Neuwagen kosteten durchschnittlich 33.580 Euro

Der neue Nissan Leaf. Foto: NIssan
Der neue Nissan Leaf führt in Norwegen die Zulassungsliste an. © Nissan

Käufer haben noch nie so viel Geld für einen Neuwagen wie in 2019 ausgegeben. Durchschnittlich wurden 33.580 Euro in ein neues Fahrzeug investiert.

Teurer waren neue Autos nie: Noch vor zehn Jahren lag der im Mittel investierte Betrag rund 10.000 Euro niedriger. Allerdings: Der automobile Gegenwert ist durchaus in Ordnung, wie in Blick in die aktuellen Preislisten der Hersteller zeigt.


Wir haben fünf Vorschläge vorbereitet, wie die knapp 34.000 Euro am besten in ein neues Fahrzeug investiert werden.

Ein gut ausgestatteter Kleinwagen. Mit mehr als 30.000 Euro kommt man bei den meisten Modellen im Kleinwagen-Segment schnell ans Ende der Preisliste. Einen Ford Fiesta etwa in diese Höhen zu pushen, ist fast aussichtslos. Gut, dass es auch Lifestyle-Marken wie Mini gibt, wo der Betrag üppig, aber nicht erschöpfend ist. Unser Vorschlag: Mini Cooper S Dreitürer, Benziner, 192 PS, Schaltgetriebe, Metalliclack, 17-Zoll-Felgen, Top-Infotainment-System, Assistentenpaket – 33.350 Euro.

Gut gerüstet in der Kompaktklasse

Der Ford Focus Turnier ist als Diesel sehr sparsam. Foto: Ford

Ein ordentlich gerüstetes Kompaktauto. Rund 25.000 Euro – hieß es lange – müsse man in ein gutes Auto der Golf-Klasse schon investieren. Mittlerweile wird das eng, ein paar Extra-Euros für Ausstattung schaden also nicht.

Beim Motor ist anders als in der Kleinwagenklasse aber Vernunft und Zurückhaltung angesagt. Dann reicht das Geld etwa für Folgendes: Ford Focus Turnier, Benziner, 92 kW/125 PS, Achtgangautomatik, Metalliclack, Leder-Stoff-Sitze, Design-Paket, elektrische Heckklappe – 33.370 Euro.

Ein kleiner Sportwagen

Wer für das Durchschnitts-Budget ein dynamisches Auto sucht, muss in der Regel mit Sportversionen normaler Limousinen Vorlieb nehmen. Zu den wenigen Angeboten im 30.000-Euro-Bereich zählen die Schwestermodelle Toyota GT86 und Subaru BRZ, die sich technisch gar nicht, optisch kaum und bei der Preispositionierung nur auf den ersten Blick unterscheiden. Weil Toyota an der Basis-Ausstattung spart, fällt der Einstiegspreis für den GT86 etwas günstiger aus als der für den BRZ. Ein paar Extras sind jedoch für den Durchschnittsbetrag drin: Toyota GT86 „GT86“, Benziner, 147 kW/200 PS, Schaltgetriebe, 17-Zoll-Felgen, Tempomat, Klimaautomatik, Metalliclack – 32.930 Euro.

Ein Allrad-SUV

Der SsangYong Korando hinterlässt einen soliden Eindruck. Foto: SsangYong

Crossover mit vier angetriebenen Rädern sind auch schon für weniger Geld zu haben als im Durchschnitts-Budget vorgesehen – nicht nur bei Dacia, Lada und Suzuki. Zu den weniger beachteten Angeboten zählt aktuell der frisch erneuerte Ssangyong Korando, der seine mangelnde Bekanntheit mit vergleichsweise günstigen Preisen ausgleichen will, bei Anmutung und Technik aber nicht in der Billigheimer-Ecke zuhause ist.

Das stämmige Kompaktmodell Korando liegt beispielsweise in dieser ordentlich ausgestatteten mittleren Variante noch im Budget: Ssangyong Korando „Quartz“, Benziner, 163 PS, Allradantrieb, Automatik, Metalliclack – 33.790 Euro.

Ein Elektroauto

Wer sich ein rein batteriebetriebenes Auto kauft, profitiert aktuell vom Umweltbonus in Höhe von bis zu 4.380 Euro. Die Summe soll zu einem nicht bekannten Zeitpunkt auf bis zu 6.570 Euro steigen. Hilfsweise rechnen wird aber mit dem aktuellen Betrag, wodurch sich ein End-Budget von 37.960 Euro ergibt. Das reicht locker für einen Kleinstwagen mit genug Reichweite für den Stadtverkehr, nicht aber für ein größeres reisetaugliches Allround-Modell.

Einen guten Kompromiss stellt der Nissan Leaf in der Variante mit der kleinen Batterie und einer Norm-Reichweite von 270 Kilometern (WLTP): Nissan Leaf ZE1 MY19, 40 kWh, Elektromotor, 150 PS, Automatik, Winterpaket – 37.125 Euro. (SP-X)

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