Fragen an den Autopapst im Juli 2012

Autopapst Andreas Kessler löst die Probleme am Auto
Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Probleme mit dem Auto? Sie brauchen Reparatur-Tipps? Fragen Sie Autopapst Andreas Kessler, er hilft Ihnen weiter. Heute dem Fahrer eines VW Golf III Variant.

Frage von Kümmerlehn, Joachim:

Ich fahre einen VW Golf III Variant, Benziner, Erstzulassung 10/1994, 55 kW und 1780 Liter Hubraum. Seit einigen Wochen geht das Fahrzeug unregelmäßig und nicht vorhersehbar während der Fahrt aus. Bei geringerer Fahrgeschwindigkeit geht der Motor komplett aus und muss nach dem Ausrollen durch mehrfaches Betätigen der Zündung wieder gestartet werden. Bei höherer Fahrgeschwindigkeit springt das Fahrzeug nach Runterschalten wieder an. In beiden Fällen kündigt sich das Ausgehen des Motors durch Zurücknahme der Fahrgeschwindigkeit an. Man kann dann zwar Gas geben, was allerdings nicht mehr angenommen wird. Durch diverse Fachwerkstätten wurden bisher Zündspule, Zündverteiler und Kraftstoffpumpenrelais ausgetauscht ohne das Problem zu beheben.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein Klassiker beim Golf 3 ist das Relais mit der Nummer 20 (Stromversorgung für das Motorsteuergerät) -abhängig von Baujahr und Ausstattung kann das auch anders heißen! Oder, fast genauso häufig, ist der Zünd-Anlassschalter hinter dem Lenkschloss verschmort und sorgt bei Erwärmung durch den Stromfluss für eine Unterbrechung des Zündstromes. Beide Teile sind nicht teuer, aber im Fall des Zünd-Anlassschalters nur recht aufwändig zu wechseln.

Frage von Troll:

Ich habe einen Mercedes SL R 129/300. Der Wagen läuft sehr wenig und meist Kurzstrecken. Vor Jahren habe ich eine Luftanreicherungsanlage für den Leerlauf (Abgasnorn 2) einbauen lassen. Seit kurzem geht der Motor nach kurzer Fahrt aus. Nach einiger Wartezeit lässt er sich wieder starten und läuft dann normal.(bis nach Hause). Ich habe den Eindruck, dass nach erster Fahrstrecke das Kraftstoffluftgemisch nicht richtig eingestellt wird. Er startete mit Vollgas, geht aber sofort wieder aus. Die Werkstatt vermutet einen Fehler im Zündsteuergerät?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Könnte sein. Viel eher vermute ich einen Defekt im Kraftstoffpumpenrelais. Das ist bei den M102 / M103-Motoren dieser Generation schon fast ein Running-Gag. Das Ersatzteil ist schnell gewechselt. Wenn das gleiche Problem dann wieder auftritt, würde ich die Zündspule erneuern. Das Zündsteuergerät wäre für mich "ultima ratio".....

Frage von Sören Kohler:

Hallo Herr Kessler, habe einen Skoda Octavia 2.0 TDI, Bj. 2006, mit gewechselten Klimakompressor (ca 1,5 Monate) in Berlin gekauft. Habe bei der Probefahrt leider die Klimaanlage nicht getestet. Nach einer Woche habe ich festgestellt dass die Klimaanlage nicht funktioniert. Ich habe die Sache erst in einer Freien Werkstatt überprüfen lassen und später bei Skoda auch. Bei beiden das identische Ergebnis, der Klimakompressor ist kaputt. Skoda machte die Aussage, dass bei einem Kompressorwechsel das Klimasystem gereinigt, gespült werden muss und der Trockner und das Expansionsventil auch erneuert werden müssen. Ich hatte eine Kopie der Einbaurechnung von ATU dem Skoda-Werkstattmeister gezeigt und er meinte, die Ursache für den erneuten Defekt des Klimakompressor ist mit großer Wahrscheinlichkeit, dass die Anlage nicht gereinigt, gespült wurde. Der Vorbesitzer hat den Kompressor bei kfzteile24 gekauft und bei ATU einbauen lassen und Garantie auf das Teil die Einbauleistung. Meine Befürchtung ist, dass ein neuer Kompressor bei ATU eingebaut wird und der Vorfall sich bald wiederholt, wenn Skoda Recht hat. Ich weiß jetzt nicht so recht, wie ich mich in dem Fall verhalten kann und soll, für den Vorbesitzer wird die Angelegenheit mit dem Wechsel auch erledigt sein. Mit freundlichen Gruß Sören Kohler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Grundsätzlich hat Skoda Recht: Ein fachgerechter Wechsel des Klimakompressors beinhaltet immer eine Reinigung des Systems. Da das nicht in jedem Fall sicher zu stellen ist, wird deshalb beim Wechsel des Kompressors häufig noch mehr gewechselt. Grundsätzlich ist immer die ausführende Werkstatt für die fachgerechte Durchführung einer solchen Reparatur zuständig. Wenn der Kunde allerdings ein Ersatzteil (hier den Kompressor) beim Händler A kauft und das Teil dann bei Werkstatt B einbauen lässt, werden sich beide gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. A sagt "... was haben die denn da für einen Murks beim Einbau gemacht...." und B sagt ".... was hat A denn da für einen Schrott geliefert....". Am Ende stehst Du da und musst Deine Garantie bzw. Gewährleistungsansprüche durchsetzen. Das dürfte in diesem Fall (zumal nicht Du, sondern der Vorbesitzer Auftraggeber warst...) schwierig bis unmöglich sein. Wenn der Kompressor wirklich defekt ist, würde ich das Teil umtauschen (bei kfzteile24), weil ATU sicher gerne schriftlich bestätigt, dass dort fachgerecht gearbeitet wurde. Der dann neue Kompressor wird dann von ATU sicher genau so gerne dann wieder fachgerecht eingebaut. Diese Arbeit musst Du dann meiner Ansicht nach aber bezahlen.....

Frage von Sven Bierbaum:

Bei meinem Fiat Doblo ist der Zahnriemen gerissen und bei der Reparatur wurden die Stößel und alle Einlass- und Auslassventile gewechselt. Jetzt verbraucht der Motor aber viel mehr Öl als vor der Reparatur, rund 1,5l auf 500 km. Meine Werkstatt, in der ich noch Garantie habe, ist der Meinung, dass der Verbrauch noch im Rahmen sei. Aber ist dieser Verbrauch normal? Mit freundlichen Grüßen Sven Bierbaum aus Berlins Mitte.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein, ist er nicht! Wenn der Ölverbrauch bei einem modernen Auto (wozu der Doblo zweifellos zählt...) über 0,5 Liter / 1000km liegt, ist etwas defekt und nicht normal. Wenn Sie Gewährleistungs- und/oder Garantieansprüche gegen den Verkäufer haben, müssen Sie die jetzt (ggf. mit der Hilfe eines Juristen und eines Gutachters) durchsetzen. Dabei würde ich sehr energisch vorgehen, weil die Gewährleistung gebende Seite gerne abwiegelt und verdunkelt!

Frage von Andreas Nüsseler:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich besitze ein Audi Coupé 5 GTE, auch als Typ 81/85 bezeichnet, mit Jahrgang 1983. Nach kurzer Fahrt springt er manchmal nicht mehr an, als ob er in diesem Moment keinen Kraftstoff bekommt (orgelt nur). Nach ca. 15 min. Warten springt er wieder an. Der Motor ist - gemäß Abgasnorm - etwas zu mager eingestellt. Haben Sie eine Idee? Mit freundlichem Gruß A. Nüsseler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach dem Warmlaufregler der K-Jetronic (so heißt die Einspritzung des Audi) an. Die ist aus Altersgründen etwas schwach auf der Brust und sorgt im halbwarmen oder auch warmen Zustand des Motors für Gemischverwirrung. Es gibt von Bosch ein kleines Heft, in dem die Funktion und die Reparatur beschrieben sind. Meistens muss der Warmlaufregler erneuert werden, was ordentlich ins Geld geht....

Frage von Uwe Hartmann:

Hallo, fahre einen Ford Mondeo, Erstzulassung 03.05.2006, Diesel, ca. 200.000 gefahrene Kilometer. Nun habe ich folgendes Problem: Alle zwei- bis fünftausend Kilometer habe ich zu viel Öl am Messstab. War schon in verschiedenen Ford-Werkstätten, keiner hatte einen Plan. Wo sehen Sie den Fehler.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ölverdünnung! Wahrscheinlich tropfen die Injektoren (=Einspritzdüsen) nach dem Abstellen des Motors nach. So gelangt Diesel in den Brennraum, der dann an den Kolbenringen vorbei ins Motoröl sickert. Irgendwann ist mehr Diesel in der Ölwanne als im Tank.... Wenn meine Theorie stimmt, müsste der Motor auch schlecht anspringen und u. U. auch immer eine graue Wolke von sich geben, wenn er zündet...

Frage von Michael Mahn:

Hallo, ich fahre einen VW Passat 1.9 TDI, Baujahr 2000 mit 130 PS. Ich habe seit einigen Tagen ein extrem starkes Quietschen an der linken Vorderseite bei jedem Lenken und jeder Bodenwelle. Der Stoßdämpfer scheint aber i. O. zu sein! Können Sie mir helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist der Klassiker: Querlenker- bzw. Stabilisatorgummis! Die verschleißen, beginnen zu quietschen und bekommen schließlich Spiel. Welche Gummis es genau sind, lässt sich in der Regel durch versuchsweises Besprühen der verdächtigen Elemente mit Silikonöl erreichen (immer nur eins, und dann das nächste....). Wenn nach einer "Sprühung" das Geräusch weg ist, muss das besprühte Element erneuert werden. Ich wäre da auch nicht zu sparsam: Eine "Gummi-Kur" für alles Fahrwerksgummis stünde einem 12 Jahre alten Auto gut zu Gesicht! Billig ist das aber nicht....

Frage von Steffen Lange:

Schönen guten Tag, ich wende mich heute mal mit einer Frage an Sie, weil mich ein Geräusch, welches mein VW Golf IV 1.4 16V, 55kw/75PS, Bj 1999, von sich gibt, wenn man aus niedriger Drehzahl stark beschleunigt, sehr stört. Anmerkung: Ein neues Getriebe wurde bereits eingebaut. Das Geräusch ist ein metallisch klingendes Kratzen, Schaben, Scheppern, was sich nach einem losen Teil an Motor/Getriebe anhört und zwar immer dann, wenn man das Gas betätigt und stark beschleunigen will. Meiner Meinung nach ist auch ein Ruckeln, kurzfristiger Leistungsverlust (geringfügig), bemerkbar bzw. scheint das Drehmoment nicht gleichmäßig anzuliegen. Als Nichtkundiger konnte ich eine lose Befestigung am Krümmer sehen, die sich direkt vorn am Motorblock, ziemlich unten befindet. Unabhängig vom eingelegten Gang tritt dieses Geräusch auch bei unterschiedlichen Drehzahlen auf. Worum könnte es sich handeln? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Steffen, das etwas "blumig" beschriebene Geräusch könnte ordinäres Motorklingeln sein! Tankst Du den richtigen Kraftstoff? Wenn ja, würde ich den Klopfsensor des Autos überprüfen lassen. Vielleicht ist der defekt und sorgt bei den beschriebenen Lastzuständen dann nicht für korrekte Zünd- und Einspritzparameter. Auf lange Sicht kannst Du Dir so einen Motorschaden einhandeln. Also: Act now!!

Frage von Sven Geßner:

Hallo, ich fahre einen Citroen Xsara Picasso 1.6 HDI. Der Motor macht seit einiger Zeit nach dem Abstellen Geräusche, und zwar kommen die meines Erachtens aus dem Turbosteuerventil! Es vibriert auch leicht. Irgendwie wird hier Unterdruck abgebaut. Das Brummen dauert so ca. eine Minute. Betätige ich mehrmals die Bremse hört es auf. Leistungsmäßig ist beim Fahren kein Leistungsverlust zu merken und der Verbrauch ist wie immer. Ein Bekannter (Kfz-Mechaniker) meint, ich soll mir keine Sorgen machen. Stimmt das? Gruß Sven

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Sven, das sehe ich genauso! Man sollte wirklich nicht jedes Geräusch gleich zur Katastrophe aufblasen. Andererseits ist es natürlich immer gut, bei seltsamen Erscheinungen um und am Auto Fachleute zu fragen..... Ich würde die Sache weiter beobachten und im Hinterkopf behalten, dass unter Umständen die Funktion des Bremskraftverstärkers beeinflusst werden kann. Da der aber eigentlich nur dann wichtig ist, wenn das Auto fährt (also der Motor läuft....), dürfte dann auch immer genügend "Unterdruck" für den Bremsservo zur Verfügung stehen. Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Thomas:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Ford Fiesta 1.25 16V von 1999. Beim Gasgeben hört man ein Zischen und er nimmt das Gas oft nicht an und ruckelt, als wenn er nicht richtig zündet. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nebenluft! Entweder ist ein Schlauch des Ansaugsystems abgerutscht, ein Marder hat in selbigen gebissen oder der Schlauch ist aus Altersgründen porös. Die Suche danach ist wahrscheinlich langwieriger als der Ersatz des betroffenen Stückes. Alles in Allem kein großes Ding, schnell und preiswert zu beheben. Alles Gute wünscht Der Autopapst

Frage von Jan Jakob:

Hallo Autopapst, ich fahre einen 1997er C-Klasse 180 Kombi, Benziner mit Automatik. 260.000 Kilometer ohne eine größere Reparatur gefahren, grundsolide. Aber seit einigen Wochen fällt der Motor während der Fahrt (meist Stadt) wie in einen Sparmodus, zieht nicht mehr und kommt nur noch auf 40-50km/h bei Vollgas. Beim Anhalten ruckelt er wie wild und würgt fast ab. Nach Neustart ist alles wieder ok. Hast Du evtl. einen Tip? Vielen Dank vorab, Jan aus Berlin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jan, wahrscheinlich der Klassiker: LMM..... (= Luftmassenmesser). 1997 gab es bei Mercedes leider noch keine universelle OBD-Schnittstelle, an der man auch mit einem Feld-Wald und Wiesentester den Fehlerspeicher befragen kann. Ich rate zum Besuch einer Taxiwerkstatt, die können das auch ohne den teuren Mercedes-Diagnosecomputer. Wenn es der LMM ist, können die Jungs das Teil (etwa 80 Euro....) auch gleich wechseln. Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Eckhard Henze:

Guten Tag, in meinem VW Golf IV, Bj.2000, wurde mir die Motorelektronik angezeigt. Nach Auslesen des Fehlerspeichers, wurden zwei Fehler angezeigt: Die AGR und Geber für Tachosignal. Habe beides austauschen lassen, aber nach Einbau des neuen Gebers und des Sensors, ist der Fehler immer noch vorhanden (springende Tachonadel), woran kann das noch liegen? Vielen Dank für Ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen, Eckhard Henze

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Henze, da bleibt eigentlich nicht mehr viel übrig: Entweder ist der Kabelweg zwischen dem Sensor und dem Kombiinstrument gestört (geknickt, gebrochen, Marder....) oder das Kombiinstrument selbst ist defekt. Ich würde zum Testen ein Kabel vom Sensor des Tachosignals zum Anschluss am Kombiinstrument legen und eine Testfahrt machen. Wenn der Zeiger immer noch zuckt, ist es das Kombiinstrument. Wenn nicht, das Kabel.....

Frage von Frank:

Hallo, mein Volvo V40 1,6 von 2000 hat seit einigen Tagen ein seltsames Problem. Es fing an, dass ich Ihn morgens starten wollte und er nur noch auf drei Zylindern lief. Also habe ich ihn stehen gelassen. Mittags habe ich ihn nochmal gestartet, alles normal, also ab in die Werkstatt. Eine Zündspule hatte angeblich einen Riss und wurde ausgetauscht. Ich hab ihn dann abgeholt und zuhause abgestellt. Abends stieg ich ein, wieder nur drei Zylinder. Am Tag drauf sprang er wieder an. Während der Fahrt gab es nie Aussetzer oder so der Fehler taucht nur beim Starten auf, ich fahr dann natürlich nicht. Wisst Ihr einen Rat für mich? Gruß Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, wenn die Zündung überprüft und in Ordnung ist (vielleicht ist eine weitere Zündspule defekt??) kommt eigentlich nur noch die Kraftstoffversorgung in Frage. Ich tippe auf eine hängende Einspritzdüse bzw. eine Kontaktschwäche an einer der Düsen. Welche das ist, musst Du allerdings selbst herausfinden (lassen). Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Andreas Schmidt fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, da ich schon etliches versucht und eine ganze Stange Geld investiert habe, ohne zufriedenstellendes Ergebnis, möchte ich mich heute an Sie wenden. Hintergründe: Fahre einen Omega B Caravan, Facelift, BJ.: 05/2000, ca. 300.000 km, regelmäßige Wartung, Motor X25XE 2,5 l Benzin. Habe nicht näher zu klassifizierende Startprobleme, die unregelmäßig auftreten, dann mal wieder 2 - 3 Wochen gar nicht. Wenn der Motor läuft keine Probleme, stottert nicht, zieht beim Gas geben ordentlich an. Wenn Fehler geht die Motorkontrollleuchte nicht aus. Fehler kann durch wackeln am Fahrzeug, verändern der Radpositionen (vor zurück ein Stück), wackeln am Kabelbaum zum Relaiskasten im Motorraum oder auch durch einfaches Warten (meistens einen Tag) behoben werden. Situation gestern Abend, Wagen am Straßenrand abgestellt 1 1/2 h später versucht wieder zu fahren, nichts geht. Wagen bis heute früh am Straßenrad stehen gelassen, erneuter Versuch nichts geht. Zur Arbeit gegangen Wagen stehen gelassen, dann 16:30 Uhr zum Wagen gegangen eingestiegen, Zündschlüssel rein Start und losgefahren. Hinweis (Benzinpumpenrelais schon erneuert). Haben Sie irgendeine Idee? Wie ich der Werkstatt einen zielgerichteten Auftrag geben kann, ohne das mir ein neues Motorsteuergerät verkauft wird? MfG, A. Schmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Schmidt, ist der Fehlerspeicher jemals ausgelesen worden? Wenn die Motorkontrollleuchte an ist, gibt es auch einen Fehlercode. Da Sie davon aber nichts geschrieben haben, waren Sie mit dem Auto wahrscheinlich auch noch nicht am Diagnosecomputer. Die Gründe für das Aufleuchten der Kontrollleuchte sind so vielfältig, dass sich Ferndiagnosen von selbst verbieten. Sollte die Werkstatt nach der Diagnose tatsächlich ein neues Steuergerät anbieten, bedeutet das zweierlei: 1. Die Werkstatt weiß auch nicht weiter (in 98% aller Steuergerätdefekte ist das Steuergerät nicht die Ursache!) und 2. (daraus resultierend....) müssen Sie die Werkstatt wechseln. Aber soweit muss es ja nicht kommen, inzwischen ist die Fehlerspeicherabfrage nicht mehr Voodoo und auf die Vertragswerkstatt beschränkt, sondern in jeder guten Werkstatt verfügbar und oft sogar gratis. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Markus Eid fragt:

Hallo, seit längerer Zeit habe ich bei meinem VW Polo 9N (EZ.: 2007, 80 PS, MKB: BUD) Probleme mit dem Motor (starkes Rütteln im Leerlauf und Stottern bei leichter Last im mittleren Drehzahlbereich, schlechte Beschleunigung). Bis jetzt wurden die Zündkerzen ersetzt und die Drosselklappe gereinigt und Grundeinstellung durchgeführt. Können Sie mir bei diesem Problem weiterhelfen? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichem Gruß, Markus Eid.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf ein Problem mit dem Zweimassenschwungrad. Motorsteuerung /-Elektronikprobleme lassen sich in der Regel schnell auslesen und diagnostizieren; wenn das Zweimassenschwungrad defekt ist, wird herumprobiert...... Leider ist Ihr Auto für eine Kulanzanfrage schon zu alt. Suchen Sie sich eine günstige Werkstatt, VW wird Ihnen nur gegen eine deftige Rechnung weiterhelfen.

Frank Stellmacher fragt:

Hallo Autopapst, bin am Verzweifeln mit meinem VW Passat 35i 2E, Bj 1993 115 PS, habe schon seit längerem das Problem, dass er unter Last, also beim Beschleunigen, abrupt abstirbt und kein Gas annimmt und stottert, wenn man vom Gas geht oder weniger Gas gibt, wird es meist wieder besser, kam aber auch schon zum Komplettversagen. War mit dem Problem auch schon öfters in der Werkstatt, aber es wurde auch nicht das Problem dauerhaft behoben, weiß nicht mehr weiter, habe schon selbst viele Teile ausgetauscht. Kann es sein, dass die Kolbenringe nicht mehr OK sind und es da zu Aussetzern kommen kann, evtl. wenn Öl in die Brennräume gelangt?? Denn er braucht auch nach dem Erneuern der Ventilschaftdichtungen und der Zylinderkopfdichtung immer noch viel Öl.. MfG Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Lieber Frank, vergiß die Kolbenringe! Die sind möglicherweise für den Ölverbrauch verantwortlich (wieviel ist den viel? Alles über 1l/1000km ist viel, bis zu 0,5l/1000km zwar nicht mehr normal, aber real existent...). Versuch´ doch mal, wie der Motor läuft, wenn der Stecker des Temperaturfühlers abgezogen ist. Wenn der Motor mit abgezogenem Stecker zufriedenstellend läuft, liegt das Problem im Bereich der Gemischaufbereitung: Der Motor läuft vorher zu mager! Also ist entweder Falschluft, ein defektes Drosselklappenpoti, ein zu niedriger Benzindruck oder etwas ähnliches defekt. Im Zweifel hilft bei diesen Problemfällen doch ein Besuch bei VW, um eine belastbare Diagnose zu bekommen....

Burghard fragt:

Mein Auto zeigt mir temperaturabhängig unterschiedliche Warnleuchten an. Wenn's kalt ist, braucht's beim Anlassen länger (je kälter, desto länger), fängt bei ca. 15 Grad an. Dann bekomme ich die Motorelektronikleuchte, die hört aber fix wieder auf zu leuchten, sobald ich mal fahre. So um die 15 Grad ist es unterschiedlich, kommt auch nur bei den Temperaturen vor, dass ich keine Leuchte bekomme und dann die Motorelektronikleuchte, wenn ich ne Weile unterwegs bin. Wenn es richtig, richtig kalt ist (also bei Minusgraden) ist das erste Anfahren manchmal etwas ruckelig, aber ansonsten merk ich nix, weder am Fahren noch am Verbrauch. Wenn es wärmer ist, bekomm ich übrigens teilweise nicht die Motorelektronikleuchte, sondern die Abgasleuchte. Meine Vermutung wären: Lambdasonde, Einspritzung, Temperaturfühler. Ich bitte um eilige Hilfe, da der Sommer nun kommt. MfG. Burgi.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tja, Burgi, was soll ich schreiben? Um was für ein Auto handelt es sich denn? Ferndiagnosen für ein Problem eines Autos, das unbekannt ist, sind meine Spezialität, dafür nehme ich immer die grüne Glaskugel. Für mich hört sich das aber nur nach einem defekten Temperaturfühler an. Ob es der für die Ansaugluft, die Kühlmitteltemperatur und für die Motortemperatur ist, kann ich aber leider nicht sagen. Der Mann in der Werkstatt hat aber sicher den richtigen Stecker für die Diagnoseschnittsttelle des Autos.....

Karla Pollmer fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, wir haben einen Renault Kangoo 1.5 dCi Baujahr 2003. Vor etwa 2 Jahren trat ein Problem auf. Beim Gas geben kam er nicht auf "Touren" er zog nicht. Es wurde die Abgasmischdüse gesäubert und das Problem war beseitigt. Jetzt trat dieses Problem wieder auf, die Düse wurde gesäubert aber es trat keine Besserung ein. Anschluss ans Diagnosegerät ergab keine eindeutige Fehlermeldung. Der Geber vom Steuergerät wurde ausgetauscht aber auch keine Änderung. Man vermutete dann einen Defekt beim Luftmengenmesser, aber den hat er nicht. Sämtliche Kabel und Anschlüsse wurden überprüft, aber dort ist alles OK. Hätten Sie eine Idee wo der Fehler steckt ?? Mit freundlichen Grüßen, Fam. Pollmer.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde mal den Dieselfilter / Kraftstoffhauptfilter wechseln! Das ist preiswert und schließt die trivialen Gründe zum großen Teil aus (oder auch nicht....). Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Jens Neukirch fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich sehe Sie öfters im MDR und habe die Hoffnung dass Sie mir helfen können. Mein Auto: Ford Focus, Erstzulassung 09/2006 Benzin 1596 ccm (2.1: 8566, 2.2: ABN, WF05XXGCD56B09163), km-Stand 64000, laut Werkstatt mit elektronischem Gaspedal. Folgendes Problem: seit ca. Mai 2011 habe ich massive Startprobleme! Die treten jedoch nicht immer auf, anfangs jedoch gehäuft bei kaltem Motor. Der Anlasser dreht, es kommt meist kurz das Geräusch als ob er anspringt, dann scheint aber was zu fehlen(?) Benzin?, kein Funke? Wenn er dann endlich mal anspringt muss ich noch einen Gasstoß geben damit er nicht wieder ausgeht, dann läuft er als ob nichts gewesen wäre. Nebenbei: von März 2011 bis September 2011 Benzin E 10 getankt dann nie wieder sondern nur Super (dieses Fahrzeug ist von FORD für E10 freigegeben). Das Auto war schon paar Mal in meiner Ford-Vertragswerkstatt. Anfangs trat jedoch ausgerechnet dort dieses Verhalten nicht auf. Ein Fehler wurde mit dem Diagnosegerät nicht erkannt, man hat mir eine neue Batterie eingebaut, hat nichts genutzt- der Anlasser dreht ganz normal den Motor. Ich habe ein kl. Loch in den Tankdeckel gebohrt weil ich beim Probieren einen Unterdruck im Tank bemerkt habe - erfolglos. Habe Protokoll geführt über den Füllstand des Tanks, über Witterung, Motortemp. beim Abstellen – keine Tendenzen ersichtlich. Diese Startprobleme wurden in den letzten Wochen immer häufiger und intensiver, ich habe manchmal bis ca. 10 Versuche benötigt ehe er angesprungen ist. Selbst nach kurzem Einkaufsstopp (5 min.) mit warmem Motor treten jetzt diese Symptome auf. Nun hat die Werkstatt vor ein paar Tagen diese Probleme auch gehabt, jedoch wissen die nicht woran es liegt! Man hat die Kerzen geprüft (i.O.) und ein neues kompl. Drosselklappengehäuse (mit Klappe) eingebaut (soll wohl über 400 Euro kosten). Habe das Auto heute abgeholt: unveränderte Probleme. Am Montag bring ich das Auto wieder in die Werkstatt aber ich schätze, da wird wieder nur was auf Verdacht gemacht und ich bin das Versuchskaninchen! Mit freundlichen GrüÖen und bestem Dank im Voraus, Jens Neukirch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Rätselhaft! Spontan fiel mir nur die Wegfahrsperre ein, die bei den Focus-Modellen manchmal spinnt. Versuchen Sie es mal mit dem Zweitschlüssel. Oder lassen Sie die vorhandenen Schlüssel bei Ford neu anlernen. Manchmal „vergißt“ die Steuerung die Schlüsseldaten....

Maik Dick fragt:

Hallo Herr Keßler, ich habe bei meinem Audi A4, 1,9 TDi (116 PS), Bj. 2000 folgendes Problem. Wenn ich beschleunige kommt es immer häufiger vor, dass der Turbolader wie absackt und das Fahrzeug im Notprogramm keine Leistung mehr bringt. Wenn ich die Zündung aus und wieder einschalte (während der Fahrt nicht so toll) ist der Turbo wieder da. Mein Vater hatte das gleiche Phänomen. Es war bei der gleichen Kilometerleistung von ca. 200.000 km. Woran kann das liegen? Herzlichen Dank für Ihre Einschätzung!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maik, bei elektronischen Problemen verbieten sich Ferndiagnosen von selbst! Das endet regelmäßig beim Teileweitwurf, weil sehr viel auf Verdacht erneuert wird, was sich am Ende als sinnlos erweist. Aus Erfahrung würde ich in diesem Fall aber den LMM (Luftmassenmesser) verdächtigen. Bestätigt wird diese Vermutung aber nur durch eine Befragung des Fehlerspeichers. Also: Auslesen lassen....

Reinhold M. fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich wende mich an Sie, weil keine der von mir aufgesuchten Werkstätten weiterhelfen konnte. Mein Fahrzeug ist ein Renault Kangoo mit folgenden Daten: Bj. 07/2002; Benziner; Hubraum: 1149 ccm; 55 PS. Der Fehler: Hin und wieder leuchtet die Motorkontrollleuchte auf, die Leistung "geht in den Keller", der Wagen fängt an zu ruckeln. Fahrzeug abstellen, 5 Minuten warten, Neustart lässt meist den Fehler verschwinden. Zündspule, Benzinpumpe und Schalter für Bremsleuchte wurden (im Fall der Zündspule bereits mehrfach) gewechselt. Die Erfolge waren minimal bis mikroskopisch. Der Tenor der Werkstätten war stets "Fehler beobachten, weiterfahren und auslesen." Können Sie uns weiterhelfen? Mit freundlichen Grüßen, Reinhold M.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Reinhold, helfen kann ich per se immer nur schlecht, weil nicht unter der Haube, sondern nur am Rechner sitzend. In Ihrem Fall würde ich mir mal den OT-Geber ansehen. Der ist manchmal defekt und „spinnt“ (gibt also keine / falsche Signale an die Motorsteuerung weiter...). Noch öfter ist er aber gar nicht defekt, sondern hat nur Probleme an der Steckverbindung zum Kabelbaum. Da würde ich als erstes suchen und mit Kontaktspray pflegend tätig werden....

Michael Lanzendoerfer fragt:

Hallo lieber Andreas Keßler, ich fahre einen wunderbaren Mercedes-Benz 300 SE 2.8 (W140) aus dem Jahr 1993. Wenn ich ihn anlasse und sofort losfahre, schaltet die Automatik erst bei über 3.000 U/min in den nächsten Gang. Lasse ich ihn aber nach dem Starten laufen, bis sich die Leerlauf-Drehzahl unter 1.000 U/min absenkt (n. ca. 40 Sekunden), dann schaltet die Automatik ganz normal bei ca. 1.500 U/min. Woran liegt das? Herzlichen Dank für Ihren Tipp/Rat!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann normal sein! Um die Abgasqualität in der kritischen Kaltlaufphase zu verbessern, wird auf den ersten metzern bzw. in den ersten Minuten das Drehzahlniveau angehoben, um den KAT schneller zu erwärmen. Ob das bei Ihrem Auto so ist oder ob möglicherweise ein nachgerüstetes Kaltlaufregelsystem dafür verantwortlich ist, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Fragen Sie doch mal bei der Marke mit dem Stern (die Jungs freuen sich inzwischen, wenn mal wieder einer mit der „Tirpitz“ in die Halle rollt (Tirpitz = deutsches Schlachtschiff = W140).