Autobauer PSA steigert Umsatz trotz Absatzrückgang

Drittes Quartal

PSA-Chef Carlos Tavares. Foto: dpa
PSA-Chef Carlos Tavares. © dpa

Der französische Autobauer PSA konnte im dritten Quartal seinen Umsatz leicht steigern. Dazu trug vor allem die Nachfrage nach höherpreisigen SUVs bei.

So legten die Erlöse von Juli bis Ende September im Jahresvergleich um ein Prozent auf 15,6 Milliarden Euro zu. Das teilte der Konzern mit den Marken Citroën, DS, Peugeot und Opel am Mittwoch in Rueil-Malmaison bei Paris mit. Die Gruppe gewinne in Europa Marktanteile hinzu, sagte Finanzvorstand Philippe de Rovira. Angaben zum Gewinn im dritten Quartal machte der Autobauer nicht. Gerade die jüngen Einführungen von Fahrzeugen wie dem Citroen C5 Aircross, dem Peugeot 508, dem DS3 Crossback als auch dem Opel Combo hätten positive Aspekte.


Die Autosparte des Konzerns setzte in den Monaten Juli bis September 11,8 Milliarden Euro um, das war ein Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. PSA verkaufte in dem Dreimonatszeitraum rund 674 000 Fahrzeuge und damit vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als die Opel-Mutter noch rund 702 000 Fahrzeuge abgesetzt hatte. Vor allem in China brach der Absatz ein und ging um 40 Prozent zurück. Auf dem wichtigeren europäischen Markt betrug das Minus knapp drei Prozent.

Negative Marktentwicklung erwartet

PSA rechnet für das Gesamtjahr mit einer negativen Marktentwicklung: In Europa werde der Automobilmarkt um ein Prozent schrumpfen, in Russland um zwei Prozent und in China um sieben Prozent. De Rovira wies auf den Teilverkauf des Opel-Entwicklungszentrums in Rüsselsheim mit rund 700 Beschäftigten an den Dienstleister Segula hin. Dieser und andere Schritte bei Opel hätten eine «positive finanzielle Auswirkung».

Opel hatte erst zu Monatsbeginn für sein Stammwerk in Rüsselsheim ein halbes Jahr Kurzarbeit angemeldet. Die Beschäftigten an den deutschen Standorten sind tariflich bis Ende Juni 2023 vor betriebsbedingten Entlassungen geschützt. Der PSA-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, von 2019 bis 2021 auf eine durchschnittliche operative Marge von 4,5 Prozent zu kommen. (AG/dpa)