Reifenhandel mit leichtem Absatzplus

Folge der Abwrackprämie

Winterreifen bleiben Pflicht © Werk

Der Reifenhandel in Deutschland hat im Vorjahr überraschend ein Absatzplus erzielt. Dafür hat vor allem der Verkauf von Winterreifen gesorgt.

Entgegen den Erwartungen wurden im Jahr 2009 in Deutschland mehr Reifen verkauft als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem Winterreifen. Dies ist unter anderem auch auf die Abwrackprämie zurückzuführen, da viele der neu gekauften Autos mit Winterreifen ausgerüstet werden mussten. Auch die kalten Temperaturen im November und Dezember haben zu dem Plus beigetragen.

Starke Nachfrage nach Winterreifen

Insgesamt sind nach Angaben des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk 24,30 Millionen Winterreifen ausgeliefert worden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 13 Prozent. Weniger nachgefragt wurden hingegen Sommerreifen, die 22,80 Millionen Mal verkauft wurden, was einem Rückgang um 6,9 Prozent entspricht. Unterm Strich bleibt das Ergebnis jedoch positiv: 47,10 Millionen verkaufte Pkw-Reifen übertreffen das Vorjahresergebnis um 2,4 Prozent.

Weniger gut lief das Geschäft mit Motorrad- und Lkw-Reifen. Insgesamt konnten die Händler im vergangenen Jahr 2,48 Millionen Nutzfahrzeug-Pneus verkaufen, was ein Minus von 13 Prozent bedeutet. Auch die Zweiradfahrer haben seltener neue Reifen gekauft. Insgesamt wurden 1,13 Millionen Motorrad-"Schlappen" ausgeliefert. Im Jahr 2008 waren es 1,29 Millionen. (mid)

Vorheriger ArtikelCruisen im Overdrive
Nächster ArtikelSportlicher Bruch mit Traditionen
Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.