Neuer La Vecchia-Anlauf mit Quant-Limousine

Hohe Reichweite

Neuer La Vecchia-Anlauf mit Quant-Limousine
Nunzio La Vecchia bei der Präsentation der Quant-Limousine. © nanoFlowcell

Die Quant-Sportlimousine soll mit ihrem neuen Antriebskonzept die Elektromobilität revolutionieren. Der technische Leiter Nunzio La Vecchia ist aber schon öfters mit solchen Produkten aufgefallen.

Er versucht es wieder. Nunzio La Vecchia, autodidaktischer Physiker, hat nach seinem Fall mit einem revolutionären Solarzellen nun den Elektroantrieb auf dem Kieker. "Die Vision wird Wirklichkeit", sagte der technische Leiter bei der Weltpremiere der Quant e-Sportlimousine auf dem Autosalon Genf.

Hohe Leistungsdichte der Quant-Limousine

Wie weiland mit den neuen Solarzellen, deren abnormes Leistungsvermögen von vielen Experten angezweifelt wurde und auch nicht zur Serienproduktion führte, soll nun das so genannte nanoFlowcell-Konzept die Antriebstechnologie revolutionieren. Bei der Technologie mit in zwei Tanks aufbewahrtem flüssigem Elektrolyt trennt ein Membransystem die Flüssigkeiten und setzt dabei Energie für den Elektroantrieb frei. Dadurch soll eine fünf Mal so hohe Reichweite im Vergleich mit Fahrzeugen mit Lithium-Ionen-Technik garantiert werden.

"Die Vorteile der nanoFlowcell liegen in der hohen Ladungsdichte, der hohen Leistungsdichte und dem geringen Gewicht - im Vergleich zu konventionellen Energiespeicher-Systemen. Hinzu kommen unkritische Bestandteile, keine bewegten Teile und ein sehr guter Wirkungsgrad", sagt Nunzio La Vecchia, der in der Schweiz auch "Der talentierte Mr. La Vecchia" in Anlehnung an Patricia Highsmiths Krimi "Der talentierte Mr. Ripley" genannt wird.

Laufender Prozess gegen La Vecchia

Talente scheint er zu haben. 2008 erhielt der Schweizer einen Edi, den Preis für Werbe-, Industrie- und Unternehmensfilme des Departements des Innern. Pilot ist er auch – und war auch kurze Zeit Partner des Saab-Käufers und Supersportwagenherstellers Christian von Koenigsegg, mit dem er auch den Solarantrieb forcierte.

Nun soll also die Elektromobilität revolutioniert werden. "Es handelt sich bei der neuen Quant e-Sportlimousine weder um ein Show Car noch um ein Concept Car, sondern um das erste mit nanoFlowcell ausgestattete Automobil, bei dem alle Elemente auf Homologations-Anforderungen ausgelegt sind", so La Vecchia, der eine Dauerleistung von 30 kW verspricht, was für diesen Antrieb wirklich beachtlich wäre.

Allerdings haftet dem Millionär seine Vergangenheit an. In der Schweiz läuft gegen ihn noch ein Prozess wegen Betruges – Wert: 44 Millionen Schweizer Franken. Das macht eine angepeilte Serienproduktion der schön zu betrachtenden Limousine eher zweifelhaft. Vorsichtig zeigen sich auch die Firmen, die mit dem knapp 50-Jährigen zusammenarbeiten – sie bitten um Vorkasse. (AG/TF)

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