Renault plant Stellenstreichungen

Folgen der Absatzkrise

Der Renault Clio wird am 10. November in den Markt eingeführt.
Renault musste 2012 einen herben Absatzverlust hinnehmen. © AG/Flehmer

Nach PSA Peugeot Citroen wird auch Renault mehrere tausend Stellen in Frankreich streichen. Der zweitgrößte französische Autohersteller hatte 2012 einen Absatzverlust über 22 Prozent hinnehmen müssen.

Der zweitgrößte französische Autobauer Renault will wegen der Absatzkrise 7500 Stellen in Frankreich abbauen. Die Jobs sollen nach Angaben des Konzerns vom Dienstag in Paris bis Ende 2016 gestrichen werden. 5700 Stellen sollten mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern wegfallen. Insgesamt beschäftigt Renault rund 44 000 Menschen in seinem Heimatland.

Renault-Vorteile: Dacia und Nissan

Renault leidet ebenso wie der größere Rivale PSA mit den Marken Peugeot und Citroën unter der Absatzkrise in Europa, dem traditionell stärksten Markt. Die Pkw-Verkäufe gingen in der Gruppe 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zurück.

PSA hatte bereits im Sommer 2012 angekündigt, in Europa rund 8000 Stellen zu streichen und ein Werk in Frankreich zu schließen, was allerdings auf heftigen Widerstand unter anderem bei den Gewerkschaften stößt. Zudem stieg der US-Autokonzern General Motors (GM) bei PSA ein, mit dessen deutscher Tochter Opel das Unternehmen künftig eng zusammenarbeiten will. Die französische Regierung stützte die PSA-Finanzierungssparte mit Garantien.

Renault hat nach Einschätzung von Branchenexperten zumindest zwei Vorteile gegenüber PSA: Die Billigmarke Dacia und die Konzernallianz mit dem japanischen Autobauer Nissan. Zum Schuldenabbau verkaufte das Unternehmen jüngst den Rest seiner Beteiligung am schwedischen Lkw-Bauer Volvo. (dpa)