Renault setzt europaweit die meisten Elektroautos ab

Renault setzt europaweit die meisten Elektroautos ab
Der Renault Twingo hat eine Reichweite von 190 Kilometer. © Renault

Renault konnte in den ersten elf Monaten europaweit knapp 96.000 Modelle seiner Elektroautos Zoe, Kangoo Z.E. und Twingo Electric absetzen. Damit waren die Franzosen erfolgreichster Hersteller.

Das entspricht einem Zuwachs von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von diesem Gesamtabsatz entfielen mehr als 84.000 Neuzulassungen auf den Renault Zoe, der damit seinen Vorjahresabsatz in Europa fast verdoppeln konnte.


Von dem Nachfrageboom nach E-Autos konnte der Autobauer auch auf dem deutschen Markt profitieren. Hier wurden in den ersten elf Monaten des Jahres rund 25.000 Renault Zoe neu zugelassen. Damit stellen die Franzosen zugleich das meistverkaufte E-Auto. Der Renault Zoe konnte seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 190 Prozent steigern.

Guter Start für Twingo Electric

„Trotz der Covid-19-Krise bleibt der Verkauf von Elektrofahrzeugen in Europa sehr dynamisch mit Wachstumsraten von 70 bis 80 Prozent in den wichtigsten europäischen Märkten. Die Verkäufe von Elektrofahrzeugen machen heute etwa 5 Prozent des Gesamtmarktes aus. Die beiden Hauptmärkte sind in diesem Jahr Frankreich mit 33.000 Einheiten und Deutschland, wo mehr als 25.000 Zoe verkauft wurden“, sagte Renault-Vorstand Gilles Normand, der die Elektromobilität verantwortet. Jüngstes elektrisches Modell von Renault ist der Twingo Electric, der gerade erst auf den Markt gekommen ist und für den bis Ende November 1760 Zulassungen vorliegen.

Der Renault Zoe hat ein umfassendes Facelift erhalten. Foto: Stefan Anker

In Deutschland hat die Erhöhung der Kaufprämie für einen deutlichen Nachfragezuwachs geführt. So wurden im November 59.610 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Zuwachs von 442 Prozent. Bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen liegt der Zuwachs mit 28.965 Einheiten bei fast 523 Prozent.

Auch Plug-in-Hybride mit hohem Zuwachs

Bei den Plug-in-Hybriden lag der Zuwachs mit 30.621 Neuzulassungen bei 383 Prozent. Damit wurden im Vormonat mehr E-Autos neu zugelassen als in den ersten sieben Monaten 2019.

„In diesem wirtschaftlich schwierigen Corona-Jahr sorgen zumindest die alternativen Antriebe für einen großen Lichtblick. 2020 ist trotz Krise das Jahr des Durchbruchs für die Elektromobilität“, sagte Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) betonte. „Dieser Boom dürfte 2021 weitergehen. Nächstes Jahr könnten in Deutschland 500.000 bis 600.000 Batterie-Elektroautos und Plug-In-Hybride neu zugelassen werden“, so der VDIK-Chef.

Keine Beiträge vorhanden

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein