Gericht weist Milliardenklage gegen Porsche zurück

Weiterer Etappensieg für VW-Tochter

Die Porsche SE hat einen weiteren Etappensieg vor Gericht erzielt.
Die Porsche SE . © dpa

Porsche hat vor Gericht einen weiteren Sieg gegen die Schadensersatzklage einiger amerikanischer Hedgefonds errungen. Die Fonds können nun noch eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einreichen.

Die Porsche Automobil Holding SE hat vor Gericht zum fünften Mal in Folge eine Schadensersatzklage abwehren können. Das Oberlandesgericht Stuttgart wies am Donnerstag die Schadensersatzklage einiger amerikanischer Hedgefonds in Höhe von 1,2 Milliarden Euro ab.

Porsche sieht sich bestätigt

Nach den Abweisungen der Schadensersatzansprüche durch die Landgerichte Stuttgart und Braunschweig haben die Kläger nun nur noch die Möglichkeit, eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzureichen. Die Porsche SE hingegen sieht sich durch das Urteil in ihrer Rechtsauffassung bestätigt.

Die Summe von 1,2 Milliarden Euro setzt sich zusammen aus angeblichen Leerverkäufen sowie Swap- und Optionsgeschäften in Stammaktien der Volkswagen AG im Jahr 2008. Im Zuge der Übernahmeschlacht mit VW sehen sich die Anleger getäuscht.

Porsche unter dem damaligen Vorsitzenden Wendelin Wiedeking hatte zunächst verneint, VW zu übernehmen, verfolgte diesen Plan Monate später aber dann doch. Die Kurse schossen in die Höhe. Anleger, die auf sinkende Kurse gewettet hatten, verloren viel Geld. Genau das forderten die Fonds zurück. Nach Ansicht des Gerichts hat Porsche in dem Zusammenhang allerdings keine «grob unrichtigen Auskünfte» gegeben. (AG)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.