Renault-Absatz bricht im ersten Halbjahr um 35 Prozent ein

Erstes Halbjahr

Renault-Absatz bricht im ersten Halbjahr um 35 Prozent ein
Den Renault Clio gibt es nun mit Hybridantrieb zu einem Preis von über 22.000 Euro. © Renault

Renault hat wegen der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr deutlich beim Absatz eingebüßt. Die Verkäufe brachen um 34,9 Prozent ein.

Von Januar bis Ende Juni wurden rund 1,26 Millionen Fahrzeuge des französischen Autobauers weltweit verkauft, teilte der Hersteller am Montag in Boulogne-Billancourt bei Paris mit.


In Europa fiel der Rückgang um 41,8 Prozent auf rund 624,000 Fahrzeuge überdurchschnittlich aus. Im Juni zogen die Verkäufe wieder an. Die wichtigsten Märkte weltweit sind für Renault und seine Tochtergesellschaften Frankreich, Russland und Deutschland.

Neuer Vorstandschef

„Die Welt hat eine beispiellose Krise erlebt mit erheblichen Auswirkungen auf unser Geschäft”, sagt Renault-Vertriebschef Denis le Vot. Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Manager indes zuversichtlich. „In die zweite Jahreshälfte gehen wir mit einem sehr hohen Auftragsbestand, einem angemessenen Lagerbestand, einer verbesserten Preispositionierung über das gesamte Modellportfolio und einem neuen E-Tech Hybrid-Angebot“, fügte er hinzu. So kommen in diesen Wochen neben dem Clio Hybrid auch der Captur und der Megane Grandtour als Plug-in-Hybridmodelle auf den Markt.

Luca de Meo ist neuer Chef von Renault. Foto: Renault

Renault geriet in den vergangenen Monaten in finanzielle Schwierigkeiten. Der Konzern kann inzwischen einen staatlich garantierten Kredit von bis zu fünf Milliarden Euro in Anspruch nehmen. Der aus Italien stammende Automanager Luca de Meo amtiert seit Monatsbeginn als neuer Generaldirektor. Von dem früheren Seat-Chef wird in Frankreich ein Strategieplan erwartet. Das Unternehmen hatte bereits den sozialverträglichen Abbau von weltweit rund 15 000 Stellen angekündigt, um wieder aus der Krise zu kommen.

Trotz der hohen Verluste entwickeln sich beim Elektroauto Renault Zoe die Verkäufe positiv. Er war das meistverkaufte E-Auto in Europa. Seine Zulassungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 50 Prozent auf 37.540 Einheiten. (AG/dpa)

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