benötigt man neben den entsprechenden Reifen einen Wagenheber, einen Radmutterschlüssel und einen Drehmomentschlüssel. Eine genaue Schritt für Schritt Anleitung findet man auf der Seite des ADAC.

Lampen austauschen

Es ist wirklich nervig, wenn man bemerkt, dass einer der Abblendscheinwerfer nicht mehr funktioniert. Zudem ist es auch noch gefährlich, weil man von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich schlechter gesehen wird. Defekte Lampen am Auto sollten immer so schnell wie möglich ausgewechselt werden, um die Unfallgefahr zu vermeiden.
Das Austauschen ist vor allem bei neueren Fahrzeugen sehr einfach. In der Regel reicht es je nach Modell einfach die jeweilige Birne aus der Fassung zu drehen und die neue einzubauen. Die Anleitung selbst findet man im Handbuch des Autos.

Vorsicht sollte man jedoch mit LED- und Xenon-Leuchten walten lassen. Die sollten wirklich nur von Fachleuten ausgetauscht werden. Xenon-Leuchten funktionieren durch das Zünden des gleichnamigen Edelgases unter hoher Spannung. Die Verletzungsgefahr ist hier sehr hoch. Bei LEDs müssen in der Regel die kompletten Lampen getauscht werden, was man ebenfalls den Profis überlassen sollte.

Wechsel der Scheibenwischer

Scheibenwischer müssen gereinigt werden. Foto: Bosch
Scheibenwischer sollten regelmäßig gereinigt werden. Foto: Bosch

Hierbei handelt es sich um eins der Verschleißteile schlechthin. Am besten lässt man sie immer bei der nächsten Inspektion austauschen. Allerdings ist das sogar manchmal zu spät. Vor allem dann, wenn man es häufiger mit widrigen Witterungen zu tun hat. Alles was man dazu braucht, ist in der Regel ein neues Wischerblatt.

Dazu öffnet man den Hebel am Wischer, zieht das alte Blatt heraus, setzt das Neue ein und schließt die ganze Sache wieder. Dabei sollte man darauf achten, dass der Scheibenwischer am Ende fest sitzt und wirklich eben auf der Scheibe aufliegt.

Luftfilter erneuern

Für diesen Austausch braucht man ebenfalls nur wenige Handgriffe. Im Motorraum findet man einen schwarzen Kasten mit einem dicken Schlauch. Wenn man sich unsicher ist, kann man im Handbuch nachschauen und weitere Informationen dazu finden, wo sich der Filter befindet und wie man ihn wechseln kann. Grundsätzlich muss man hier nicht unbedingt auf Markenprodukte zurückgreifen.

Zündkerzenwechsel

Gerade bei älteren Fahrzeugen, lassen sich die Zündkerzen wirklich sehr schnell und einfach austauschen. Dazu braucht man neben den neuen Zündkerzen einen passenden Zündkerzenschlüssel. Bei moderneren Autos ist der Zugang etwas versteckt. Die Zündkabel befinden sich hier unter einer Kunststoffhaube.

Die Kabel werden dann von den Kerzen abgezogen, die werden dann herausgedreht und durch die neuen ersetzt. Allerdings sollte man sie nicht zu fest hineindrehen, um das Gewinde nicht zu beschädigen. Damit der Motor hinterher einwandfrei funktioniert, sollten die Zündkabel in der Reihenfolge wieder aufgesetzt werden, in der sie abgezogen wurden.

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