Fragen an den Autopapst im Mai 2013

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute dem Fahrer eines VW Tiguan.

Frage von Herrn Grohmann:

Sehr geehrter Herr Kessler. Ich fahre einen VW Tiguan (Allrad) mit zur Zeit noch sehr guten Winterreifen. Anfang Juni wollen wir mit Wohnwagen bis nach Norwegen reisen. Sollte man auf Sommerreifen wechseln oder lieber noch bei Winterreifen bleiben (Straßenzustand, Untergrund oder Restschnee). Auf eine Antwort freut sich Herr Grohmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Grohmann, in Skandinavien kann es Ende Mai / Anfang Juni noch eiskalt sein, ich habe schon schneebedeckte Straßen auf dem Weg zum Nordkap erlebt, auf die die Mitternachtssonne zur Sonnenwende schien! Also: Es ist keine falsche Entscheidung, die Winterpneus für diese Reise noch draufzulassen! Es grüßt der Autopapst

Frage von Frau Finn:

Hallo! ich habe eine Frage an den Herrn Kessler und würde mich über eine schnelle Antwort freuen. Im TV hat er über Ersatzteile gesagt, dass man auch Teile kaufen kann, die neu sind, aber keine Originalteile von verschiedenen Herstellern. Muss die Fachwerkstatt das Teil einbauen, wenn ich es selbst mitbringe ? Es handelt sich bei uns um einen Zahnriemen für einen Renault Megane Grandtour, 5 Jahre alt. Wir sind leider gezwungen in die Fachwerkstat zu gehen, da eine freie Werkstatt leider nicht die entsprechenden Werkzeuge dafür hat.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Finn, das kann man machen! Voraussetzung ist natürlich, dass man mit den richtigen (also zum Fahrzeug und zum Defekt passenden) Ersatzteilen aufläuft. Wenn diese Teile dann auch noch zulässig und qualitativ hochwertig sind, steht einer erfolgreichen Reparatur nichts im Wege. Wenn sich allerdings durch schlechte Ersatzteilqualität ein Problem mit der Reparatur herausstellt und Sie die gesetzliche Gewährleistung in Anspruch nehmen wollen, haben Sie zwei neue Probleme: Erstens will die einbauende Werkstatt dann wieder Geld für ihre Bemühungen haben und der Ersatzteillieferant wird Ihnen zweitens vorwerfen, Sie hätten die Teile nicht ordnungsgemäß eingebaut. Das stimmt zwar sicher nicht, muss von Ihnen aber entkräftet werden. In der Zwischenzeit steht Ihr Auto defekt bei Renault auf dem Hof und kostet dort "Standgeld". Eine problemlose Reparatur sieht anders aus....

Frage von Sebastian Hünninger:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe seit ca. einem Jahr Probleme mit der Heckklappe meines Skoda Octavia 2, Baujahr 2005, da sie an einigen Stellen durchgerostet ist. Keine Skoda-Werkstatt will diesen Schaden aufnehmen, da ich zwei Durchsichten in anderen Werkstätten gemacht habe. Ich habe mich bei einem Autoclub in Deutschland informiert und Skoda gibt normalerweise eine zwölfjährige Garantie auf Durchrostung! Ich bitte Sie um Mithilfe in diesem Fall!! Wie kann Ich die Sache angehen?? Wie können Sie mir dabei helfen?? Über eine Antwort wäre ich sehr erfreut. Mit freundlichem Gruß Sebastian Hünniger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Hünninger, der entscheidende Punkt sind die beiden "fremd" durchgeführten Durchsichten. In den Bedingungen der Garantie gegen Durchrostung steht nach meiner Erinnerung unter anderem, dass in der Garantiezeit ein Skoda-Vertragshändler (und nicht irgend eine freie Werkstatt) regelmäßig nach dem Rechten sehen muss. Wenn diese Vorgabe des Garantiegebers nicht erfüllt ist, verfällt die Garantie. So einfach und gleichzeitig schwer für Sie ist die Situation. Sie haben also de Facto keine Durchrostungsgarantie mehr und müssen die Rostsanierung an der Heckklappe daher wohl selbst bezahlen. Es grüßt der Autopapst


Frage von Peter Kahl:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe einen Ford Focus Turnier Diesel von 2004 und habe damit folgendes Problem: beim Fahren brennt plötzlich die Kontrolllampe der gelben Vorglühkerze und es ist ein eigenartiges Geräusch. Halte an und stelle den Motor aus und das Auto läuft normal weiter. Es kommt aber öfters vor. Habe in mehreren Werkstätten den Fehler auslesen lassen, aber die Ursache konnte mir keiner sagen. Es sind freie Werkstätten, die vielleicht nicht die richtige Elektronik haben? Was würden Sie mir raten? Vielen Dank im Voraus Peter Kahl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kahl, dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. . . Das Aufleuchten der Vorglühkontrolle beim Diesel entspricht dem Aufleuchten der Motorkontroll-Leuchte beim Benziner. Wenn die Werkstatt beim Auslesen des Fehlerspeichers zu keinem Ergebnis kommt, ist sie entweder inkompetent oder der Fehler liegt in einem Codebereich, den der Hersteller nicht freigegeben hat. In diesem Fall sollte ein Vertragshändler den Fehlerspeicher befragen und dann den Fehler mit seiner so häufig beworbenen überlegenen Diagnosekompetenz schnell und preiswert beheben....

Frage von Volker:

Die Abgasreinigungssystem-Lampe unseres Suzuki Ignis, Baujahr 2001, leuchtet.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was für eine Frage, Volker! Ich würde damit in eine Werkstatt fahren......

Frage von Rolf Huppert:

Hallo Autopapst, habe einen Peugeot 307 HDI 1,6, 80 kW/110 PS, der unrund läuft. Alles erdenklich Elektronische wurde schon getauscht. Können Sie mir sagen, wie hoch der Kompressionsdruck sein müsste? Der Wagen hat 140.000 KM und stammt aus dem Jahr 2005. Vielen Dank im Voraus Rolf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rolf, viel wichtiger als die absolute Höhe des Kompressionsdrucks auf allen Zylindern sind die Unterschiede zwischen den Zylindern. Zwei bar Unterschied sind schon deutlich zu spüren, darüber wird es dann ernst (Motorüberholung). Die Verschleißgrenze liegt bei Werten unter 14 bar. Ursache für das Schütteln kann aber auch das 2-Massenschwungrad sein, kein seltener Schaden bei den PSA-Motoren.....

Oktavia Bendsen fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler! Als fleißige Seherin vom MDR und Leserin der Autogazette habe ich nun auch einmal eine Frage an Sie. Bei meinem Daihatsu Materia (Bj. 2006) leuchten im Armaturenbrett seit längerer Zeit die Anzeigen für VSC und das schleudernde Auto. Zweimal wurde mit Computer ausgelesen. Es wurde gesagt: "Unbekannter Fehler". Wir haben nun alle Sicherungen geprüft, die Batterie kurz abgeklemmt und das Lenkrad bewegt. Keine Änderung. Was könnte dies nun sein? Bzw. muss man jetzt einen kompletten Ausbau der Elektronik o. ä. vornehmen lassen und würde dies teuer werden? Ich bedanke mich schon einmal im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen, Oktavia Bendsen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Bendsen, das dürfte das Daihatsu-Pendent für das ESP sein. Wenn der Fehlerspeicher nichts her gibt, haben Sie ein Problem! Waren Sie bei einem Daihatsu-Händler? „Normale“ Diagnosegeräte stoßen nämlich bei Exoten (zu denen ich den Materia zähle....) schnell an Ihre Grenzen. Wahrscheinlich wird man Ihnen ein neues ESP-Steuergerät verkaufen wollen.... Versuchen Sie in diesem Fall, Ihr Steuergerät bei einem der Spezialisten reparieren zu lassen (www.hitzpaetz.de oder www.ecu.de). Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von B. Schneeekluth:

Hallo Herr Kessler, mein Ford Focus, 74 kW, Automatik, Baujahr 08.2004 hat erst 22.500 KM gelaufen. Der letzte Ölwechsel war im August 2008 bei 20.000 Kilometern. Muss ein Ölwechsel gemacht werden oder kann ich ohne Probleme weiterfahren und wie sieht es mit dem Zahnriemenwechsel aus? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen MfG B. Schneekluth

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schneekluth, beide Wechsel sind längst überfällig! Selbstverständlich können Sie (zunächst wahrscheinlich sogar wirklich ohne Probleme....) aber auch ohne Wechsel von Zahnriemen und Öl weiterfahren. Mit jedem Kilometer kommen Sie dem Motorschaden dabei näher, der entweder beim Riss des Zahnriemens und durch extremen Verschleiß der Nockenwelle durch Mangelschmierung auftritt. Die Kosten der dann nötigen Reparaturen liegen etwa beim 10-15-fachen der Kosten eines Zahnriemen- bzw. Ölwechsels. Die Aussagen im Servicescheckheft sind eindeutig, ich möchte da nichts hinzufügen.....

Frage von Uwe Bartholdy:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Audi A8, Baujahr 1997, funktioniert seit einigen Tagen funktioniert der elektrische Fahrersitz nicht mehr. Bitte um Ihre Hilfe. Mit freundlichem Gruß Uwe Bartholdy

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Uwe, willst Du selbst reparieren? Dann würde ich zunächst die Sicherungen checken, dann mit einem Multimeter die Stromversorgung am Anschlusskabel unter dem Sitz prüfen und schließlich die Schalter am Sitz durchmessen. Wenn das alles ohne Befund ist, muss der Sitz auseinander gebaut werden, um an den Motor und dessen Antrieb zu kommen. Mit etwas Glück findet man gebrauchte Ersatzteile im Netz; in einer Audi-Vertragswerkstatt würde diese Reparatur wahrscheinlich den Zeitwert des Autos verdoppeln.....

Frage von Willi Dittmar:

Hallo, Herr Keßler! Bei meinem Citroen Jumper, Bj. 2001, ist zum dritten Mal kurz nacheinander, bei 53.000 Kilometern, 60.300 Kilometern und 64.300 Kilometern der Gaspedalsensor defekt. Jedes Mal wurde das komplette Gaspedal mit Anschlag gewechselt. Das muss doch eine Ursache haben. Der Fehlerspeicher zeigt angeblich keinen weiteren Fehler an. Woran könnte das liegen? Mit freundlichen Grüßen Dr. Willi Dittmar

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Dittmar, das hört sich für mich unglaubwürdig an! In meinen Unterlagen ist der Pedalwertgeber der PSA-HDI-Motoren nicht besonders auffällig; bei Ihnen dürfte es sich um Garantie-/Gewährleistungsfälle handeln. Beim nächsten Auftreten würde ich mal die Werkstatt wechseln bzw. wenigstens eine Zweitmeinung einholen. Möglicherweise ist der Fehlerspeicher bei einem Citroen-Vertragshändler auch „gesprächiger“ als in der freien Werkstatt....

Wiebke Heitmann fragt:

Hallo Herr Kessler, ich wende mich an Sie als den "Auto-Papst meines Vertrauens" mit folgender Frage: Ich bin 150 cm groß und mein Traum wäre ein Cabriolet. Entweder Audi A3, Golf 7, EOS, Alfa Romeo Spider, der ganz neue Beetle. Alle diese Marken durfte ich "Probesitzen": mit dem Ergebnis – geht nicht , bin zu kurz oder zu klein. Gibt es irgendeine Auto-Marke mit Cabriolet, in denen auch kleinere Frauen gut drin sitzen können als Fahrerin???? Mit freundlichen Grüßen, Wiebke Heitmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Heitmann, meine Schwiegermutter ist nur 4 cm größer als Sie und ist mit dem Mini-Cabrio sehr gut zurecht gekommen. Vielleicht probieren Sie den mal aus.... Leider sind überdurchschnittlich kleine oder große Menschen oft gezwungen, Autos zu fahren, die sie eigentlich gar nicht wollen: Die Industrie orientiert sich am 94% - Mann / Frau (nur 6% sind größer / kleiner), der Rest hat Pech.... Viel Erfolg wünscht Der Autopapst.

Frage von Oktavia Bendsen:

Sehr geehrter Herr Keßler! Als fleißige Leserin der Autogazette habe ich nun auch einmal eine Frage an Sie. Bei meinem Daihatsu Materia (Bj. 2006) leuchten im Armaturenbrett seit längerer Zeit die Anzeigen für VSC und das schleudernde Auto. Zweimal wurde mit Computer ausgelesen. Es wurde gesagt: "Unbekannter Fehler". Wir haben nun alle Sicherungen geprüft, die Batterie kurz abgeklemmt und das Lenkrad bewegt. Keine Änderung. Was könnte dies nun sein? Bzw. muss man jetzt einen kompletten Ausbau der Elektronik o. ä. vornehmen lassen und würde dies teuer werden? Ich bedanke mich schon einmal im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen Oktavia Bendsen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Bendsen, das dürfte das Daihatsu-Pendant für das ESP sein. Wenn der Fehlerspeicher nichts hergibt, haben Sie ein Problem! Waren Sie bei einem Daihatsu-Händler? „Normale“ Diagnosegeräte stoßen nämlich bei Exoten (zu denen ich den Materia zähle....) schnell an Ihre Grenzen. Wahrscheinlich wird man Ihnen ein neues ESP-Steuergerät verkaufen wollen.... Versuchen Sie in diesem Fall, Ihr Steuergerät bei einem der Spezialisten reparieren zu lassen (www.hitzpaetz.de oder www.ecu.de). Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Ingolf Fredersdorf:

Guten Tag, bei meinem Golf 5, Bj. 2004, 76.000 km, erschien während der Autobahnfahrt (Tempo 120 km/h) das Warnsymbol Abgassystem und nach wenigen Kilometern konnte ich kein Gas mehr geben und rollte auf den Standstreifen. Aus dem Motorraum kam heller Qualm. Das Auto sprang nicht mehr an. In der Werkstatt stellte man fest, dass die Zündspulen und Stecker durchgebrannt waren. Wie kann so was passieren und das beim Golf? Danke Ihr Fredersdorf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nothing is forever, lieber Herr Fredersdorf! Immerhin hat Ihr Auto inzwischen schon neun Jahre auf dem Buckel, die Kunststoffe im Motorraum wurden in dieser Zeit auf 76.000 km immer wieder glühend heiß und eiskalt, da kann so ein Material schon mal brüchig werden und dann an Zündspulen ausfallen / durchschlagen. Alternativ können selbstverständlich auch ein Marder und seine scharfen Zähne verantwortlich sein. Generell nehmen Zündungsschäden zu, da sind Ihre Werte (76tkm / 9 Jahre) noch ganz ordentlich. Ich würde mich an Ihrer Stelle über die zielgenaue Diagnose und die funktionierende Reparatur freuen; andere Fälle werden zu "never-ending-Story".

Frage von Liane Kahlert:

Hallo Herr Keßler, ich fahre seit 2007 einen Renault Megane. Nach einiger Zeit fing die Airbag-Anzeige an aufzuleuchten. Mal ging sie aus, dann wieder an, nun leuchtet sie im Dauerbetrieb. So ging das Spielchen bis letzten Jahres als der TÜV fällig war. Die Werkstadt von Renault drückte die Fehleranzeige weg, tauschte auch irgendein Teil aus, aber kaum vom Hof runter, leuchtete sie wieder auf. Nach einen Anruf sagte man mir, dass man den Kabelstrang auswechseln müsse. Gibt es nichts anderes? Denn so wie ich es gehört habe, soll das eine Kinderkrankheit bei Renault sein. Der Mann vom gelben Engel gab mir den Tipp irgendetwas mit festlöten. Ich habe es nicht ganz verstanden und nun wende ich mich einfach mal an Sie, was Sie mir vielleicht raten könnten. Mit freundlichen Grüßen Liane Kahlert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Kahlert, wenn die Airbag-Kontrolle nicht ausgeht, ist der Selbsttest der Airbag-Steuerung nicht zufriedenstellend verlaufen und das System nicht „scharf“. Wenn es dann kracht, entfalten sich die Airbags nicht und Sie verletzen sich möglicherweise schwer. Die Ursache dafür kann vielfältig sein: Entweder ist ein Airbag defekt, eine Steckverbindung wacklig, ein Schleifring verschlissen oder die Sitzbelegungsmatte im Sitz gebrochen. Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten. Damit jetzt nicht auf Verdacht losrepariert wird, muss (und kann) der Fehlerspeicher die genaue Position des Defektes benennen. Erst dann sollte repariert / erneuert werden. Eine sehr häufige Lösung ist das Verlöten der Steckverbindung unter dem Sitz, mit der der Sitzairbag mit dem Steuergerät verbunden ist. Ob das an Ihrem Auto die Lösung ist, kann ich von hier aus leider nicht sagen....

Frage von Thomas Peters:

Sehr geehrter Andreas Keßler, Mein Mercedes A 180 CDI, Bj. 8/08 zieht nach links, nachdem bei 84.000 km die Bremsscheiben und Bremsklötze vorne erneuert wurden. Bei z. B. einer geraden Autobahnfahrt muss ich ständig gegensteuern. Die Mercedeswerkstatt behauptet, es sei alles in Ordnung und an der Reparatur läge es nicht. Der Reifendruck ist überprüft und ein Reifenwechsel oder weitere Arbeiten wurden nicht vorgenommen. Was kann die Ursache sein, und was sollte ich jetzt tun? Vielen Dank für die Beantwortung Thomas Peters

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Peters, wenn ich Mercedeswerkstatt wäre, würde ich auch sagen "Ich? Ich war das nicht!" Wahrscheinlich sogar am Telefon..... Unter dem Strich dürfte irgendeine Fehlleistung am linken Bremssattel für eine schwergängige Bremse sorgen, die natürlich von der Werkstatt, die repariert hat, auf dem Wege einer Nachbesserung wieder in Ordnung gebracht werden muss. Ich an Ihrer Stelle würde zu einer Prüfstelle von TÜV oder Dekra fahren, den Fall schildern und einen Gutachter unter das Auto schauen lassen. Wenn der den Fehler feststellt, schreibt er Ihnen sicher gerne drei Zeilen auf Gutachterpapier auf; die dadurch entstehenden Kosten übernimmt die ehemals ausführende Werkstatt nach der Nachbesserung sicher gern.... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Domi:

Hallo! Ich habe einen Opel Astra Diesel von 1993! Ich habe mein Auto mal meiner Schwägerin geborgt und die hat es einer Freundin geborgt. Das war letztes Jahr im Oktober oder November. Seit Ende Februar springt er nicht mehr an. Nur für eine kleine Sekunde und dann stirbt er gleich ab. Zuerst dachten wir, es ist der der Filter, daran lag es aber dann doch nicht! Die Freundin meiner Schwägerin hat den Opel mal getankt und wir glauben, dass sie falsch getankt hat und er deswegen nicht mehr anspringen will!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Domi, Startprobleme sind eigentlich eher ein Fall für den ADAC, der ist mit Pannenhilfsautos vor Ort und hat eigentlich bislang noch jedes Auto flott gekriegt.... Aus der Ferne könnte ich sagen: Dann saug´ den Sprit ab und tanke neu! Oder: Entlüfte das Dieselsystem! Oder: Tausch den Zünd-Anlassschalter! Oder: Erneuere die Vorglühanlage! Fragen, die Ruckeln, Ausgehen an der Ampel oder Startprobleme zum Inhalt haben, sind leider nicht sinnvoll ferndiagnostizierbar und treten außerdem überdurchschnittlich oft bei älteren Fahrzeugen auf, die ewig nicht mehr in der Werkstatt waren. Die Therapie ist deshalb immer die gleiche: Ab zu den Profis.... meint der Autopapst

Frage von Constantin Christ:

Ich habe das Angebot, den Mazda 5 eines Freundes zu übernehmen. Das ideale Fahrzeug für mich und meine Familie mit zwei kleinen Kindern. Dieser Mazda 5 ist fünf Jahre alt (Baujahr 2008), hat 100.000km runter, 105 kW (143 PS) und ist ein Diesel-Fahrzeug. Der Wagen wird in den Foren grundsätzlich über den Klee gelobt. Im Auto-Bild-Langstreckentest hat er sogar den zweiten Platz belegt (nach Mazda 6). Meine Werkstatt des Vertrauens hat auch nur Positives über den Wagen zu berichten. Es gibt allerdings einen Faktor, der mir Kopfzerbrechen darüber bereitet, ob das Fahrzeug wirklich zu meinen Bedürfnissen passt. Und zwar ist es der Dieselmotor. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Diesel, allerdings muss ich sagen, dass ich eher ein Stadtfahrer bin und eher nur kurze Strecken zurücklege. Hierzu wird in den Foren teilweise Negatives geschrieben, da es Probleme mit dem Freibrennen des Partikelfilters geben soll und - angeblich ein spezielles Problem beim Mazda 5 - sich irgendwie Diesel ins Öl mischt sofern nur kurze Strecken zurückgelegt werden und somit häufigere Ölwechsel anstehen. Können Sie diese Argumente teilen? Der Betriebskostenfaktor (höhere Steuer, höhere Versicherung) ist mir etwas egal - dafür bekomme ich einen einwandfreien, scheckheftgepflegten Wagen eines Freundes. Hier werde ich definitiv nicht beim Kauf über den Tisch gezogen. Der Preis stimmt auch. Wenn häufigere Ölwechsel anstehen, lässt sich das evtl. finanziell auch noch verdauen. Sofern dass das einzige Problem ist. Ich mache mir nur Sorgen, dass ich den Wagen (Motor) durch mein Kurzstreckenfahrverhalten mit der Zeit kaputt mache und eher ständig Gast in der Werkstatt bin. Es wäre super, wenn Sie mir einen Tipp geben könnten bzw. mich an Ihren Erfahrungswerten teilhaben lassen würden. Vielen Dank im Voraus. Viele Grüße Constantin Christ

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Constantin, grundsätzlich hast Du exakt die "weichen" Punkte genannt: Durch die inzwischen sehr strikte Abgasgesetzgebung haben speziell Dieselmotoren eigentlich keine Auspuffanlage unter dem Bauch, sondern eine Chemiefabrik. Und die ist störungsanfällig (und vorher teuer in der Herstellung!) .... Neben der von Dir erwähnten Ölverdünnung setzt sich ggf. auch der Filter im Stadtverkehr gern zu (übrigens nicht nur bei Mazda! Branchenübergreifend....). Um es kurz zu machen: Ich würde an Deiner Stelle keinen Diesel nehmen, aber gerne einen Mazda 5, dann mit Benzinmotor. Für Kurzstreckenfahrer wie Dich bietet der Diesel keine Vor-, aber einige Nachteile. Cheers Andreas

Ilka von Forstner fragt:

Hallo, ich habe folgendes „Problem“: Ich weiß, dass mein derzeitiges KFZ nicht über den nächsten TÜV kommt und habe jetzt bis September Zeit mir zu überlegen, welches Fahrzeug ich als nächstes fahren möchte. Das Problem ist, ich habe 1. keine Ahnung von Autos und sehr viel Angst auf die Nase zu fallen! Und nicht mehr als 4000 € für ein Gebrauchtes KFZ übrig. Ich wohne mitten in einer dieser unsinnigen Umweltzonen... Vor allem aber traue ich den neueren Wagen nicht, die allesamt so voll gestopft sind mit Elektrik, dass man nicht einmal mehr die Glühbirnen selbst wechseln kann... Ich suche also ein älteres( oder ganz altes) Model, das quasi unkaputtbar ist, einen „Kleinwagen“ aber mit viel Stauraum... (Die Rückbank sollte wegklapbar sein), hätten Sie eine Idee, nach welchem KFZ ich mich umsehen sollte? Mit den besten Wünschen, Ilka v. Forstner.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Ilka, wenn die Autoindustrie so ein Auto in „Neu“ anbieten würde, würde es ihr aus den Händen gerissen! Die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Autos suchen nämlich alle, und nur Renault ist mit dem (als Limo sauhäßlichen) Dacia Logan in die Nähe dieses Wunsches gekommen. Der war billig und (zunächst) auch gut. Jetzt belegen die ersten Logans leider die Abstiegsplätze in den TÜV-Statistiken. Ich würde Dir ein Auto wie den Seat Cordoba Vario empfehlen: Ein Polo Kombi aus Spanien, völlig unterschätzt und mit dem 1,6 Liter / 55kW-Motor auch gut zu fahren. Ein Auto für die Ewigkeit...

Frage von Werner Kennemund:

Guten Tag, ich habe bei meinem Renault Laguna 2 Grandtour Diesel, Baujahr 2003, ein sehr eigenartiges Problem. Nach dem Abstellen des Wagens und dem Ziehen der Schlüsselkarte fängt der linke Blinker (vorne und hinten) an zu blinken. Manchmal geht es nach 15 Minuten - 2 Stunden von alleine wieder aus, es hat aber auch schon mal Nächte durchgeblinkt. Karte rein / raus, Wagen anmachen / ausmachen hilft dann auch nicht weiter. Der Blinkerhebel im Wagen klemmt nicht und auch ist die Blinkfunktion nach Anstellen der Zündung beidseitig in Ordnung.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tja, lieber Werner, die Elektronik..... Damit müssen jetzt Probleme (wie die Schadstoffreinigung im Abgas....) gelöst werden, die es früher nicht gab (bzw. die nicht erkannt wurden)! Und sie sorgt für Probleme, die ohne die Lösung der anderen gar nicht denkbar wären. Lange Rede, kurzer Sinn: Ohne eine Befragung des Fehlerspeichers durch eine Renault-Vertragswerkstatt ist diesem Problem ganz sicher nicht beizukommen. Hoffentlich lautet die Diagnose nicht: „Steuergerät defekt. Haben Sie Ihre Kreditkarte aufgeladen....?“ Viel Erfolg bei der Lösung wünscht Der Autopapst

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.