Deutschland hinkt bei E-Mobilität hinterher

Ziel der Bundesregierung unrealistisch

Deutschland hinkt bei E-Mobilität hinterher
Für E-Autos gibt es Sonderkennzeichen. © Daimler

Das Ziel von einer Million Elektroautos bis zum Jahr 2020 wird immer unrealistischer. Wie die für das E-Mobilitätsprogramm der Regierung zuständige Leiterin sagte, stelle sich die Frage, ob das erreicht werden könne.

Deutschland fällt bei der Elektromobilität hinter seinen gesetzten Zielen zurück. 2012 wurde das Ziel von 25.000 abgesetzten Elektrofahrzeugen verfehlt, wie die für das E-Mobilitätsprogramm der Bundesregierung zuständige Programmleiterin Christina Tenkhoff sagte.

Deutschland hat sich das Ziel von 1 Million Elektro-Fahrzeugen bis 2020 und 5 Millionen bis 2030 gesetzt. «Es bleibt die kritische Frage, ob wir die Millionengrenze erreichen», sagte Tenkoff am Donnerstag auf einem Forum der Hannover Messe zum Thema Neue Verkehrskonzepte für Metropolregionen. Zur Zeit entfallen nur 1,3 Prozent der Neuzulassungen auf alternative Antriebe.

NPE spricht nur von 600.000 Autos

Von dem Ziel einer Million Elektrofahrzeuge hat sich die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) unterdessen schon in ihrem vergangenen Bericht selbst längst verabschiedet. Hier geht man im Idealfall gerade einmal von 600.000 Fahrzeugen aus. Einige Experten halten diese Zahl indes für unrealistisch. (AG/dpa)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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